NOMADS KAPITEL 1

NOMADS
So werden die Menschen von den vielen Rassen der Milchstrasse genannt. Als Überlebende und Flüchtlinge, versuchen sie sich zwischen den Kulturen der Galaxis, die von ihren Bewohnern ASGAROON genannt wird, zu behaupten. Etliche von ihnen haben es geschafft, sich in der feudalen Gesellschaft ASGAROONS einen Namen zu machen. Andere fristen ein Dasein als heimatlose Wanderer. Doch ungeachtet ihres Status, begegnet man den neuen Bewohnern ASGAROONS mit Mistrauen und Verachtung…

NOMADS
This is the name given to humans by the many races of the Milky Way. As survivors and refugees, they try to assert themselves among the cultures of the galaxy, which is called ASGAROON by its inhabitants. Some of them have managed to make a name for themselves in the feudal society of ASGAROON. Others eke out an existence as homeless wanderers. But regardless of their status, the new inhabitants of ASGAROON are met with suspicion and contempt…

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NOMADS

Nomads PROLOG

Der erste Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation fand am 21. Februar des Jahres 4589 statt und hatte nichts von alldem, was man sich von so einem Ereignis erhoffte oder in Verbindung damit, wünschte. Es gab kein glänzendes Raumschiff, das majestätisch und geheimnisvoll vom Himmel sank. Keinen hochgewachsenen, engelsgleichen Besucher, der mit unseren Anführern zu sprechen verlangte, um dann eine Rede vor den Vereinten Nationen zu halten. Da war kein Abgesandter einer weit fortgeschrittenen Zivilisation, der uns Frieden anbot, um die junge Menschheit an der Hand zu nehmen und in die Geheimnisse des Universums einzuführen. Kein überlegenes Konzept, die kleinlichen Streitigkeiten unter den Nationen und den ewigen Kampf, um die Ressourcen des Planeten beizulegen. Die Fremden hatten ihre eigenen Konflikte mitgebracht und sie zu unseren Problemen hinzugefügt.
Ich erinnere mich noch gut an die Tage, an denen der Erdboden zitterte und an die Nächte, erhellt von den die Breitseiten mächtiger Raumschiffe, die über den Himmel kreuzten. Der erste Kontakt zu den Außerirdischen war verstörend, brutal, angsteinflößend und besaß den Charme eines Faustschlags mitten ins Gesicht.
Ihr unerfreulicher Besuch hatte etwas überwältigend Beiläufiges an sich. Wir Menschen waren nicht einmal ein lästiges Übel, das über die Oberfläche der Erde kroch und die Truppenbewegungen der Kriegsparteien störte. Ein Übel konnte man nicht ignorieren. Auf ein Übel musste man reagieren, es bekämpfen, sich damit auseinandersetzen. Doch wir waren es nicht wert bekämpft zu werden, sondern waren einfach nur im Weg. Wir wurden beiläufig zertreten, wie Ameisen auf dem Gehweg. Und die Tatsache, dass wir es gleich mit zwei Kulturen zu tun bekamen, die ein interstellarer Krieg in die Randbezirke der Milchstraße verschlagen hatte, machte das Ganze nicht besser. Beeindruckend war lediglich das Ausmaß der Zerstörungen auf der Erde, den Mondsiedlungen und all den anderen Kolonien und den Planeten des Solsystems. Beeindruckend war auch die Beliebigkeit, mit der man ganze Kontinente verwüstete, um Basen und Stützpunkte zu errichten. Doch bald erkannten zumindest die Akkato den Wert der kleinen Erdbewohner. Wir erwiesen uns als zäh, ausdauernd, zuverlässig und unsere Fähigkeit zu leiden, erstaunte die hochgewachsenen Wesen mit den pferdeartigen Köpfen, die von einer grünen Welt mit dichten Urwäldern stammten. Man gab uns Waffen, bildete uns aus und schickte uns gegen die insektenartigen Keymon in den Kampf. Die Eingliederung der Menschheit in die verfeindete galaktische Familie erfolgte über von den Akkato eingerichteten Rekrutierungsstellen, oder dadurch, dass man kampffähige Individuen einfach entführte und gegen ihren Willen in die Flotte integrierte. Weder die Keymon noch die Akkato waren Menschenfreunde und auch im Umgang mit uns zeigten sie sich nicht zimperlich. Für mich war bald klar, dass wir für sie nur billiges Kanonenfutter darstellten, um die Verluste der waldbewohnenden Pferdeschädel gering zu halten.
Und so kam auch ich, Dominic Porter, in den zwiespältigen Genuss, meine erste Reise zu den Sternen anzutreten, um die Weiten der Galaxis zu erkunden und die wenig friedlichen Kulturen der Sternenwelt kennenzulernen.

