Full Version – Short Story NOMADS – Ein dunkles Geheimnis (german, english, spanish, french, japanese)

NOMADS – LEGACY
Short Stories

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Ein dunkles Geheimnis

HÖRBUCH NOMADS LEGACY – Der Unendliche Traum (gelesen von Georg Bruckmann)

Zu meinen Büchern!

Veröffentlichung ! NOMADS – Zyklus 1 Sammelband

NOMADS KAPITEL 16

Von
Allan J. Stark

Kapitel 1

Zeitpunkt 11.379 pgZ
(Pangalaktische Zeitrechnung)

Nea zog den Sicherheitsgurt enger. Das Ende der Torpassage kam näher und sie meinte spüren zu können, dass sich das Tempo bereits verringerte. Allerdings konnte das nur Einbildung sein. Innerhalb des Bereiches zwischen den Portalen gab es so etwas wie Geschwindigkeit nicht, wenn man dem Großteil der Physiker glauben schenken wollte. Was auch immer sich in diesem Tunnel zwischen den Welten abspielte, entzog sich den Gesetzmäßigkeiten der vertrauten Realität. Sonden, die man während der Passage auf den Weg brachte, verschwanden oder lieferten keine brauchbaren Daten. Es gab kein bekanntes Messgerät, das erfolgreich Informationen sammeln konnte. Man wusste rein gar nichts über diese seltsame Zwischenwelt.
Knapp einundzwanzig Stunden zuvor war Nea noch im Patory System gewesen. Mit ihrem Schiff, der Nova, eingereiht in eine schier endlose Kolonne verschiedener Raumschiffe, die vor dem Fayroo Portal auf ihren Transport warteten, hatte sie auf das riesenhafte Tor gestarrt. Einem goldenen Ring von riesigen Ausmaßen. Sie hatte gespürt, wie die unsichtbaren Finger des Torlenkers nach ihren Gedanken tasteten. Suchend, forschend, bis sie den Namen des Zielsystems flüsterte und die Nova, in die geöffnete Passage gezogen wurde. Wie sehr sie dieses Gefühl hasste, wenn sich der Korridor zwischen den Welten öffnete. Es fühlte sich an wie ein Tritt ins Leere. Als verfehle man eine Treppenstufe, gefolgt von einem Sturz in die Unendlichkeit – vorbei an Millionen von Sternen.
Die leuchtenden Schlieren, die die Nova während der Passage eingehüllt hatten, verblassten. Im nächsten Moment war das Schiff wieder umgeben vom tiefen Schwarz des Raumes und den sanft schimmernden Sternen, die sich urplötzlich um sie herum materialisierten. Der Austritt aus dem Tunnel war genauso unsanft, wie ihn Nea in Erinnerung hatte. Sie hatte alle Mühe das taumelnde Schiff abzufangen. Diesmal war Nea jedoch besser darauf vorbereitet. Jahre zuvor, als sie das erste Mal an diesem Ort gewesen war, hatte sie die riesenhafte Rimmon des Captain Zebulon Greenwood gesteuert und das mächtige Schiff hatte sich vehement gegen Neas Versuche gewehrt, es wieder auf Kurs zu bringen.
Ogo, der neben ihr saß, machte sich wie üblich an seine Arbeit, ohne ein Wort über ihre Ankunft zu verlieren. Mit maschineller Routine überprüfte er die Umgebung und den Status des Schiffes.
»Ist doch gut gegangen«, sagte Nea, aber der große Roboter kümmerte sich nicht um die junge Frau, sondern widmete sich emotionslos den Bedürfnissen der Nova. »Ich will dich noch einmal warnen«, schnarrte der Roboter und kippte ein paar Schalter. »Was du tun willst, ist dumm.«
»Es ist eher eine Art Neugier«, korrigierte ihn Nea amüsiert. »Und ohne diese menschliche Eigenschaft gäbe es dich nicht. Neugierige Menschen sind meistens gute Menschen, denn sie bringen die Dinge in Bewegung und damit die Menschheit voran. Also lass mich einfach in Ruhe. Ich bin mir bewusst, dass ich ein Risiko eingehe.«
»Was für ein großes Wort«, gab Ogo zurück.
Nea bremste das Schiff bis zum völligen Stillstand ab und wendete den Transporter. Vor dem Cockpitfenster ragte nun das Tor auf, durch das sie gerade gekommen waren. Schwerelos leuchtete es im hellen Sonnenlicht. Ein Ring aus schimmerndem, funkelndem Gold, wie das Fayroo-Gegenstück im Patory System, eingebettet in das tiefe Schwarz des Weltraums. Beinahe makellos sah es aus. Lediglich an einigen wenigen Stellen war die Farbe leicht verblasst. Nea fühlte sich nie gut, wenn sie sich einem der Fays näherte, wie man die Fayroo-Portale für gewöhnlich nannte. Ihr waren diese Relikte aus einem längst vergangenen Zeitalter unheimlich. Und mit ihrer Angst war sie nicht alleine. Unzählige Bewohner Asgaroons, ob nun Menschen, Oponi oder Akkato, fühlten sich unbehaglich in Gegenwart der Tore. Nur wenige suchten die Nähe der Fays und noch weniger genossen das Gefühl, wenn der Torlenker in ihren Gedanken herumtastete. Eine Gänsehaut überzog Neas Unterarme bei dem Gedanken und für einen Moment bereute sie es, hierhergekommen zu sein.
»Bedenken?«, vermutete Ogo richtig. Seine Sensoren konnten Veränderungen in Neas Biofunktionen registrieren, was es ihm ermöglichte, Rückschlüsse über ihr Befinden zu ziehen. Auch das Muster ihrer Gehirnströme war ihm bekannt und erlaubten es ihm Neas Gedanken zu interpretieren. Nea wusste, er würde es sofort erkennen, wenn sie log. Daher sagte sie nichts. Stattdessen drückte sie den Schubhebel ein wenig nach vorne und zog ihn sofort wieder zurück. Eine winzige, kaum sichtbare Flammenzunge loderte in den zwei Triebwerken der Nova auf und schob das Raumschiff vorwärts. Allmählich rückte das glänzende Fayroo näher. Ogo entsicherte die Waffensysteme der Nova und gab einen Alarmstatus an die schlichte Schiffs-KI aus. Sie konnte ihm im Ernstfall unterstützen, sollten die Wachschiffe des Tores ausschwärmen, die für gewöhnlich die ungebetene Annäherung an ein Fay verhinderten. Doch nichts geschah. Alles blieb ruhig und unbewegt vor dem dunklen, sternübersäten Himmel. Das System lag so weit außerhalb von Asgaroon, dass der Spiralnebel hinter dem Fayroo fast zur Gänze das Blickfeld einnahm. Ein atemberaubender Anblick, den man auf nur wenigen Welten hatte, da sich die meisten bewohnten Planeten nicht oberhalb, sondern innerhalb der Hauptscheibe befanden. Aber Nea war zu aufgeregt, um dieses eindrucksvolle Bild zu genießen. Die Oberfläche des Tores zeigte ein unregelmäßiges Muster, das aus zahllosen Metallplatten aus unterschiedlichen Gold- und Kupferfarbtönen gebildet wurde. Ausleger, Antennen und Türme erhoben sich an mehreren Stellen des Fayroo und ragten Hunderte von Metern in den Raum hinein. Die Nova glitt an ihnen vorüber, wie ein winziger Fisch an einer gewaltigen Korallenbank, näherte sich dabei unbeirrt dem ringförmigen Hauptkörper des Weltenspringer-Portals. Es war keines der riesenhaften Tore, wie man sie gewöhnlich in den zivilisierten Systemen vorfand. »Selbst das kleinste Fayroo in Sculpa Trax war mindestens dreimal so groß wie dieses hier«, informierte sie Ogo, der gleichzeitig damit beschäftigt war ihre Exkursion aufzuzeichnen und zu überwachen. Je näher die Nova heranschwebte, umso mehr verdichtete sich der Eindruck fortgeschrittenen Verfalls. Hier und da zeigten sich Risse und Löcher in der Oberfläche, als hätten Meteoriten sie durchschlagen. Und es gab mehr glanzlose Bereiche, wo die intensive Strahlung der Sonne das Metall angegriffen hatte, als zuvor in der Ferne erkennbar gewesen waren.
