Meine Motivation? Unzufriedenheit!

Natürlich möchte ich gleich einschränken, dass Unzufriedenheit nicht die komplette Basis meiner Motivation in Sachen Kreativität ist. Aber dennoch nimmt sie einen großen Teil meines Antriebs in Anspruch. Zumindest bildete sie die Initialzündung, meines Werdegang es als Autor. Unzufrieden damit, wie die Macher hinter meinem Lieblingsfranchise Star Wars mit ihren Helden und der gesamten Story umgegangen sind, begann ich alternative Handlungsstränge und Ereignisse einzufügen, die mir sinnvoller, schöner und epischer erschienen. Dinge, die besser zum Stil von Star Wars passten und mir einfache besser gefielen. Das traf auch auf andere Dinge zu, die den gemeinen Nerd in seinen Bann ziehen und ihm Steuern in Form von Zeit und Liebe abverlangen. Ein Tribut, den der Fan gerne leistet, da das Gefühlsleben und das Wohlbefinden des Fans dadurch eine Steigerung erfahren. Ein reger und kreativer Austausch, der nur dadurch getrübt wird, dass die Empfänger jener Steuer damit Schindluder treiben. Anstatt die Hingabe und die Liebe der Fans mit guter Ware zu honorieren, musste ich im Falle Star Wars – genauer gesagt bei die Rückkehr der Jediritter – eben jene Respektlosigkeit ertragen, die mir beim betrachten des Filmes, bis heute Bauchschmerzen bereitet. Jene Freudlosigkeit die Lucas befiel, weil er keine Lust mehr hatte, sein Epos fortzuführen. Als das Feuerwerk der ersten Begeisterung, beim zweiten Betrachten des Filmes, nach dem Tag seiner Premiere, seine Wrikung getan hatte, fiel nicht nur mir auf, wie sehr der Streifen gegenüber seinen Vorgängern abfiel. Deckel drauf und Schluss, schien Lucas Motto gewesen zu sein. Immerhin. Diese Enttäuschung führte bei mir zu einem kreativen Schub, der mich dazu motivierte den Film umzuschreiben, bis er schließlich das war, was Star Wars sein sollte. Auch bei Star Trek machte sich Enttäuschung breit, nachdem durch Der Zorn des Kahn meine Erwartungen gestiegen und in Teil 3 und 4 dann so maßlos enttäuscht wurden. Die Probleme, hervorgerufen durch Budgetfragen, würgten das Erlebnis schon während des Kinobesuches ab.

Selbst bei der Buchreihe Dune stellt sich dieses Gefühl ein. Auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass Frank Herbert die Lust an seiner Buchreihe verloren hatte oder dass im das Geld für eine Schreibmaschine fehlte. Waren Teil 1-3, und stellenweise auch Roman Nummer 4 noch spannend, mündeten die Texte in einer, eintönigen, philosophischen Ödnis, die sich in endlosen, nur schwer nachvollziehbaren Dialogen und Gedankenspielen verlor.

Ich behaupte nicht, dass ich mit meiner Nomads Reihe alles richtig mache, doch ich gebe mir Mühe. Und sollte dennoch jemand von meinen Geschichten enttäuscht sein, so nehme er dies zum Anlass, es besser zu machen und sein kreatives Potential zu entfalten 


English

My motivation? Dissatisfaction!

Of course, I would like to restrict immediately that dissatisfaction is not the complete basis of my motivation in terms of creativity. But nevertheless it takes a large part of my drive. At least it formed the initial spark, my career it as an author. Dissatisfied with how the creators behind my favorite Star Wars franchise handled their heroes and the overall story, I began to insert alternative storylines and events that seemed more meaningful, beautiful, and epic. Things that fit better with the style of Star Wars and that I simply liked better. This was also true of other things that captivate the common nerd and demand taxes in the form of time and love. A tribute that the fan is happy to pay, as it increases the emotional life and well-being of the fan. A lively and creative exchange that is only marred by the fact that the recipients of those taxes play fast and loose with it. Instead of honoring the devotion and love of the fans with good merchandise, in the case of Star Wars – or more precisely, Return of the Jedi – I had to endure the kind of disrespect that still makes my stomach hurt when I watch the film. That joylessness that befell Lucas because he no longer had any desire to continue his epic. When the fireworks of the first enthusiasm vanished, the second viewing of the film, after the day of its premiere, appear. Not only I noticed how much the strip fell compared to its predecessors. Cover it and call it a day, seemed to have been Luca’s motto.
After all. This disappointment gave me a creative boost that motivated me to rewrite the film until it finally became what Star Wars was supposed to be.
Disappointment also set in with Star Trek, after my expectations were raised by The Wrath of Khan and then disappointed so utterly in Parts 3 and 4. Obvious budget issues strangled the experience even during the cinema visit.

Even with the Dune book series, this feeling sets in. Even though I don’t assume that Frank Herbert had lost interest in his book series or that he lacked the money for a typewriter. While parts 1-3, and in places novel number 4, were still exciting, the texts ended in a monotonous, philosophical wasteland, lost in endless dialogues and mind games that were difficult to follow.

I do not claim that I do everything right with my Nomads series, but I do my best. And if someone should still be disappointed by my stories, he should take this as an opportunity to do better and to unfold his creative potential.

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