Nomads Kapitel 1

September 4603

Dominic Porter saß vor einem ovalen, gepanzerten Fenster an Bord des Akkatoschiffes Skitra und blickte auf seine Heimat hinunter. Er würde in einem Monat sechsundzwanzig Jahre alt sein und gehörte schon zu einer Generation von jungen Menschen, die für ihr Alter bereits zu viel erlebt und durchgemacht hatte. Immerhin war er nicht vor seiner Zeit in die Jahre gekommen, wie etliche seiner Altersgenossen und vermochte sich seine jugendliche Sorglosigkeit zu bewahren. Manche hätten es vielleicht als Leichtfertigkeit angesehen, aber Dominic gehörte durchaus nicht zu der Sorte von Menschen, die ohne Mitgefühl und ohne Verantwortung durch das Leben gingen. Er versuchte lediglich, seine Haut zu retten und dafür war ein unversehrter Geist unverzichtbar.
In Dominics schmalem Gesicht, mit den hellen grünblauen Augen, suchte man die Sorgenfalten vergeblich. Sein kastanienbraunes Haar zeigte keinerlei graue Stellen, wie bei vielen anderen seiner Altersgenossen, bei denen die Angst weiße Strähnen hinterlassen hatte.
Dominic sah hinab auf die Lichtansammlungen der Städte Fargo, Willmar, Minneapolis. Zwischen ihnen sprenkelten die spärlichen Lichter unzähliger Dörfer, die verödeten Landstriche, wie einsame Sterne. Sie alle schrumpften zu kleinen glimmenden Punkten zusammen, je höher die Skitra stieg. Selbst die monströsen Säulen der Akkato-Stützpunkte wurden winziger und winziger. Dominic konnte von hier oben etwa zehn dieser Türme ausmachen, die sich in einer geraden Linie bis zum Horizont erstreckten und lange Schatten über das Land warfen, während die Morgenröte heraufzog.
Mächtige Akkato-Schiffe hatten an den Gebäuden festgemacht und warteten auf ihre Abfertigung. Zahllose Zubringerboote umschwirrten sie mit leuchtenden Triebwerken, wie Schwärme von Glühwürmchen, die um die Stämme riesiger Bäume kreisten.
Im Schimmer der Morgendämmerung begannen sich die Umrisse der großen Seen abzuzeichnen, die wie Bruchstücke polierter Spiegel glänzten. Ihnen fehlten mittlerweile die Formen, die Dominic im Schulunterricht kennengelernt hatte und ihm seit seiner Kindheit vertraut waren. Überall hatten Geschosse mit ihrer immensen Zerstörungskraft kreisrunde Löcher in den Boden gestanzt und die natürlichen Strukturen der Landschaft so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass nichts mehr an ihre ursprüngliche Gestalt erinnerte. Viele Krater hatten sich inzwischen mit Wasser gefüllt und überzogen den Erdboden in einem sonderbar anmutenden Muster, als wären Tropfen aus Quecksilber zu Boden gefallen. Im Glanz des neuen Tages sahen sie wie das Werk eines Künstlers aus, der sein Können an ganzen Planeten erprobt hatte und es dabei in Kauf nahm, Zivilisationen und Völker zu vernichten.
Über die Verluste an Menschenleben, die seit dem ersten Kontakt zu den Akkato und den Keymon zu beklagen waren, gab es nur Spekulationen. Und weder die eine, noch die andere Partei, schien Interesse daran zu haben, herauszufinden, welchen Schaden sie bisher angerichtet hatte. Die Erdbewohner und ihr Leid besaßen für den Krieg, den Akkato und Keymon schon seit Jahrtausenden gegeneinander führten, nur geringe Bedeutung. Doch immerhin stellte es sich heraus, dass die Akkato den Menschen etwas weniger Missachtung entgegenbrachten, als die insektoiden Keymon.
Während in den Gebieten, die von den Käfern beherrscht wurden, jede Infrastruktur zusammengebrochen war, konnte man in den Territorien, in denen die Akkato das Sagen hatten, noch relativ gut zurechtkommen. Viele, die diese Gebiete bewohnten, glaubten an die Rückkehr zu einem normalen Leben, sobald die Eindringlinge wieder abzogen. Aber Dominic hegte Zweifel, dass die Akkato oder Keymon jemals wieder von diesem Planeten verschwinden würden. Und selbst wenn, dann konnte das Leben auf der Erde nie wieder so sein, wie zuvor.
Dominic war nicht der Erste, der das erkannt und sich den Akkato im Kampf angeschlossen hatte, um sein Glück in den Weiten des Weltraums zu suchen. Allerdings führten die Akkato ihren Krieg an vielen Fronten, und die Wahrscheinlichkeit vorher zu sterben, war beinahe gewiss.
Die Skitra, was übersetzt »Schwert« bedeutete und die unter dem Kommando von Ulan Mestray stand, war für ihn vielmehr das geeignete Mittel, ihn zu den Sternen zu bringen. Und Mestray war ein ruhmreicher Akkatokrieger, der den Keymon mächtig eingeheizt und sie beinahe von der Erde vertrieben hatte. Beinahe – denn ein paar Wochen zuvor war bei den Käfern der Nachschub eingetroffen, weswegen sie ihre verbliebenen Stellungen hatten halten können. Warum man Ulan Mestray gerade in diesem Moment von der Erde abzog, konnte sich Dominic nicht erklären. Aber es war unnötig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Die Akkatos würden ihn nicht in ihre unergründlichen Absichten einweihen und auf der Erde gab es nichts mehr, das ihn dort halten konnte. Nachdem eines der riesigen Keymon Schiffe über seiner Heimat abgestürzt war und nichts weiter als eine verkohlte Einöde hinterlassen hatte, in der seine Familie ihr Ende fand, wollte er allem den Rücken kehren, was ihn an sein verlorenes Zuhause erinnerte.