Ogo schnarrte, aktivierte einige verborgene Waffen des Schiffes und stufte die Stärke der Schilde hoch. Er übermittelte Nea einen kurzen telepathischen Impuls. “Nur zur Vorsicht“, interpretierte Nea die Empfindung, die sie erhielt.
»In Ordnung«, antwortete sie. »Aber halt dich zurück. Ich will keine Probleme mit dem Ding. Es ist schon freundlich genug, dass uns das Fay so nah ranlässt.« Gespannt beobachtete Nea die Umgebung, indem sie abwechselnd zum Fenster hinaus und dann wieder zum taktischen Display blickte, das jede Bewegung registrierte und sie sofort alarmieren würde, sollte sich etwas Ungewöhnliches ereignen. Schließlich war es nicht ungefährlich, die vorgeschriebene Distanz zu einem Tor zu unterschreiten und sich ihm ungebeten zu nähern. Die Wächter schliefen nie und reagierten für gewöhnlich sofort, wenn sich ein Schiff näherte, das nicht die Absicht verfolgte, eine Passage durchzuführen. Dann schleuderte der Torlenker die Störenfriede einfach ins nirgendwo. Allerdings passierte das so selten, dass man es bereits ins Reich der Legenden einordnete.
Auch jetzt geschah nichts. Keine Wächterschiffe flogen heran, kein Torlenker griff mit seinen unsichtbaren Fingern nach der Nova. Inzwischen hatte die Nova einige der langen Ausleger erreicht, die wie lange Stacheln aus dem Ring ragten. Der kleine Transporter schlich behutsam näher, als wäre er eine Fliege, die am Rande eines Spinnennetzes herumkrabbelte. Nahe der geweiteten Öffnung kam das Schiff schließlich zum Stillstand. Nea leuchtete mit dem Bugscheinwerfer ins Innere der Bruchstelle und konnte darin unzählige Etagen und Korridore erkennen. Sie folgte eine Weile dem suchenden, kreisrunden Lichtpunkt, der wie ein greller leuchtender Finger über scharfe, zerfetzte Metallkanten tastete.
Als sie genug gesehen hatte, stand ihr Entschluss fest, sich noch weiter vorzuwagen. Die Neugier war nun weitaus größer als alle ihre Bedenken. Wie immer, wenn sie das Jagdfieber gepackt hatte. Es war der Punkt gekommen, an dem sie keine Zweifel mehr haben durfte. Es gab nur noch das Ziel, das sie mit aller Kraft verfolgen musste. Und sie durfte keine Angst haben. Angesichts dieses antiken Monstrums da draußen, mit all seinen düsteren Geheimnissen, war das keineswegs einfach. Sie hätte sich eher einem Tigermaug stellen können, wie sie das vor einigen Jahren getan hatte und den sie bis zu einem gewissen Grad einschätzen konnte. Aber das Fayroo, das vor dem Bug der Nova schwebte, war etwas völlig anderes. Hier gab es nichts, das man voraussehen konnte. »Bis hierhin ist es gut gegangen«, sagte Nea, öffnete den Gurt und schlüpfte aus dem Sessel.
»Klingt, als wärest du vom Dach gefallen.« Anstatt eines mentalen Bildes, die ihr der Roboter für gewöhnlich übermittelte, um einen Gedanken zu verdeutlichen, benutzte er jetzt seine schnarrende, metallene Stimme, um seiner Sorge Nachdruck zu verleihen.
»Quatsch!«, tat Nea seine Bedenken ab. »Wird schon gut gehen.«
Sie stülpte sich den schweren Helm ihres Raumanzugs über. Die Verschlüsse am Halsring rasteten ein. Sauerstoff strömte hinein. Ein Scheinwerfer oberhalb des Visiers flammte auf, woraufhin die Luftschleuse in blendende Helligkeit getaucht wurde, als ob die Sonne in die Schleuse hinein schien. Schnell regelte Nea das Licht auf ein angenehmes Niveau herunter. Sie war nervös. Nervöser als sie sich eingestehen wollte. Sie hob ihre Hände vor das Visier und bemerkte, dass ihre Fingerspitzen zitterten.
Die beiden Prouquepistolen an ihrer linken und rechten Hüfte betastend, vergewisserte sie sich über deren sicheren Sitz. Die vertrauenserweckende Kompaktheit der Waffen, gab Nea ihre Selbstsicherheit zurück. Schon oft hatten ihr die zuverlässigen Prouques das Leben gerettet. Die altertümlichen Rail-Pistolen verschossen Metallpartikel, die mit hoher Energie auf ihre Ziele trafen. Sie stammten aus einer Bergung, die Nea einige Jahre zuvor im Auftrag der Zefren Company durchgeführt hatte. Eigentlich hätte sie die Waffen abgeben müssen, aber sie hatte es vorgezogen, sie zu behalten. Nea öffnete ein Ventil an der Wand der Schleuse, und die Luft entwich aus der Kammer. Als der Druck auf Null gesunken war, öffnete Nea die Außentüre. Lautlos glitt das schwere Schott zur Seite. Das sanft glühende Gold des Fayroo nahm Neas gesamtes Blickfeld ein, als sähe sie in das Innere einer Schmelzgrube. Ihres Wissens nach war noch nie jemand einem Tor so nahe gekommen, ohne angegriffen zu werden. Noch viel unwahrscheinlicher war es, dass es jemals einem Mensch vor ihr gelungen sein mochte, ins Innere eines der Portale vorzudringen. Und noch war es nicht sicher, ob es ihr gelingen würde. Ihr Herz schlug in einem Anflug von Furcht so heftig, dass sie glaubte, es würde ihren Brustkorb sprengen. Aber die Neugierde, zu erfahren, was sich im Inneren eines Fayroo befand, und welche Geheimnisse es darin zu ergründen gab, besiegte die aufkeimenden Ängste.
Nea griff an ihren Gerätegürtel und aktivierte den Raketenrucksack. Winzige Gaswölkchen kräuselten sich aus den Düsenöffnungen und sie wurde sanft aus der Nova hinausbefördert. Gekonnt steuerte Nea das Loch an, das sich wie ein zahnbewehrter Rachen vor ihr auftat. An der Kante angelangt, hielt sie für einen Moment inne. Dann holte sie tief Luft und schwebte an den messerscharfen Rändern vorbei, hinein ins Innere der gewaltigen Maschine.

