Wie ich KI in meinem kreativen Arbeitsprozess einsetze — Chancen & Grenzen
Ehrliche Erfahrungen eines Autors: Wann KI hilft — und wann sie an ihre Grenzen stößt.
Veröffentlicht am · Autor: Andreas Adamus
In den letzten Jahren hat sich die künstliche Intelligenz rasant weiterentwickelt und ist auch in der Kreativbranche angekommen. Viele fragen mich, wie ich KI in meinem Alltag als Autor nutze – und ob KI inzwischen ganze Buchcover oder sogar komplette Romane schreiben kann. Die kurze Antwort: Ja, ich nutze KI — aber sehr gezielt. Und nein, sie schreibt meine Geschichten nicht.
KI als Werkzeug, nicht als Erzähler
Ich werde oft gefragt, ob eine KI in der Lage wäre, einen vollständigen Plot zu entwerfen oder gar ein ganzes Buch zu verfassen. Die Wahrheit ist: KI „halluziniert“ gern — sie erfindet Details, vermischt Logik, und verliert sich in Inkonsistenzen. Für kreative Ideen oder Inspiration kann man sie vielleicht nutzen, aber für echte Story-Komposition reicht sie schlicht nicht aus. Eine KI versteht keine echten Emotionen, keinen Spannungsbogen, keine tiefere Bedeutung. Genau das aber macht eine Geschichte lebendig.
Darum schreibe ich meine Romane weiterhin selbst — Satz für Satz, Szene für Szene.
Textkorrektur und Feinschliff
Was KI jedoch hervorragend kann: Korrigieren. Ich nutze KI-Tools, um meine Texte rechtschriftlich sauberer zu machen, komplizierte Sätze zu glätten oder Formulierungen zu verbessern. Das spart nicht nur Zeit, sondern hilft mir, stilistisch klarer zu werden. Die kreative Entscheidung liegt dabei immer noch bei mir — KI ist hier nur ein Werkzeug, kein Autor.
Mehrsprachigkeit dank KI
Ein weiterer Bereich, in dem KI für mich sehr wichtig geworden ist, ist das Übersetzen. Meine Texte lasse ich zuverlässig in mehrere Sprachen übertragen: Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch. So können Leserinnen und Leser aus verschiedenen Ländern meine Werke entdecken, ohne dass ich für jede Sprache eigene Übersetzer beauftragen muss. Natürlich kontrolliere ich jede Übersetzung selbst — aber KI bietet hier eine solide Grundlage.
Illustrationen als Eyecatcher
Die wohl sichtbarste Rolle spielt KI in meinen Illustrationen. Ich nutze verschiedene KI-Tools, um schnelle visuelle Konzepte zu erstellen, etwa für Social Media, Teaser oder kleine Werbekampagnen. KI kann zwar keine finalen Cover erstellen — zumindest keine, die ohne Nachbearbeitung funktionieren würden. Die Kompositionen sind oft ungenau oder nicht so, wie man sie für ein professionelles Buchcover braucht. Da muss man viel Handarbeit reinstecken.
Aber: Für Eyecatcher, Promo-Bilder oder schlicht schöne Motive eignet sich KI hervorragend. Diese nutze ich gern, um schnell Aufmerksamkeit zu erzeugen und Interesse für meine Bücher zu wecken.
Warum KI für mich wichtig ist
Ich sehe KI heute als eine Art kreativen Assistenten. Kein Ersatz für mein Schreiben. Kein Ersatz für echtes Design. Aber ein Werkzeug, das mir hilft, Inhalte schneller zu optimieren, Sprachen zu überwinden und visuelle Ideen umzusetzen, die früher Tage oder Wochen gedauert hätten.
KI ist für mich kein Feind der Kreativität — sondern ein Verstärker. Solange man weiß, wo ihre Grenzen liegen, kann man enorm von ihr profitieren.