Schließlich schwenkte die Skitra auf einen Kurs ein, der sie aus dem Sonnensystem tragen sollte, und die Erde verschwand aus seinem Blickfeld. Dominic sprang von der Sitzbank vor dem Fenster und betrachtete den Raum, in dem er sich befand. Er war nicht besonders groß, schon gar nicht für Akkatoverhältnisse, da die ausgewachsenen Akkato die Menschen gewöhnlich um eine gute Armlänge überragten. Er strahlte die ruhige Feierlichkeit einer Kirche aus. In mehreren Öffnungen der Wände flackerte Licht, als ob Kerzen darin brannten. Ein herber Duft von Kräutern und aromatischen Harzen hing in der Luft. Es musste sich um einen Meditationsraum oder eine Art Kapelle handeln. Dominics Nase wurde von sonderbaren, süßen Düften erfüllt, die seinen Sinnen schmeichelten und für göttlichen Trost empfänglich machen sollten. Aber es waren auch die Formen, die ihn in seinen Bann zogen und angenehm auf seine Augen wirkten. Formen, die so ganz anders waren als alles, was Menschen konstruieren konnten. Sämtliche Strukturen flossen ineinander, als befände man sich im Inneren einer Pflanze. Es gab keine Kanten, keine Ecken oder rechte Winkel. Alles erschien in organisch und in steter Bewegung. Kein Wunder, dachte sich Dominic, denn jedes Schiff der Akkato war aus Holz gefertigt und bildete allein dadurch einen deutlichen Gegensatz zu den Fahrzeugen der Menschen oder der Keymon.
Die Schiffe und Bauwerke der Keymon schimmerten silber und kupferfarben, besaßen hier und da kantige Formen und waren von Ornamenten überzogen, von denen Dominic nicht sagen konnte, ob sie einfach nur zur Zierde dienten oder eine Funktion erfüllten. Die Schiffe der Akkato hingegen sahen wie fliegende Baumstämme aus und erweckten den Anschein, als wären sie von groben Äxten stromlinienförmig zugehauen worden. Erst bei näherer Betrachtung konnte man die feine Konstruktionsweise erkennen.
Bis vor Kurzem hatte Dominic noch nie eines der Schiffe von innen betrachten können und seine Faszination wuchs von Minute zu Minute. Die Skitra strahlte eine kraftvolle Würde aus, die an vielen Details zum Ausdruck kam. Organische, kraftstrotzende Formen, die den Eindruck vermittelten einen einzigen, festen Körper zu bilden, der keine Fugen besaß. Auch war alles größer, als auf den wenigen Schiffen, die die hünenhaften Akkato den Menschen zur Verfügung stellten und die man aufwendig an menschliche Größenverhältnisse angepasst hatte. Hier hatte man sich diese Mühe jedoch nicht gemacht. Konsolen, Quartiere und Gefechtsstände hatten die Akkatokonstrukteure ausschließlich für ihre Artgenossen geschaffen. Die Schalter, Knöpfe und Regler waren groß und für die kleinen Menschenhände ungeeignet.
Die Wohncontainer an Bord der Skitra, die aus den Militärbeständen der Erde stammten und irgendwie in den Besitz der Akkato gelangten, wirkten wie Fremdkörper. Sie dienten den Menschen als Unterkunft. Auch Dominic hatte sich bereits ein Bett und einen Spind gesichert. Es gab noch genügend Platz für weitere Rekruten, die in Kürze eintreffen würden und aus denen sich Dominic eine Truppe zusammenstellen durfte.
Dominic verließ den Meditationsraum, schlenderte durch die Korridore und erreichte schließlich die Kantine des Schiffes. Hier waren ein paar Tische und Stühle aufgestellt worden, die aus den Beständen der Menschenflotte stammten. Alle Menschenwesen an Bord der Skitra versammelten sich oft hier und nahmen ihr Essen ein. Auch jetzt sah Dominic etliche Menschen, die gerade ihre Mahlzeit einnahmen. Einige mit offensichtlichem Appetit und andere, die lustlos in ihren Tellern und Schüsseln herumstocherten. Darunter einige neue Gesichter. Es mussten etwa fünfzig, sechzig Menschen sein, schätzte Dominic. Männer und Frauen, im Alter zwischen zwanzig, bis vierzig. Die Neuankömmlinge waren ihm noch nicht vorgestellt worden. Dominic kannte weder ihre Namen noch ihre Ränge. Ein Shuttle hatte sie vom Sammelpunkt bei Dallas abgeholt und sie vor gut einer Stunde im Hangar der Skitra abgesetzt. Dominic ließ es sich nicht nehmen die Szene aus einiger Entfernung zu beobachten.
Der Akkatooffizier, der die Menschen empfing, sah davon ab, die komplizierten Namen der Rekruten herunterzuleiern, um zu überprüfen, ob alle angeforderten menschlichen Soldaten an Bord waren. Er blickte lediglich in die Gesichter der Neuankömmlinge und ab und an in sein Datenpad, um die Informationen abzugleichen, die er darauf ablesen konnte. Anschließend brachte die mürrische Kreatur die Menschen in Kantine und machte sich davon, ohne ihnen weitere Anweisungen zu erteilen. Jetzt harrten sie darauf, dass man ihnen ihre Quartiere zuwies. Man ließ sie warten und auch Dominic sah erst einmal davon ab, sich seine künftigen Kampfgefährten näher in Augenschein zu nehmen. Ihm gingen gerade zu viele Gedanken durch den Kopf, die er zuerst ordnen musste, bevor er sich der Probleme von Fremden widmen wollte. Nach seinem Spaziergang durch die Korridore der Skitra, fand er sich endlich hier in der Kantine ein, um die neuen Kameraden kennenzulernen.