Kapitel 2

Sogleich umfing sie Dunkelheit. Mühsam bohrte sich der Strahl ihres Helmscheinwerfers in die beinahe stofflich wirkende Finsternis. Sie verstärkte die Intensität ihrer Lampe und konnte erkennen, dass sie in eine große Halle gelangt war. Der Boden war nicht für die Füße eines Menschen oder irgendeiner anderen Kreatur geschaffen. Niemand hätte darauf gehen können, ohne sofort zu stolpern und sich zu verletzen. Auch die Wände und Decken waren mit einer unüberschaubaren Menge Zahnstangen, Rollen, Ketten und Drahtseilen übersät. Offenbar waren es Transportwege für Maschinen, die sich mit Zahnrädern, Greifern oder Ähnlichem fortbewegten. Nea sah, dass die Gestänge an mehreren Stellen verbogen oder aus der Verankerung gerissen worden waren. Auch die Ketten und Drahtseile waren lose und hingen schwerelos und unbewegt im Raum, wie Seegras in einem stillen Meer. Womöglich hatte ein Meteor das Fay durchschlagen und diese Verwüstungen angerichtet.
Etwa in der Mitte der Halle tat sich ein kreisrundes Loch auf, das in eine lichtlose Tiefe hinabführte. An der Decke öffnete ein entsprechendes Gegenstück seinen Rachen. Nea glitt über den schauerlichen Schlund hinweg und leuchtete in die Tiefe hinab. Nach wenigen Metern versickerte der weiße Lichtkegel in der Schwärze. Sie rollte sich auf den Rücken und der Lichtstrahl beschien die Decke der Halle. Auch hier führte die Öffnung in eine unheimliche Dunkelheit, die kein Ende zu haben schien. Nea versuchte, die Dimensionen der Räumlichkeiten abzuschätzen, und kam zu dem Schluss, dass es sich um Einmündungen zu einem zentralen Korridor handeln musste. Bestimmt durchlief dieser den gesamten Ring. Durch diesen Tunnel würde es möglich sein, jeden Bereich des gigantischen Gebildes zu erreichen. Da es ihr aber nie behagte, irgendwohin hinabzusteigen wie in eine Gruft, entschloss sie sich, den Deckenzugang zu benutzen. Jedenfalls hatte sie sich entschieden, diese Richtung »oben« zu nennen. Sie platzierte einen erbsengroßen Sender an dessen Eingang, um damit einen Markierungspunkt zu setzen, und flog hinein. Nea flog höher und höher. Dabei durchquerte sie einige Male ähnliche Räume wie jenen, in dem sie in den Schacht eingestiegen war. Ihre Welt bestand nun nur noch aus wenigen Metern, die die Lampe vor ihr erhellen konnte: eine Umgebung aus Rohren, Schächten und endloser Schwärze. Die Dunkelheit begann ihr nach und nach auf das Gemüt zu drücken. Sie war schon oft in dunklen, engen Räumen auf Suche gegangen und sie litt auch nicht an Platzangst – trotzdem begann sie sich schlecht zu fühlen. Düstere Bilder kamen in ihren Gedanken auf. Albtraumbilder. Visionen, die sie einst in einem Fiebertraum gehabt hatte. Als Kind war sie einmal in einem dunklen Keller gefangen gewesen und hatte in der Dunkelheit allerlei Untiere, Monster und Geister vermutet, die ihre Finger und Krallen nach Nea ausstreckten. Jetzt ging es ihr ähnlich. Irrationale Ängste stiegen in ihr auf. Ihr Atem ging schwer, der Puls erhöhte sich. Ermüdet klammerte sich Nea an ein Kabel an der Wand und hielt inne. Sie begann ein kurzes Gedicht zu rezitieren, wie sie das von ihrem Ausbilder gelernt hatte, um ihre Angst zu überwinden. Als ich emporsah,

So unerwartet einsam ging ich,
Unter des Mondes hellen Schein.
Die Nebel kamen,
wallten, wogten,
Wie ein düstres Schattenspiel.
Am kühlen Wege hüllten sie mich ein.
Mich zu begleiten, waren sie gekommen.
So leicht und mühelos, tanzten wir,
Im Schnee des Abends.

Es gelang ihr, ihre Gedanken wieder zu ordnen. Simru Amayew wäre mit ihr sehr zufrieden gewesen. Jener strenge, hagere Lehrer, mit seiner ausgeprägten Falkennase und dem durchdringenden Blick, der so oft mit ihr geschimpft und sie eine nichtsnutzige Göre genannt hatte. Dennoch hatte sie es zu etwas gebracht und war nun der beste Scout der Zefren Company, ausgerüstet mit einem eigenen Schiff und einer beachtlichen Anzahl gefangener oder getöteter Fremdorganismen. Sie war so gut, dass ihr Vorgesetzter Sam Blumfeldt, der für sie so etwas wie ein Vater war, des Öfteren gebeten hatte, sie aus der Springertruppe zu nehmen. Zu oft wurden ihre Dienste angefordert, und sie musste angefangene Arbeiten liegenlassen, die Sam ihr zugeteilt hatte. Abgesehen davon, dass er in ihr eine geschickte Mechanikerin gefunden hatte, war sie ein noch besserer Scout, der sich bei der Bergung von Schiffen und der Jagd nach gefährlichen Parasiten als äußerst fähig erwiesen hatte. Sie hätte zu gern gewusst, welche Quoten Simru Amayew vorweisen konnte, und ob sie ihn vielleicht schon überholt hatte. Es half ihr ein wenig, bei diesen Gedanken zu verweilen und ihre Emotionen wieder in den Griff zu bekommen. Nach einigen Minuten fühlte sich Nea besser, löste sich von dem Kabel, an dem sie sich festgehalten hatte und schwebte weiter.
Die Zeit verging, ohne dass sich die Umgebung bedeutend veränderte. Überall nur Schächte und höhlengleiche Korridore. Ihren Ausflug in das Innere eines Sprungtores hatte sie sich eigentlich aufregender vorgestellt. Bisher empfand sie es nur ermüdend, bedrückend und langweilig. »Was für ein unfruchtbares Unternehmen das wohl werden wird?«, flüsterte Nea. Sie hatte sich mehr erwartet. Sie konnte zwar nicht genau sagen, was, aber leere Schächte, Gänge und Korridore waren nicht das, was sie im Sinn gehabt hatte.
Unvermittelt kreuzte ein greller Lichtstrahl ihren Weg. Er fiel waagrecht in die Schwärze hinein, wie eine Lanze aus Licht und bildete einen glimmenden Fleck, auf dem goldenen Metall der Schachtwand. Nea stellte fest, dass es Sonnenlicht war, das durch eine schmale Öffnung in die Röhre einfiel. Es war ein kleiner Verbindungsschacht, der in einen hell erleuchteten Raum zu führen schien. Neugierig spähte Nea hinein und sah einen großen Saal, der die sakrale Feierlichkeit eines Tempels oder einer Kirche ausstrahlte. Durch die hohen, schmalen Fenster floss geradezu glänzendes Licht herein. Wände, Boden und Decke glommen in einem weichen Widerschein. Nea meinte, unterhalb der Öffnung eine Reihe von Sitzen sehen zu können. Nach links und rechts liefen sie an der Wand entlang. Sie glaubte auch zu erkennen, dass in zumindest einem davon jemand saß. Neugierig schob sie sich weiter in das Loch hinein, um ihr Blickfeld zu erweitern, doch irgendein Kraftfeld drängte sie zurück. Unermüdlich kämpfte sie sich weiter, wie ein Fisch, der versuchte, sich durch die engen Maschen eines Netzes zu winden. Sie gewann tatsächlich ein paar Zentimeter und konnte dadurch einen größeren Bereich des Raumes einsehen. Nun meinte sie, Stiefelspitzen und einen weiten samtenen Ärmel zu erkennen, der eine Hand bedeckte, die auf einer breiten Armlehne ruhte. Bald jedoch verließen sie die Kräfte und das Kraftfeld begann sie in den Schatten zurückzuschieben.
Schillernd lösten sich zahllose Eiskristalle von einem dicken Kabel, das sie gestreift hatte. Blinkend tanzten sie wie winzige Insektenflügel vor Neas Augen. Fasziniert sah sie dem Reigen zu, bis sie eine erstaunliche Beobachtung machte. Die Eiskristalle verwandelten sich in kleine schwebende Wassertropfen, wenn sie mit dem Sonnenstrahl in Berührung kamen, und gefroren wieder, sobald sie in den Schatten eintauchten.
Nea hob ihren rechten Arm vor das Visier, schaltete einen auf dem Unterarm angebrachten flachen Monitor an und prüfte die Umgebungsdaten. Die Anzeige verriet zu ihrer Verblüffung, dass sie sich in einer Sauerstoffatmosphäre bewegte. Die Temperatur lag zwar einige Grad unter Null und die Luft war sehr trocken, doch man konnte sie atmen. Alles in allem schien es, wie im Inneren einer intakten, aber mäßig beheizten Raumstation zu sein. Wie ist das bei all den Beschädigungen überhaupt möglich, ging es ihr durch den Sinn. Nea zögerte eine Weile, schloss dann die Augen und öffnete das Visier. Kälte legte sich auf ihr Gesicht und kroch wie langsam fließendes Wasser in das Innere ihres Raumanzugs. Bedächtig sog die junge Frau die Luft durch die Lippen und öffnete die Augen. Sie blinzelte in die Dunkelheit hinein und machte dann einen tiefen Atemzug.
Die Kälte und der frische Geruch erinnerten Nea an einen klaren eisigen Wintermorgen. Die Sonne, die ihr durch die Luke auf die Wange schien, wärmte sie. Nea schaltete das Sauerstoffgerät ab und beobachtete, wie sich weiße Dunstwölkchen vor ihrem Mund bildeten. Daraufhin wendete sie sich wieder dem kleinen Loch zu und sah abermals in den Raum dahinter. Sie wollte in den Saal hineinrufen, aber irgendetwas hielt sie davon ab. Zwar hatte sie den Ruf schon in der Kehle, aber er blieb dort stecken. Dergleichen war ihr schon oft passiert, es lag für gewöhnlich an der Furcht vor der eigenen Stimme, welche die Stille störte. Doch diesmal war es etwas anderes, das sie zögern ließ. Ein Gefühl von Gefahr. Es war besser, nicht entdeckt zu werden. Warum sollten die Bewohner eines Fay andere Motive haben, als die Wächterschiffe, die alles vernichteten, was sich dem Portal näherte? Vorsichtig stieß sie sich von der Wand ab und glitt erneut nach oben in die Düsternis – und wieder zog sich ein dunkler Schatten über ihr Gemüt. Es war, als senke sich der Staub all der Jahrtausende, die dieses Tor existierte, mit einem Mal auf sie herab, um sie zu erdrücken. Eine tonnenschwere Last aus Emotionen und Erinnerungen. Das Fayroo erschien ihr wie ein sterbender, allmählich verfallender Körper, dem nach und nach, langsam und lautlos das Leben entwich. Es schwand dahin. Träge, ohne zu widerstehen, ergab sich fügsam und geduldig dem unnachgiebigen Tod. Wie ein riesiger sterbender Baum, dessen Erinnerungen wie Laub zu Boden fiel und alles Leben darunter erstickte.Kapitel 3