Es war kein Gesicht darunter, dass Dominic kannte, aber einige von ihnen, schienen schon Zeit miteinander verbracht zu haben. An der Art und Weise, wie sie miteinander umgingen, schloss Dominic, dass sie gemeinsam in etlichen Gefechten gewesen waren. Sie plauderten unbekümmert und schienen sich über vergangene Einsätze und Erlebnisse zu unterhalten. Manchmal lachten sie oder kommentierten irgendeine Begebenheit mit spaßigen Bemerkungen, kehrten aber schnell zum gewohnten Ernst zurück. Andere hingegen saßen einsam und alleine vor ihrem Essen und musterten schweigend ihre Umgebung – distanziert, nachdenklich, misstrauisch. Einige machten den Eindruck, als seien sie Verluste gewöhnt und daher nicht darauf aus, neue Freundschaften zu schließen. Sie vermieden den Blickkontakt zu den anderen und saßen etwas abseits.
Angesichts der neuen und ungewohnten Situation, blickten viele der jungen Rekruten gespannt und unsicher umher. Zweifellos hatten auch sie noch nie zuvor ein Akkatoschiff von innen gesehen. Alle schienen sich klar darüber zu sein, sich an einem gefährlichen Ort zu befinden und dass jeden Augenblick die Hölle über sie hereinbrechen konnte.
Dominic erinnerte sich noch genau an den ersten Tag auf dem Zerstörer, dem er zugeteilt worden war – die Zora, unter dem Kommando von Daniel Perk. Auch er war sich damals einsam und verloren vorgekommen. Unsicher, angesichts der Abenteuer und Gefahren, die ihn noch erwarten würden. Er konnte die Jungen und Mädchen sehr gut verstehen. Dominic entschied sich dafür, sich mit achtzehn Jahren der Heimatflotte anzuschließen, und nun war er seit acht Jahren dabei.
„Ich dachte, ich komme mal zu Euch“, sagte er etwas unbeholfen, als er sich zu den Rekruten setzte.
„Allzu offensichtlich.“
Der säuerliche Kommentar kam von einem rothaarigen Jungen mit wasserblauen Augen, der ihm gegenübersaß. Porter ignorierte, die Worte des Jungen.
„Wo kommt ihr her?“, fuhr Porter unbeirrt fort.
„Wird ne Fragestunde“, setzte der Junge nach. „Dachte eigentlich, ich hätte die Verhöre endlich hinter mir.“
Dominic stand auf, um zu gehen. „Sorry. War eine dumme Idee.“
„Er hat es nicht so gemeint“, sagte eines der Mädchen, die neben dem Rotschopf saßen, woraufhin sich Porter wieder setzte. „Er ist nur aufgeregt, wie wir alle. Ich bin Sandra Dix, der vorlaute Kerl hier …“
„Ist David Moore“, kam ihr der Rothaarige zuvor. „Und der hat vor, Admiral zu werden. Aber Ihren Namen kennen wir immer noch nicht.“
„Mein Name ist Dominic Porter“, stelle er sich schließlich vor.
„Leutnant Dominic Porter“, merkte Moore mit geflissentlichem Blick auf Dominics Schulterklappen an.
Sandra Dix widmete Dominic ein schräges Lächeln. Ihre grünen Augen glitzerten. „Dann müssen wir vor Ihnen wohl salutieren.“
„Kommt aber darauf an, was der Captain dazu meint“, winkte Dominic ab. „In der Heimatflotte hat man sich viele Formalitäten abgewöhnt. Wie das hier gehandhabt wird, weiß ich nicht. Ich bin erst kurz vor euch hier angekommen“
Dominic empfand diesen Mangel an formaler Disziplin bedauerlich. Er führte zu vielen Problemen durch Respektlosigkeiten. Auch auf der Zora verursachte das ab und an Schwierigkeiten, aber er wollte an den gängigen Gepflogenheiten jetzt nicht rütteln oder darüber eine Debatte anfangen.
„Sind Sie schon lange im Einsatz?“, fragte ein anderer Junge, der vielleicht der Jüngste in der Truppe war. Er hatte ein schmales, wissbegieriges Gesicht, mit vielen Sommersprossen und kurze, weißblonde Haare.
„Ich habe auf der Zora gedient“, erklärte Dominic Porter, im Bewusstsein, dass diese Offenbarung eine Diskussion auslösen konnte. „Drei Jahre unter Captain Perk.“
„Die Zora?“ David Moore stand das Staunen ins Gesicht geschrieben. „Der Captain Perk? Daniel Perk?“
Dominic wurde klar, dass er einen Fehler gemacht hatte, indem er schon so früh damit herausgerückt war. Er hätte sagen können, die letzten Jahre auf einem Zerstörer, oder irgendeinem anderen Schiff gedient zu haben, ohne irgendeinen Namen zu nennen. Es gab tausende von Schiffen und er hätte sich einen Namen ausdenken können.
„Er hat seine Mannschaft an die Keymon verkauft.“ Das Mädchen mit dem breiten Gesicht und den braunen Haaren zeigte sich angewidert. „Wegen ihm haben wir zehntausend Mann verloren. Und drei Schlachtschiffe.“
Ein anderer Rekrut konnte sich nicht zurückhalten. „Es heißt, er sei ein Sklavenhändler. Er hat Menschen verkauft. An die Keymon und an anderer Völker in der Galaxis.“
Der Junge, der diese Behauptungen von sich gab, war für einen Soldaten ein wenig zu dick. Dominic fürchtete, er könne zu einem Problem werden, sollten sie eine Bodenoperation durchführen müssen. Warum hatten ihn seine Vorgesetzten nicht auf Vordermann gebracht?
„Halt die Klappe“, fuhr David Moore dem Dicken über den Mund. „Das war doch alles eine Verschwörung. Man wollte Perk ans Bein pissen.“
In diesem Moment beschloss Dominic, den Rothaarigen etwas mehr zu mögen.
„Es wurden viele Worte gemacht. Zu viele Worte.“ Dominic besah sich die Runde noch eingehender und es beschlich ihn ein Verdacht. „Ihr gehört irgendwie alle zusammen, aber im Kampf wart ihr nicht.“
„Wir kommen von der Universität“, informierte ihn Sandra Dix.
„Thomas Moore Universität in Baltimore“, ergänzte der Dicke.
„Ich wusste nicht, dass man jetzt schon Schüler rekrutiert“, wunderte sich Dominic.
„Wir sind ebenso gut wie alle anderen“, sagte das Mädchen mit dem breiten Gesicht.
Dominic wagte, das zu bezweifeln. Aber ihre Mitschüler schienen ebenso überzeugt von ihrer Kampfkraft zu sein, wie sie.
„Ihr werdet das noch früh genug unter Beweis stellen können“, sagte Dominic und blickte ernst in die Runde. „Aber Eifer ersetzt nicht die Erfahrung.“
„Nialla hat recht“, meinte Sandra mit einem Kopfnicken zu dem breitgesichtigen Mädchen. „Wir haben in unserem Diskussionskreis sämtliche Strategien beleuchtet, die in diesem Konflikt angewandt wurden. Wir wissen sehr gut Bescheid.“
„Diskussionskreis. Strategien beleuchtet. Sämtliche Strategien sogar.“ Dominic Porter musste alle Mühe aufwenden, um ein Kopfschütteln und ein Lachen zu unterdrücken. Er hatte die Retter der Menschheit gefunden, überlegte er amüsiert und würde sie nun auf den Kampfplatz führen. „Wer gehört noch zu eurer Gruppe?“
Sandra Dix stellte ihm den dicken Jungen vor, der Peter Norden hieß, Alex Donhall, mit den Sommersprossen, die breitgesichtige Nialla López und noch zwei andere Jungen. Christan Peskin und Frederik Zest sowie ein dunkelhaariges Mädchen namens Linda Sung mit leicht asiatischen Gesichtszügen.
Ein leiser Gongschlag kündigte das Kommen eines Akkato-Offizieres an. Die erfahrenen Soldaten im Raum erhoben sich eilig. Auch Dominic Porter stand auf und nahm Haltung an. Die Studenten folgten seinem Beispiel. Daumen an die Hosennaht, die Augen geradeaus, Schultern gestrafft. Perfekt. Wenigstens hatten sie das gut geübt, dachte sich Porter.
Der Akkato forderte die Menschen auf, ihm zu folgen, damit er sie zu ihren Unterkünften bringen konnte. Sie schulterten ihre Rucksäcke und folgten dem hünenhaften Wesen.
Die Unterkünfte der Menschen bestanden aus mehreren Wohncontainern, im Hangar der Skitra aufgereiht. Die Menschen konnten sich ihre Stubenkameraden selber wählen und bald hatten sich Gruppen zusammengefunden, die ihre Quartiere miteinander teilen wollten.
Porter forderte die Studenten auf, einen der Container zu beziehen, in dem er zuvor schon seine Sachen untergebracht hatte. Die jungen Leute begutachteten die Pritschen und Hochbetten misstrauisch. Offenbar hatten sie etwas mehr Luxus erwartet. Nicht die erste Enttäuschung, die ihnen widerfahren würde, dachte sich Porter.
Ein älterer Sergeant hatte sich ihnen angeschlossen und belegte das letzte freie Bett. Es handelte sich um einen kleinen gedrungenen Mann mit kurzen grauen Haaren und einem perfekt gestutzten Bart, der um das Kinn herum noch eine kupferrötliche Farbe zeigte. Er hieß Aaron Kruger und redete nicht viel. Nachdem er seine Pritsche geprüft, indem er sich daraufgelegt und sein Gepäck im Spind daneben verstaut hatte, begann er sein Gewehr zu zerlegen und zu reinigen, obwohl das augenscheinlich nicht nötig war. Kruger besaß zudem ein stattliches Arsenal von modifizierten Stich- und Faustfeuerwaffen, die er auf dem Boden vor seinem Bett ausbreitete.
Dominic hielt den Moment für gekommen, die Truppe unter sein Kommando zu stellen.
„Ich heiße euch auf der Skitra willkommen“, begann er die Neuen mit fester Stimme zu begrüßen, deren Aufmerksamkeit sich auf Dominic richtete. „Ihr habt die Unterkunft zehn dreiunddreissig gewählt. Ich bin Leutnant Dominic Porter und mit Eurer Entscheidung habt ihr euch ebenfalls bereit erklärt, euch unter mein Kommando zu stellen. Daran gibts nichts zu rütteln oder zu diskutieren. Die Akkato wünschen keine komplexe Bürokratie, was uns angeht. Eure Einheit ist also die Zehndreidrei. Im hinteren Teil des Quartiers findet ihr Duschen und Toiletten. Ich erwarte Ordnung und Sauberkeit. Wie mein Vater zu sagen pflegte, findet jeder Mensch, den es auf eine einsame Insel verschlägt, genügend Möglichkeiten, sich als zivilisiertes und gepflegtes Individuum zu präsentieren. Hier steht euch mehr als genug zur Verfügung, um diesem Ideal zu entsprechen.“
Er musterte die Männer und Frauen, die ihn irritiert anstarrten.
„Hat noch jemand Fragen?“, wollte Porter wissen, aber niemand schien in der Stimmung, das Wort an ihn zu richten. Weder Dix, noch Lopez oder einer der anderen Studenten rührten an das heikle Thema, um die Zora und Captain Perk, dass sie zuvor diskutiert hatten.
Dominic wünschte allen eine gute Nacht und beschloss, schlafen zu gehen. Alleine schon, um Fragen über seine Zeit auf der Zora aus dem Weg zu gehen, sollte doch noch jemand den Wunsch verspüren, seine Neugier zu befriedigen. Zum Glück war er nicht der Einzige, dessen Schlafbedürfnis Tribut forderte. Der Tag war für alle lang gewesen und der Transport von der Kaserne zum Sammelpunkt und vom Sammelpunkt auf die Skitra gewiss anstrengender als erwartet. Alle legten sich früh schlafen. Allerdings konnte Dominic keine Ruhe finden. Rastlos drehte er sich hin und her und starrte in die Dunkelheit. Seine Gedanken kreisten um all die Ereignisse, die ihn an diesen Ort gebracht hatten. Zurück zu der Zeit etwa sechs Jahre zuvor, als er sein zweites Ausbildungsjahr bei der Heimatflotte hinter sich gebracht hatte und seine Familie besuchte.