Nea glaubte, sie wäre seit Stunden unterwegs gewesen. Aber als sie stehenblieb, um ihre Position zu überprüfen, war sie nur wenige Meter weit gekommen. Sie konnte sich erinnern, einige Male abgebogen zu sein. Grundlos hatte sie den Hauptkorridor verlassen und war in den schmalen Schächten herumgeirrt. Jedes Zeitgefühl war ihr dabei abhandengekommen. Während Nea lautlos dahinflog, begannen ihre Sinne wieder schärfer zu werden, als wären die Finger der Faust, die sie gefangen genommen hatte, müde geworden, um ihr die Gelegenheit zum Entkommen zu bieten. Sie nutzte diesen Moment und jagte den Hauptkorridor entlang. Auf einmal vernahm sie ein Geräusch – laut und durchdringend, wie das Kratzen von Metall auf Metall. Sie hielt erneut inne und lauschte. Stille. Aber das mochte nichts bedeuten. Als sie den Tigermaug gejagt hatte, der sich in den Resten eines antiken Wracks eingenistet hatte, war sie knapp mit dem Leben davongekommen, weil sie es fertigbrachte, einen Moment länger auszuharren, als es die Geduld des Raubtieres ausgehalten hatte, und es sich bewegte..
Die Anspannung wuchs. Nea begann zu schwitzen und das Geräusch ihres Atems kam ihr unangenehm laut vor, wie das Fauchen einer Katze. Es würde sie verraten, früher oder später. Bestimmt wurde sie schon von wachsamen Augen beobachtet.
Auch der Tigermaug hatte sie schon fast sicher gehabt, hatte sie beobachtet und ihren Sinn mit den Bildern einer veränderten Realität überflutete. Bilder eines Dschungels, in dem er sein Abbild ausradiert und die verfälschte Sicht an ihren Sinn übermittelt. Beinahe wäre Nea ihm direkt in die Fänge gelaufen, hätte sie die Spiegelung des kauernden, katzenartigen Wesens nicht in einem Teich entdeckt, dass sich im gleichen Augenblick sprungbereit machte. Offenbar war dem Tier das Prinzip der Lichtbrechung nicht bekannt und darum hatte er sein Spiegelbild nicht aus dem Gedankenbild gelöscht, das er in Neas Gehirn projizierte.
Nea schüttelte den Kopf. Sie durfte nicht zu viel an Vergangenes denken. Sie war nun einmal hier, im Inneren eines Fayroo und wurde beobachtet. Nea spähte in die Dunkelheit, aber nichts rührte sich. Noch immer war alles still und unbewegt. Sie wartete etwa eine Minute ab, dann noch eine, um sicher zu sein. Dann endlich flog sie weiter.
Bald verbreiterte sich der Schacht. Die Wände flohen vor ihr nach allen Seiten in das Dunkel hinein. Neas Scheinwerfer beleuchtete die Weite nur spärlich. Der Tunnel hatte sich blasenförmig erweitert, und eine schier unermessliche Anzahl ovaler Nebenschächte mündete hinein. Diese Kammer wirkte bedrohlich, geradezu feindselig. Wie das Innere des Baus einer Kolonie von Gazzaispinnen, sah sie aus. Ein Schauder durchfuhr Neas Körper bei diesem Anblick. Dieser Ort strahlte eine deutliche Bedrohung aus. Hier sollte sie nicht länger als nötig bleiben, überlegte Nea und flog der Decke entgegen, wo sich der Hauptkorridor fortsetzte. Doch dann stoppte sie abrupt und horchte in die Leere hinein. Wieder dieses metallische Kreischen, das unzählige Male von den Wänden hin- und hergeworfen wurde. Danach folgte eine Art Stampfen und Poltern, wie dumpfe, regelmäßige Trommelschläge.
Das Geräusch näherte sich rasch und schien aus einem der schauerlichen Löcher zu dringen. Nea verspürte den heftigen Drang, sich schleunigst aus dem Staub zu machen und zündete in aller Eile die Raketen. Schneller als beabsichtigt schoss sie in den Hauptschacht hinein. Sie prallte schmerzhaft gegen die Wand – einmal, zweimal. Dann geriet sie heftig ins Trudeln. Mit Mühe brachte sie ihren Flug wieder unter Kontrolle, schlug jedoch abermals hart gegen eine wuchtige Ausbuchtung, die wie ein Buckel aus der Wand ragte und die Röhre verengte.
Seltsamerweise flammten Lichter auf, deren Quelle Nea jedoch nicht bestimmen konnte. Der Gang wurde in ein schummriges, trübes Gelb getaucht – in einen Schimmer, der direkt aus der Luft zu kommen schien.
Benommen kam Nea zum Stehen. Sie nahm diese Veränderung gerade noch wahr, bevor sie wegdämmerte, und das näherkommende Rumpeln verhallte in ihren Ohren. Das Bewusstsein entschlüpfte ihr. Sie glitt hinüber in einen absonderlichen Traum.