Nomads Chapter 1

PROLOG

The first contact with an extraterrestrial civilization took place on February 21, the year 4589, and it had none of the things one would hope for from such an event, or wish for in connection with it. There was no gleaming spaceship descending majestically and mysteriously from the sky. No tall, angelic visitor demanding to speak with our leaders and then deliver a speech to the United Nations. There was no emissary from a far advanced civilization offering us peace, to take young humanity by the hand and introduce it to the mysteries of the universe. No superior concept to settle the petty disputes among nations and the eternal struggle to obtain the planet’s resources. The strangers had brought their own conflicts and added them to our problems.
I remember well the days when the ground trembled and the nights lit up by the broadsides of mighty spaceships cruising across the sky. The first contact with the aliens was disturbing, brutal, frightening and had the charm of a punch in the face.
There was something overwhelmingly casual about their unpleasant visit. We humans were not even an annoying evil that crawled over the surface of the earth and disturbed the troop movements of the warring parties. An evil could not be ignored. An evil had to be reacted to, fought, dealt with. But we were not worth fighting, we were simply in the way. We were trampled casually, like ants on the sidewalk. And the fact that we had to deal with two cultures, which an interstellar war had brought to the outskirts of the Milky Way, didn’t make it any better. The only thing that was impressive was the extent of the destruction on Earth, the lunar settlements and all the other colonies and the planets of the Sol system. Also impressive was the arbitrariness with which whole continents were devastated in order to build bases and bases. But soon at least the Akkato recognized the value of the small earthlings. We proved to be tough, persistent, reliable, and our ability to suffer amazed the tall beings with horse-like heads who came from a green world with dense jungles. We were given weapons, trained and sent to fight the insect-like Keymon. Humanity was integrated into the hostile galactic family through recruitment centers set up by the Akkato, or by simply kidnapping individuals capable of fighting and integrating them into the fleet against their will. Neither the Keymon nor the Akkato were friends of humans, and they were not squeamish in their dealings with us. It was soon clear to me that we were just cheap cannon fodder for them to keep the losses of the forest-dwelling horse skulls low.
And so it was that I, Dominic Porter, also had the ambivalent pleasure of embarking on my first journey to the stars to explore the vastness of the galaxy and learn about the less than peaceful cultures of the star world.