In ihren Gedanken formten sich Bilder von Trommeln.
Große, klobige Hände schlugen darauf, bis die Bespannung zerriss. Als der Donner verebbte, breitete sich Stille aus. Eine bedrohliche Ruhe, wie vor einem Unwetter. Neas Blick heftete sich an das zerrissene Leder. Spinnen quollen aus dem Riss hervor. Entsetzt wandte sich Nea ab und lief über eine glänzende schwarze Steinplatte. Winzige Sternchen glitzerten darin, als wären es kleine Diamanten. Dann sah sie einen großen goldglänzenden Ring vom Himmel herabfallen und mit einem hellen, metallischen »Pling« vom dunklen Boden abprallen. Kurz darauf stürzte noch einer herab, dann ein Weiterer. Bald darauf ein ganzer Schauer. Und schließlich brach ein wahrer Hagel über Nea herein. Das helle Klimpern wurde unerträglich. Nea presste die Hände auf ihre Ohren, doch es war wirkungslos. Wie mit Nadeln stach das metallene Prasseln in ihre Trommelfelle. Sie schrie auf.
Sofort war Nea hellwach. Sie wagte nicht, sich zu bewegen. Ohne den Kopf zu drehen, untersuchte sie lediglich mit ihren Augen den Raum um sich herum ab. Ihr Atem ging flach. Ihre Finger zitierten nicht. Nur ihr Puls hatte sich beschleunigt, aber seltsamerweise war sie weit davon entfernt, die Nerven zu verlieren. Dieses Gefühl, von Ruhe und Gelassenheit, in der alle Furcht von ihr abfiel, war Nea nicht neu. Ihr Körper hatte sich auf die Jagd eingestellt. Das Licht war noch immer an – auch sonst glaubte sie alles unverändert. Alles war noch so wie vor ihrer Ohnmacht. Dennoch beschlich sie das seltsame Gefühl, nicht mehr alleine zu sein. Dann bemerkte sie ein sternförmiges Gebilde links von ihr, das den Gang versperrte. Zuerst dachte sie, es sei der Propeller eines Lüftungssystems, aber als sie den Kopf drehte, erkannte sie die Silhouette eines achtbeinigen Maschinenwesens, das sich, die dünnen Gliedmaßen ausgestreckt, in den Tunnel gespreizt hatte. Je länger sie das Ding betrachtete, umso mehr Details konnte sie erkennen. Ein dicker, runder, silberner Leib bildete das Zentrum dieser Gestalt. Der zuckte einmal heftig in dem Moment, in dem Nea den Kopf bewegt hatte, und pendelte auf und ab. Begleitet von einem surrenden Geräusch, als würde ein Computer hochfahren. Ein paar Facettenaugen glitzerten im Dunkel, wie eine Traube schwarzer Perlen. Zangen klappten mit einem Schnappen hervor, fassten ins Leere und zogen sich wieder zurück.
Nea wurde den Eindruck nicht los, dass ihr dieses Ding den Rücken zuwandte, obwohl es schwer war, herauszufinden, was vorne oder hinten war. Doch sie war sich ziemlich sicher, dass es über sie hinweggelaufen sein musste, als sie das Bewusstsein verloren und den kurzen seltsamen Traum gehabt hatte. Nun verharrte es dort, wo es augenscheinlich Neas Fährte verloren hatte. Es horchte und lauerte.
Nea schob ihre rechte Hand langsam zu einer ihrer Pistolen und schloss die Finger um den Griff. Doch diese winzige Bewegung genügte, um sie zu verraten. Die metallene Spinne fuhr blitzschnell herum, streckte die scharfen Klauen aus und stakste klirrend und rasselnd auf ihre Beute zu.
Nea richtete sich auf, wurde von der Maschine wie ein Ball weggetreten und wirbelte davon. Wieder und wieder schlug sie gegen die Wände und fing sich schmerzhafte Prellungen ein. Die Spinne folgte ihr. Hangelte sich an Vorsprüngen und Rohren durch den Korridor. Die Scherenhände schnitten in die Luft, als sie erneut an Nea vorbeirannte. Nea krallte sich an einer Verstrebung fest und beobachtete, wie das Ungetüm quietschend zum Stehen kam. Hakenförmige Klauen gruben sich in das Metall der Wände, dann hing das Geschöpf wieder reglos in der Röhre, mit weit von sich gespreizten Beinen. Es schien, als müsse es sich erneut orientieren. Der Leib wippte nochmals auf und ab, zuckte und zitterte, und die scharfen Greifer streckten sich ziellos ins Leere. Nea gewann mehr und mehr den Eindruck, dass die obskure Maschine beschädigt war. Darauf musste ihre Ungeschicklichkeit zurückzuführen sein. Wäre sie unbeschädigt, hatte Nea es bestimmt ungleich schwerer gehabt. Womöglich wäre sie der Spinne schon zum Opfer gefallen. Nea zog die zweite Pistole. Sie fühlte sich besser, wenn sie zwei Pistolen in den Händen hielt und sie benötigte im Augenblick mehr Feuerkraft, als üblich. Auch, wenn es ihr dadurch nicht möglich war, die Taps auf ihren Handflächen zu benutzen, mit denen sie die Steuerdüsen kontrollieren konnte.
Das Monstrum musste die Bewegung bemerkt haben. Es fuhr herum und griff erneut an. Diesmal war die Attacke präziser. Eine Klaue zuckte knapp an Neas Hals vorbei, während es den Halt verlor und über sie hinwegstolperte. Nea trudelte durch ein Gewirr von Beinen und Klingen. Die Spinne schlitterte mit einem ohrenbetäubenden, metallischen Kreischen durch den Schacht, während Nea in ihren Gliedern gefangen war, wie in einem eisernen Käfig. Unvermittelt rutschte sie durch eine Lücke und purzelte über den Boden des Schachtes. Sie brachte es fertig, auf die Beine zu kommen und glitt einige Meter wie eine Eisläuferin über das Metall auf einem gefrorenen Teich. Das Knäuel aus metallenen Gliedern rollte weiter durch den Schacht.
Nea nutzte die Gelegenheit, zielte mit beiden Pistolen und drückte mehrmals ab. Die Partikelgeschosse tauchten den Raum in gleißende Helligkeit. Der Rückstoß hob Nea von den Füßen und schleuderte sie fort. Dann folgte das Krachen von Explosionen, die ihr laut in den Ohren dröhnten. Grelle Blitze zeichneten bizarre Schatten an die Wände. Sie schlingerte benommen durch den Raum und prallte krachend gegen einen Träger. Wenn mich dieses Ding nicht umbringt, tadelte Nea sich, dann werde ich das wohl noch selber machen!
Hastig versuchte sie, den Blick wieder auf den Angreifer zu bekommen und zappelte wie eine wild gewordene Marionette durch die Luft, bis sie eine Vertiefung in der Wand ergreifen konnte. Mit den Beinen stemmte sich Nea in einen Spalt zwischen zwei Wandsegmenten und erlangte so einen einigermaßen sicheren und festen Stand. In dieser Position erwartete sie einen weiteren Angriff.
Eine graue Rauchwolke bauschte sich mittlerweile in der Schwerelosigkeit. Flammen züngelten kräuselnd zu den Seiten weg. Sie krochen lodernd die Wände entlang, schlängelten sich über Leitungen und Rohre wie glimmende Nebelschwaden und erloschen.
Als sich der Rauch verzog, hing ein eigenartig verrenktes Metallknäuel in der Luft. Ein absonderliches Gewirr aus verbogenen Gliedmaßen. Zum Teil waren sie geschmolzen, zum Teil wie zäher Honig auseinandergeflossen und in dieser Form erstarrt. Der runde Leib der Spinne zeigte ein rauchendes Loch, aus dem hin und wieder helle Funken aufstoben. Nea löste sich von der Wand und flog über die scharfkantigen Trümmer hinweg, die Pistolen in den Fäusten, weiter auf ihren Gegner zielend. Die Scherenhände der Spinne schnellten vor, schnitten in die Luft und zogen sich zurück. Nea schwebte über den furchterregenden Körper hinweg, der langsam, gewichtslos wie eine Feder, in einem sanften Luftstrom zu kreisen begann. Sie beschleunigte und ließ die Kreatur hinter sich. Sie schwebte weiter den Schacht entlang und wenig später erlosch das geisterhaft quellenlose Licht.
Wieder flog Nea lange Zeit durch das Dunkel und durchquerte Hallen und Säle. Kein Sonnenstrahl erhellte das beklemmende Schwarz. Die Dunkelheit wurde immer dichter und im gleichen Maße begann sich auch Neas Stimmung wieder zu verdüstern. Das Atmen fiel ihr schwer, als hätte man sie in einen zu engen Körperpanzer gesteckt. Seltsam trübsinnige Gedanken beunruhigten sie. Immer öfter verharrte sie und starrte melancholisch in die Leere. Es war, als wollten die Wände sie erdrücken, sie einschließen, wie in eine stählerne Gruft. Mehr und mehr sank ihr der Mut. Sie wurde müde und schläfrig. Die schweren Augenlider zu heben, kostete sie viel Kraft und Mühe.
Ein Lied, kam es Nea in den Sinn. Du musst ein Lied singen. Das hatte ihr Sam einmal erklärt, als er sie zum Scout ausbilden ließ. Ein Lied kann Wunder wirken, wenn du müde wirst, hatte er gesagt. Es kann Ängste vertreiben und richtet den Sinn auf etwas anderes aus als auf die Furcht. Auch wenn es nur Blödsinn ist – Dornröschen schlaf nicht ein, erinnerte sich Nea an ein altes Kinderlied, das ihr einst ihr Großvater beigebracht hatte. Könnte es nicht auch etwas anderes sein?, fragte sie sich. Irgendetwas Aktuelleres? Seltsam, dass ich mich nur daran erinnern kann. Aber irgendwie passt es ja, dachte sie. Damit begann sie, die einfache Melodie zu summen und den Text leise zu singen. Du sollst mein Glücksstern sein,

Wann wirst du endlich Meines sein?
Du sollst mich immer und für alle Zeiten,
Leiten und begleiten!
Du bist mein Talisman,
Mein Himmelslicht,
Ich bin in deinem Bann gefangen,
Du fesselst mich.
Seitdem ich dich gefunden,
Seitdem du mich gebunden,
Werden Stunden zu Sekunden,
Fliegt die Zeit dahin.
Du sollst mein Glücksstern sein!