Chapter 1

September 4603

Dominic Porter sat in front of an oval, armored window aboard the Akkatoship Skitra and looked down on his home. He would be twenty-six years old in a month and was already part of a generation of young people who had already experienced and been through too much for their age. At least he was not ahead of his time, like quite a few of his peers, and managed to retain his youthful carelessness. Some might have considered it recklessness, but Dominic was not at all the kind of person who went through life without compassion and responsibility. He was merely trying to save his skin, and for that, an unbroken spirit was indispensable.
In Dominic’s narrow face, with its bright green-blue eyes, one looked in vain for the wrinkles of worry. His chestnut hair did not show any gray spots, as was the case with many of his peers, for whom fear had left white streaks.
Dominic looked down at the clusters of lights of the cities of Fargo, Willmar, Minneapolis. Between them, the sparse lights of countless villages dotted the desolate countryside like lone stars. They all shrank to small glowing dots the higher the skitra rose. Even the monstrous pillars of the Akkato bases grew tinier and tinier. Dominic could make out about ten of these towers from up here, stretching in a straight line to the horizon, casting long shadows across the land as the dawn came up.
Mighty Akkato ships had moored to the buildings and were waiting to be dispatched. Countless feeder boats buzzed around them with glowing engines, like swarms of fireflies circling the trunks of giant trees.
In the glimmer of dawn, the outlines of the great lakes began to emerge, shining like fragments of polished mirror. They now lacked the shapes Dominic had learned about in school lessons and had been familiar with since childhood. Everywhere, the immense destructive power of bullets had punched circular holes in the ground and damaged the natural structures of the landscape to such an extent that nothing reminded him of their original shape. Many craters had by now filled with water and covered the ground in a strange-looking pattern, as if drops of mercury had fallen to the ground. In the glow of the new day, they looked like the work of an artist who had tested his skills on entire planets, taking the risk of destroying civilizations and peoples.
There was only speculation about the loss of life since the first contact with the Akkato and the Keymon. And neither one party nor the other seemed interested in finding out what damage they had done so far. The earthlings and their suffering were of little importance for the war that Akkato and Keymon had been waging against each other for thousands of years. But at least it turned out that the Akkato showed somewhat less disrespect for humans than the insectoid Keymon.
While all infrastructure had collapsed in the areas dominated by the beetles, it was still possible to get along relatively well in the territories where the Akkato were in charge. Many who inhabited these areas believed in a return to normal life once the invaders left. But Dominic harbored doubts that the Akkato or Keymon would ever leave the planet again. And even if they did, life on Earth could never be the same again.
Dominic was not the first to realize this and join the Akkato in battle, seeking his fortune in the vastness of space. However, the Akkato fought their war on many fronts, and the likelihood of dying first was almost certain.
The Skitra, which translated meant „sword“ and which was under the command of Ulan Mestray, was rather the suitable means for him to take him to the stars. And Mestray was a glorious Akkato warrior who had given the Keymon a run for their money and nearly drove them from Earth. Almost – because a few weeks earlier, supplies had arrived for the Beetles, which had allowed them to hold their remaining positions. Why Ulan Mestray was withdrawn from Earth at that very moment, Dominic could not explain. But it was unnecessary to worry about it. The Akkatos would not let him in on their inscrutable intentions, and there was nothing left on Earth to keep him there. After one of the giant Keymon ships crashed over his home, leaving nothing but a charred wasteland where his family met their end, he wanted to turn his back on everything that reminded him of his lost home.
Finally, the Skitra veered onto a course that would carry it out of the solar system, and Earth disappeared from his view. Dominic jumped off the bench in front of the window and looked at the room he was in. It was not particularly large, certainly not by Akkato standards, as the full-grown Akkato usually towered over humans by a good arm’s length. It exuded the quiet solemnity of a church. Light flickered in several openings in the walls, as if candles were burning inside. A tangy scent of herbs and aromatic resins hung in the air. It had to be a meditation room or some kind of chapel. Dominic’s nose was filled with strange, sweet scents that flattered his senses and were meant to make him receptive to divine comfort. But it was also the shapes that captivated him and had a pleasant effect on his eyes. Shapes that were so very different from anything humans could construct. All the structures flowed into each other as if one were inside a plant. There were no edges, no corners or right angles. Everything appeared organic and in constant motion. No wonder, Dominic thought, because every Akkato ship was made of wood, and that alone was a marked contrast to the vehicles of the humans or the Keymon.
The ships and structures of the Keymon shimmered silver and copper, had angular shapes here and there, and were covered with ornaments of which Dominic could not tell whether they simply served as decoration or fulfilled a function. The Akkato ships, on the other hand, looked like flying logs and gave the appearance of having been streamlined by crude axes. Only on closer inspection could the fine construction be seen.
Until recently, Dominic had never been able to see one of the ships from the inside, and his fascination grew by the minute. The Skitra radiated a powerful dignity that was expressed in many details. Organic, powerful shapes that gave the impression of forming a single, solid body that had no joints. Also, everything was larger than on the few ships that the giant Akkato provided to the people, which had been elaborately adapted to human proportions. Here, however, no such effort had been made. Consoles, quarters and command posts had been created by the Akkato designers exclusively for their own kind. The switches, buttons and controls were large and unsuitable for small human hands.
The living containers aboard the Skitra, which came from Earth’s military stockpiles and somehow ended up in Akkato’s possession, looked like foreign bodies. They served as accommodation for the people. Dominic, too, had already secured a bed and a locker. There was still enough room for more recruits, who would arrive shortly and from whom Dominic was allowed to assemble a troop.
Dominic left the meditation room, strolled through the corridors and finally reached the ship’s canteen. Here, a few tables and chairs had been set up, which came from the stocks of the human fleet. All the human beings aboard the Skitra often gathered here and took their meals. Even now Dominic saw quite a few people taking their meal. Some with obvious appetites and others who were listlessly poking around in their plates and bowls. Among them were some new faces. There had to be about fifty, sixty people, Dominic estimated. Men and women, ranging in age from twenty, to forty. The newcomers had not yet been introduced to him. Dominic did not know their names or their ranks. A shuttle had picked them up from the rendezvous point near Dallas and dropped them off at the Skitra hangar a little over an hour ago. Dominic did not miss the opportunity to observe the scene from a distance.
The accato officer receiving the humans refrained from rattling off the complicated names of the recruits to verify that all the requested human soldiers were on board. He merely glanced at the faces of the new arrivals and occasionally at his datapad to match the information he could read on it. Afterwards, the grumpy creature took the people to the canteen and left without giving them any further instructions. Now they waited to be assigned their quarters. They were kept waiting, and Dominic also refrained from taking a closer look at his future comrades-in-arms. He had too many thoughts running through his head, which he had to sort out first, before he wanted to devote himself to the problems of strangers. After his walk through the corridors of Skitra, he finally arrived here in the canteen to meet his new comrades.
There was no face among them that Dominic knew, but some of them seemed to have spent time together. From the way they interacted with each other, Dominic concluded that they had been in quite a few battles together. They chatted mindlessly and seemed to talk about past missions and experiences. Sometimes they laughed or commented on some incident with joking remarks, but quickly returned to their usual seriousness. Others, however, sat lonely and alone in front of their food, silently surveying their surroundings – distant, thoughtful, suspicious. Some gave the impression of being used to losses and therefore not eager to make new friends. They avoided eye contact with the others and sat somewhat apart.
Faced with the new and unfamiliar situation, many of the young recruits looked around tensely and uncertainly. Undoubtedly, they too had never seen the inside of an accato ship before. They all seemed to realize that they were in a dangerous place and that all hell could break loose at any moment.
Dominic remembered clearly the first day on the destroyer to which he had been assigned – the Zora, under the command of Daniel Perk. He, too, had felt lonely and lost at the time. Unsure of the adventures and dangers that awaited him. He could understand the boys and girls very well. Dominic decided to join the Home Fleet when he was eighteen, and now he had been there for eight years.
„I thought I’d come and see you,“ he said somewhat awkwardly as he sat down with the recruits.
„All too obvious.“
The sour comment came from a red-haired boy with water-blue eyes sitting across from him. Porter ignored the boy’s words.
„Where did you come from?“ continued Porter, unperturbed.
„Gonna be a question and answer session,“ the boy followed up. „Thought I’d finally gotten the interrogations out of the way.“
Dominic got up to leave. „Sorry. It was a stupid idea.“
„He didn’t mean it,“ said one of the girls sitting next to the redhead, at which point Porter sat back down. „He’s just excited, like the rest of us. I’m Sandra Dix, the cheeky guy here …“
„Is David Moore,“ the redhead beat her to it. „And he’s planning to be an admiral. But we still don’t know your name.“
„My name is Dominic Porter,“ he finally introduced himself.
„Lieutenant Dominic Porter,“ Moore noted with a casual glance at Dominic’s epaulettes.
Sandra Dix dedicated a wry smile to Dominic. Her green eyes glittered. „Then I guess we’ll have to salute you.“
„Depends on what the captain thinks, though,“ Dominic waved it off. „In the home fleet, they’ve gotten rid of a lot of formalities. How that’s handled here, I don’t know. I arrived here just before you did.“
Dominic found this lack of formal discipline unfortunate. It led to many problems due to disrespect. It also caused trouble on the Zora from time to time, but he didn’t want to shake the established customs or start a debate about it now.
„Have you been in the field long?“ asked another boy, who was perhaps the youngest in the troop. He had a narrow, inquisitive face, with lots of freckles and short, white-blond hair.
„I served on the Zora,“ Dominic Porter explained, aware that this revelation could start a discussion. „Three years under Captain Perk.“
„The Zora?“ David Moore had astonishment written all over his face. „The captain perk? Daniel Perk?“
Dominic realized that he had made a mistake by coming out with it so early. He could have said he had served the last few years on a destroyer, or any other ship, without giving any name. There were thousands of ships and he could have come up with a name.
„He sold his team to the Keymon.“ The girl with the broad face and brown hair showed disgust. „Because of him we lost ten thousand men. And three battleships.“
Another recruit couldn’t help himself. „They say he is a slave trader. He sold people. To the Keymon and to other races in the galaxy.“
The boy who made these claims was a little too fat for a soldier. Dominic feared he might become a problem should they have to conduct a ground operation. Why hadn’t his superiors brought him up to speed?
„Shut up,“ David Moore ran his mouth over the fat man. „It was all a conspiracy, wasn’t it? People were trying to piss off Perk’s leg.“
At that moment Dominic decided to like the redhead a little more.
„There have been a lot of words. Too many words.“ Dominic looked at the round more closely, and a suspicion crept up on him. „You all kind of belong together, but you weren’t in the fight.“
„We’re from the university,“ Sandra Dix informed him.
„Thomas Moore University in Baltimore,“ added the fat man.
„I didn’t know they were recruiting students now,“ Dominic wondered.
„We’re just as good as anyone else,“ said the girl with the broad face.
Dominic dared to doubt that. But her classmates seemed to be as convinced of her fighting ability as she was.
„You’ll have a chance to prove that soon enough,“ Dominic said, looking earnestly around the room. „But zeal is no substitute for experience.“
„Nialla is right,“ Sandra said with a nod to the broad-faced girl. „We have highlighted all the strategies used in this conflict in our discussion group. We know very well.“
„Discussion Group. Strategies illuminated. All strategies, in fact.“ Dominic Porter had to make every effort to suppress a shake of his head and a laugh. He had found the saviors of humanity, he reflected with amusement, and would now lead them onto the battlefield. „Who else is in your group?“
Sandra Dix introduced him to the fat boy named Peter Norden, Alex Donhall, with the freckles, the broad-faced Nialla López, and two other boys. Christan Peskin and Frederik Zest, and a dark-haired girl named Linda Sung with slightly Asian features.
A soft chime announced the coming of an Akkato officer. The experienced soldiers in the room rose hastily. Dominic Porter also stood up and took his stance. The students followed his lead. Thumb to the seam of the pants, eyes straight ahead, shoulders taut. Perfect. At least they had practiced this well, Porter thought to himself.
The Akkato asked the people to follow him so that he could take them to their shelters. They shouldered their backpacks and followed the hulking being.
The people’s quarters consisted of several living containers, lined up in the Skitra hangar. People could choose their own bunkmates and soon groups had formed to share their quarters.
Porter asked the students to move into one of the containers where he had previously placed his belongings. The young people eyed the cots and bunk beds suspiciously. Apparently they had expected something more luxurious. Not the first disappointment that would befall them, Porter thought.
An elderly sergeant had joined them and occupied the last free bed. He was a short, stocky man with short gray hair and a perfectly trimmed beard that still showed a coppery red color around his chin. His name was Aaron Kruger and he didn’t talk much. After checking his bunk by lying down on it and stowing his luggage in the locker next to it, he began to disassemble and clean his rifle, although it was apparently unnecessary. Kruger also possessed a handsome arsenal of modified stabbing and handguns, which he spread out on the floor in front of his bed.
Dominic felt the moment had come to put the troops under his command.
„I welcome you to the Skitra,“ he began greeting the newcomers in a firm voice, whose attention turned to Dominic. „You have chosen accommodation ten thirty-three. I am Lieutenant Dominic Porter and by your decision you have also agreed to place yourselves under my command. There is nothing to shake or discuss about that. The Akkato do not want complex bureaucracy as far as we are concerned. So your unit is the Ten-Three-Three. In the rear of the quarters you will find showers and toilets. I expect order and cleanliness. As my father used to say, any person who finds himself on a desert island will find ample opportunity to present himself as a civilized and well-groomed individual. Here you have more than enough at your disposal to live up to that ideal.“
He eyed the men and women who stared at him in irritation.
„Does anyone else have any questions?“ wanted Porter to know, but no one seemed in the mood to address him. Neither Dix, nor Lopez, nor any of the other students touched on the thorny issue surrounding the Zora and Captain Perk that they had discussed earlier.
Dominic wished everyone a good night and decided to go to sleep. If only to avoid questions about his time on the Zora, should anyone still wish to satisfy his curiosity. Fortunately, he was not the only one whose need for sleep took its toll. The day had been long for all of them and the transport from the barracks to the assembly point and from the assembly point to the Skitra was certainly more exhausting than expected. Everyone went to sleep early. However, Dominic could not get any rest. Restlessly he turned back and forth and stared into the darkness. His thoughts circled around all the events that had brought him to this place. Back to the time about six years earlier, when he had completed his second year of training in the home fleet and was visiting his family.

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