Eigenartigerweise funktionierte es – ihre Nerven beruhigten sich. Zwar blieb die Angst, aber von Panik war sie weit entfernt. Ein wenig Begleitmusik wäre nicht übel, überlegte sie, und zündete mit Getöse den Raketenrucksack. Ohrenbetäubendes Jaulen erfüllte die Luft, als sie den Schacht hinaufraste. Der Scheinwerfer an ihrem Helm brachte zwar nicht mehr die Kraft auf, die Nacht zu durchdringen, aber irgendwie beunruhigte es Nea nicht, beinahe blind ins Ungewisse zu jagen. Das Adrenalin schoss in ihre Adern. Die Müdigkeit verflog. Wie ein dahineilender Fisch in einem nächtlichen eisigen Bach schoss Nea davon. Der frostige Flugwind verabreichte ihr kräftige Schläge auf die Wangen, bis sie plötzlich wieder zur Vernunft kam. Was ist nur mit mir los, wunderte sie sich. Zuerst bin ich bis zum Tode betrübt, dann genügt ein kleines Liedchen, um mich in die beste Gemütsverfassung zu bringen. Nea kam sich vor, wie eine Sprungfeder, die man zusammengepresst und dann unvermittelt wieder losgelassen hatte. Eine Weile flog sie mit weniger Schub weiter und gelangte in einen großen, hellen Raum. Die Halle wirkte erhaben und würdig, wie der Thronsaal einer Burg des Großen Zeitalters. Die Sonne strahlte durch eine Arkade hoher Fenster in den großen Raum herein. Schmale Fenster, die ein breitschultriger Mann ohne Mühe durchschreiten konnte. Sie reichten mindestens zwölf Meter bis zur hohen Decke hinauf. Die Sonne war wunderschön in dieser Einfassung. Und das umso mehr, da sie meinte, sie schon seit Tagen nicht mehr gesehen zu haben. Das Licht leuchtete betörend und legte sich warm auf ihr Gesicht. Sie tauchte darin ein wie in ein goldenes Bad. Als würde sie geschoben, ging Nea auf das Licht zu. Ihr war, als sähe sie einen hellblauen Himmel, gesprenkelt mit weißen, flockigen Wolken.
Die Sonne stand über einem türkisfarbenen Meer. Ein angenehmer Wind strich über ihr Gesicht und barg in sich den Duft von Salz und Seegras. Schaumbekränzte Wellen spülten an den Strand, benetzten ihre nackten Füße. Sie fühlte den Sand nachgeben, wenn die Welle ihre Füße umspielte – es kitzelte unter ihren Fußsohlen. Es war wie damals. Der Anblick versetzte Nea zurück in ihre Kindheit. Zurück an einen wunderbaren Sonntag am Strand. Damals hatte ihr Vater noch gelebt und sie war nicht älter als fünf Jahre gewesen. Einer der wenigen entspannten Tage, an denen ihr Vater bereit gewesen war, all seine erfolglosen Geschäfte ruhen zu lassen und seine Sorgen zu vergessen. Nea erinnerte sich genau. Alles schien ihr vertraut.
War da nicht eine Stimme, die sie rief, ins Wasser zu kommen?, fragte sie sich. »Schwimme in diesem wundervollen Ozean.« Die Stimme war weich und freundlich. »Schwebe zwischen seinen warmen Wellen.« Nea zögerte. Doch, wie um sie zu ermutigen, rollte ein schäumender Brecher heran. Überschlug sich, fiel rauschend in sich zusammen und erfasste brausend ihre Füße. Sprudelnd und zischend stieg das Wasser bis zu ihren Knien hinauf. Als es zurückfloss, zog es fordernd an ihren Beinen. Der Sog war so kraftvoll, dass sie unwillkürlich einen Schritt nach vorne tat.
Erschrocken griff Nea nach dem Fensterrahmen. Sie empfand einen sanften, aber bestimmten Druck zwischen den Schulterblättern, der augenblicklich nachließ, als sie dessen gewahr wurde. Der Traum verblasste. Sie war zurück in der großen lichtdurchfluteten Halle. Das Rauschen war verklungen und die Stille drückte auf ihre Ohren.
»Was bei allen Himmeln war das?«, keuchte Nea. »Verdammt noch mal!«
Sie betrachtete die Fenster etwas genauer. Es gab kein Glas darin. Nichts Greif- oder Sichtbares schien sie von der Tiefe des Weltraumes zu trennen. Neugierig streckte Nea die Hand ins All hinaus. Schlagartig überzog sich der Handschuh mit einer feinen Schicht weißen Raureifs und ihre Finger wurden kalt. Sie formte eine Faust und kleine Eispartikel lösten sich wie tanzende Schneeflocken. Als sie die Hand wieder zurückzog, schmolz das Weiß, der Handschuh glänzte. Tropfen bildeten sich und fielen herab. Ein Kraftfeld, erkannte Nea. Es hält die Atmosphäre im Inneren des Fayroo und das Sonnenlicht sorgt für Wärme. Nea stutzte. Hier herrschte Schwerkraft. Das war ihr zuvor gar nicht aufgefallen.
Sie wandte sich um und ging im Raum umher. Nachdenklich ließ sie die letzten Minuten vor ihrem inneren Auge noch einmal vorüberziehen. Oder waren es Stunden gewesen? Irgendwie schien es Nea, als sei das ganze Fayroo von Erinnerungen und Gefühlen durchdrungen. Von fremden Erinnerungen, fremden Gedanken und Gefühlen, die zugleich ihre eigenen Empfindungen verstärkten. Der Traum, der sie beinahe dazu gebracht hätte mit geöffnetem Visier durch das Fenster in die Leere hinauszutreten, war weit über die Intensität eines normalen Traumes hinausgegangen. Wäre Nea nicht aufgewacht, so würde sie inzwischen als Leiche im Weltraum treiben.
Wo es eine Absicht gab, da gab es auch Intelligenz, und, wo immer die auch ihren Sitz hatte, Nea schien ihr immer näher zu kommen. Und schon wieder braute sich eine graue trübe Schwermut um sie herum zusammen. Es geschah so schnell und unvermittelt, als stoße eine Schlange aus ihrem Versteck hervor.
So nicht, dachte Nea, klappte entschlossen das Visier herunter und ging festen Schrittes in die Mitte der Halle zurück. Je energischer sie sich zeigte, umso dichter wurde der Eindruck des Widerwillens, der sie fühlbar wie eine zähe Masse umschloss. Wenn es tatsächlich einen Kiray, einen Lenker in einem Fayroo gab, und nicht nur eine Art Maschine, die die Gedanken der Menschen interpretierte, wie Ogo das tat, spornte es Nea umso mehr an, diesem Wesen gegenüberzutreten. Aus der Erkenntnis heraus, dass es hierbei um einen Zweikampf ging, schöpfte Nea enorme Stärke. Je mehr man sie zu hindern versuchte, desto größer wurde ihr Entschluss, den Kampf zu wagen und zu gewinnen. Tatsächlich fühlte sie die Kraft und den Willen, der sich ihr entgegensetzte immer deutlicher, je mehr sie Widerstand leistete. So wie man in einem Zweikampf die Kraft des Gegners fühlte, je mehr man sich ihm widersetzte. Sie musste einer entscheidenden Entdeckung inzwischen sehr nahegekommen sein. Sie würde sich nicht abbringen lassen, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Aus ihrer Erfahrung heraus wusste sie, dass die Probleme immer dann am größten wurden, je näher sie dem Ziel kam. »Je härter der Kampf, desto größer die Beute«, meinte Nea aus Trotz. Sie zündete die Raketeneinheit auf ihrem Rücken und flog in den Hauptschacht ein, der als dunkles Loch über ihrem Kopf gähnte. Der letzte blasse Schimmer, der von der sonnendurchfluteten Halle in die lichtlose Röhre hineindämmerte, verschwand schnell. Ihr Scheinwerfer brannte tapfer ein bleiches Loch in die Dunkelheit. Wie eingehüllt in einer Blase trieb sie in einem schwarzen Fluss dahin.

Kapitel 4

Der Schacht verjüngte sich und endete in vielen Abzweigungen. Zuletzt führte nur ein etwa vier Meter durchmessender Tunnel weiter. Nea schaltete das Düsenpaket aus und schwebte ohne Schub weiter, bis sie von einem starken Gravitationsfeld gepackt wurde. Als hätten sie die Finger einer riesigen Faust ergriffen, wurde Nea aus ihrem Flug gerissen und unsanft zu Boden geschleudert. Sie rutschte mehrere Meter über die metallenen Platten der Röhre. Am Ende des Tunnels purzelte sie aus der Öffnung, rollte ein paar Stufen hinunter und schlitterte in einen weiten, dunklen Raum hinein.
Betäubt blieb sie liegen. Ihr ganzer Körper schmerzte. Ihr Atem ging schwer und ihr Puls schlug schnell und kräftig in ihrem Hals. Nea wartete eine Weile, schmunzelnd über sich selbst, ehe sie sich aufsetzte.
Auch in diesen Raum fiel ein breiter Strahl hellen Sonnenlichts. Er kam durch eine einzige große, runde Öffnung, in deren Zentrum die Sonne zu sehen war. So grell und breit der Lichtstrahl auch war, vermochte er dennoch nicht, den Raum ganz zu erhellen. Die Wände waren beinahe Schwarz und unregelmäßig geformt, als bestünden sie aus Leitungen und Kabeln. Ein feuchter, organischer Glanz lag auf allem.
Nea stand unbeholfen auf. Schmerzen durchzogen ihren Körper. Sie fluchte auf ihre Unachtsamkeit. Sie neigt zum Leichtsinn, wenn ihr etwas gelingt, hörte sie ihren Ausbilder sagen. Sie kannte diese Worte auswendig und oft musste sie die unangenehme Wahrheit dahinter anerkennen.
Bald richtete sich ihr Augenmerk auf einen Sockel, der sich in der Mitte des Raums erhob. Darauf thronte eine hohe, weiblich anmutende Figur. Sie saß da, die Augen geschlossen, wie in sich gekehrt, ins Innere blickend, meditierend. Sie schien ganz aus dunklem Gestein geformt zu sein. Nea erinnerte der Glanz an polierten Basalt. Ein dunkler Schatten in der Finsternis, wie ein Loch in der Welt. Von der Figur gingen unzählbar viele Schläuchen aus, die wie die natürlichen Fortsetzungen ihres Körpers wirkten. Als wäre sie ein gewaltiger Krake, über seinen zahllosen Armen emporragten, oder wie eine eigenwillig gestaltete, medusenhafte Sphinx. Welchen Vergleich Nea auch immer ziehen wollte, den Eindruck welchen sie auf Nea machte, war immer gleich. Drohend, schauerlich und doch wunderschön. Erhaben wie eine Göttin, die sich entschlossen hatte, in ihrem Tempel unter den Sterblichen zu weilen. Stofflich, doch unergründlich und ungreifbar.
Nea schlich näher, stieg vorsichtig über die dicken, glänzenden Tentakel hinweg, die wie Riesenschlangen den Boden bedeckten. Sie näherte sich, bis sie weitere filigrane Einzelheiten an der Figur erkennen konnte. Die hochaufragende Statue hatte unter einer fingerdicken, glasharten und transparenten Schicht einen dunklen Kern. Nea stieg auf einen Oberschenkel, stellte sich auf die Zehenspitzen und war nun auf Gesichtshöhe mit der Medusa. Es war ein weibliches Gesicht, das da unter der kristallenen Schicht zu erkennen war. Aufgespaltet in alle Spektralfarben, drang das Sonnenlicht durch die durchsichtige Oberfläche und zeichnete bunte Reflexionen auf der Haut der Figur darunter. Unter der Glasur schimmerte es goldbraun.
Neas Gesicht kam immer näher. Sie wollte weitere Details erkennen und klappte schließlich das Helmvisier hoch. Beinahe berührte ihre Nase das wunderbar fremdartige Antlitz. Es war, als sähe sie durch eine Schicht aus klarem Eis. Auf der Haut darunter brach sich das Licht millionenfach, als sei es in winzige bunte Splitter zerschlagen. An den hohen ausgeprägten Wangenknochen war die Farbe jedoch etwas blasser. Die Augenlider dunkel, Wimpern und Augenbrauen tiefschwarz. Plötzlich schlug die Gestalt die Augen auf. Nea war vor Entsetzen wie gelähmt. Ihr Mund öffnete sich, doch es kam kein Schreckenslaut über ihre Lippen.
Zuerst war der Blick der Medusa geradeaus gerichtet, an Nea vorbei, direkt in die Sonne, die durch das runde Fenster in die Kammer schien, aber langsam wandten sich die dunklen Pupillen ihr zu. Der Blick war durchdringend und tief, wie das Weltall selbst. Kalt und zugleich brennend, wie das Feuer von tausend Sonnen. Ein Wort bohrte sich in Neas Kopf wie ein Nagel, der mit einem Schlag in ihre Stirn getrieben wurde. »DU?«
Nea machte einen unbedachten Schritt nach vorne, trat ins Leere und stürzte zu Boden. Schnell rappelte sie sich wieder auf und entfernte sich, rückwärts stolpernd und vor Furcht zitternd. Die angsteinflößenden Augen verfolgten jede ihrer Bewegungen. Ihre Blicke trafen sich wie zwei Klingen, die im Kampf gekreuzt wurden – und Nea, die ihre Augen nicht abzuwenden vermochte, ließ sich ungewollt auf eine wiederholte Kraftprobe ein. Ihr Geist rang danach, standzuhalten, doch sie war zu schwach, als dass es ihr hätte gelingen können. Das Wesen jedoch war stark und mächtig, ihr Blick gebieterisch, durchdringend und gehärtet in der stillen Glut unzähliger Zeitalter.
Endlich schlug Nea die Hände vor das Gesicht und sank auf die Knie. Sie wollte schreien, doch ihre Kehle war wie zugeschnürt. Nur ein leises Schluchzen kam hervor. Sie krümmte sich und begann leise zu wimmern. Tränen strömten über ihre Wangen. Sie wusste nicht, was ihr die heißen Tränen in die Augen trieb. Angst war es seltsamerweise nicht. Es kam eher einem Glücksgefühl nahe. Würde sie den Verstand verlieren? Oder war er ihr schon abhandengekommen? Fühlte es sich so an, wenn man verrückt wurde? Lange saß sie so da – nachdenklich und ohne Furcht – und presste die Hände auf die Augen. Doch ob sie es wollte oder nicht, langsam hob sie den Kopf, spreizte sie die Finger und spähte dazwischen hindurch, wie ein Kind, das sich zwar zu verstecken versuchte, aber dennoch der Neugier nicht widerstehen konnte. Unwillkürlich drängte es Nea, den Blick auf die erschreckende Skulptur zu fokussieren, so wie eine Kompassnadel gezwungen wurde, sich auszurichten. Nea stutzte, denn die schrecklichen Augen, kraftvoll und durchdringend wie zwei Sonnen, waren wieder geschlossen, der Welt abgekehrt und erneut eingetaucht in einen ewigwährenden Traum. »Hab doch keine Angst Kleines«, hörte Nea eine Stimme in ihrem Kopf sagen. »Bisher schienst du mir sehr mutig zu sein.« Die Worte klangen laut und klar, wie eine Glocke. Sie vermochte nicht sagen, ob sie darin eine Spur Zynismus oder Spott erkennen konnte. Ohne Zweifel war es die Sphinx mit dem Medusenhaupt, die zu ihr sprach. Die Lenkerin des Tores. Eine Kiray, die ihre Worte direkt in Neas Gedanken fließen ließ.
»Ich kenne dich besser, als du denkst«, fuhr die Sphinx fort und Nea meinte, ein Lachen zu hören. »Aber ich frage mich, ob du dich noch erinnern kannst. An mich und all den Spaß, den wir hatten. Vor so vielen tauend Jahren.«
Nea wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. Und selbst wenn, ihre Zunge lag wie ein Stein in ihrem Mund. Sie brachte keinen Ton über die Lippen. Stattdessen starrte sie die Torlenkerin schweigend an, während das Herz in ihrer Brust vor Aufregung hämmerte.
»Ich will dir etwas zeigen«, sagte das Wesen schließlich. »Du wirst sehen, wir kennen uns. Das ich mich irre ist nahezu ausgeschlossen.«
In diesem Augenblick verschwamm Neas Umgebung zu einem Wirbel aus Licht und Schatten. Es war, als wäre Nea in einen Tornado aus Licht und Dunkelheit geraten, der sie in eine andere Dimension zu schleudern schien. Aber bald begannen sich aus dem Chaos Konturen zu bilden. Leuchtende Farben flossen in die Finsternis ein und verdrängten das Dunkel. Die Welt begann neu zu erstehen. Undeutliche Konturen nahmen mehr und mehr Gestalt an, bis Nea annähernd vertraute Formen erkennen konnte. Klar und deutlich, wie ein frisch gemaltes Bild, erstreckte sich zu ihren Füssen eine Landschaft aus Hügeln und grünen Wäldern, durchzogen vom glänzenden Aderwerk zahlloser Flüsse, die im Sonnenlicht glänzten. Der Himmel von so reinem Blau, das es die Augen schmerzte. In der Ferne leuchteten schneebedeckte Berge. Die Luft war kühl wie an einem Frühlingsmorgen. Nea stand auf einem grünen Hügel, dessen hohes Gras von sanften Windböen gebeugt wurde. Eine friedliche und beruhigende Szene, von atemberaubender Schönheit. Unvermittelt hallten Donnerschläge durch die Luft, gefolgt von Druckwellen, die spürbar waren, wie Faustschläge in die Magengrube. Ein Brausen und Grollen erfüllte Neas Ohren und ließ den Boden unter ihren Füssen erzittern. Als sie den Blick hob, sah sie eine Flotte goldglänzender Schiffe, die scheinbar direkt aus dem Orbit in die Atmosphäre gestoßen war und sich schnell über dem Land formierte. Nea bemerkte, dass sie nicht alleine auf der Anhöhe war, von der aus sie über diese fremde Welt blickte. Hinter ihr stand eine Gruppe von Kriegern und das offenbar schon eine ganze Weile. Es handelte sich um Männer und Frauen, die in schimmernde Rüstungen gehüllt waren. Rüstungen, die auf den ersten Blick zweckmäßig wirkten, wie leichte Raumanzüge. Erst bei näherem Hinsehen enthüllten sie verspielte Details und Ornamente. Ein großes, martialisches Schiff, das hinter der Gruppe aus Menschen, Oponi und Akkato aufragte, dominierte die Szene. Es mochte gut fünf Mal so groß sein wie die Nova und strotze vor Kanonen. Aber es wies ebenfalls viele schmückende Details auf, die es prachtvoll und königlich wirken ließen. Nea konnte es keiner gängigen Baureihe zuordnen. Auch keines der Adelshäuser Asgaroons leistete sich ein derart ausgefallenes Design, soweit Nea wusste. Die Krieger, die sich davor versammelt hatten, nahmen weiterhin keine Notiz von Nea. Allem Anschein nach beratschlagten sie sich, umgeben von etlichen strategischen Hologrammen, die ihnen Informationen über diesen Planeten und die Flottenbewegungen gaben. Plötzlich trat eine Frau aus der Gruppe heraus, die sich um sie scharte und ging mit schnellen und zielstrebigen Schritten auf Nea zu. Sie war groß und schien ein Oponi-Mensch Mischling zu sein. Die großen Augen, die markanten Wangenknochen und die vorstehende Mundpartie legten diese Vermutung nahe. Sie hatte langes braunes Haar, das zu mehreren dicken Zöpfen geflochten war. Noch ehe Nea ausweichen konnte, war sie herangekommen und durch sie hindurchgegangen, wie durch eines ihrer Hologramme.
Nea wendete sich um, um zu sehen, wo die Frau hingehen wollte, als die Schiffe über ihnen das Feuer eröffneten. Leuchtende Energiesalven trafen auf die Wälder und ließen sie in Flammen aufgehen. Unter der Wucht der Geschosse brach die Erde auf. Künstliche Strukturen kamen zum Vorschein. Ein komplexes Höhlensystem, voller Raumschiffe und verschiedenartigstem Kriegsgerät. Die meisten von ihnen wurden unter Fels, Geröll und Erde begraben. Doch Einigen von ihnen gelang der Start. Schnell stiegen sie in die Höhe und erwiderten das Feuer. Sie konnten gehörigen Schaden anrichten, obwohl sie etliche Treffer einstecken mussten und viele brennend zu Boden stürzten. Auch eines der großen Schiffe aus der Flotte, welche die große Halboponi augenscheinlich befehligte, fiel vom Himmel wie ein lodernder Komet.
Die Szene wechselte. Nea war inmitten eines Waldes. Hohe Farne und Schachtelhalme umgaben sie. Grelles Sonnenlicht stach in langen Bahnen durch das Geäst. Auch hier tobte ein Kampf. Die große Frau verteidigte sich mit summenden Klingen und Energiewaffen, die in der Armpanzerung ihrer Rüstung eingearbeitet waren. Aus den Baumkronen fielen spinnenartige Kreaturen herab, die auf ihre Kämpfer herabregneten. Nea sah Beißwerkzeuge, lang wie Sicheln, Stacheln wie Speere und Greifzangen, die in der Lage waren jede Rüstung zu durchdringen. Etliche Soldaten fielen oder verloren Arme und Beine. Das Krachen und Knistern von Energieladungen und Kampfgeschrei erfüllte die Luft. Das furchtbare Klirren von Klingen, hallte in Neas Ohren. Eines der spinnenartigen Wesen kam rasch näher. Seine Kieferzangen öffneten sich und heißer Speichel spritze Nea entgegen. Nea war außerstande zu reagieren. Fasziniert starrte sie auf das silbrig schillernde Tier, als die Halboponi dazwischen trat und der Kreatur die Klinge zwischen etlichen Augenpaaren in den Schädel trieb. Abermals wechselte das Bild. Nea stand im Staub einer roten Wüste, über der ein blauer Himmel leuchtete. Die Sonne brannte, die Luft war stauberfüllt. Am Horizont strebten die schlanken Türme einer Stadt in die Höhe; weiss wie Elfenbein. Sie lag unter einem glitzernden Schutzschirm, der gerade zusammenbrach. Die Salven der Flotte über der Stadt trafen die Gebäude und viele der Türme stürzten ein. Wie im Zeitraffer sank die Stadt in Trümmer, bis nur noch ein qualmender Berg aus Schutt übrig war. Als Nea sich umblickte, sah sie die große Frau im roten Sand stehen. Umgeben von den Trümmern zahlloser Raumschiffe, den rauchenden Wracks von Bodenfahrzeugen und anderen Kampfgerät. Viele ihrer Soldaten lagen tot auf dem Wüstensand. Dazwischen die Körper insektoider Kreaturen. Eine blonde Frau stand neben der Kriegerin. Auch sie war in eine schimmernde Rüstung gehüllt. Golden und mit Ornamenten geschmückt. Nea konnte das Gesicht nicht erkennen. Die sinkende Sonne stand grell leuchtend über dem Horizont und blendete sie. Erneut wurde die Welt umgestaltet und Nea fand sich wieder in einer gigantischen Halle. Es musste sich um einen Hangar handeln, denn zu ihrer Rechten staffelten sich Reihen schwerer Kampfschiffe, Jägern und Transportern. Zu ihrer Linken gähnte ein gewaltiges Schott, durch das man auf einen schimmernden, grünen Planeten hinabblicken konnte. Nea erkannte, dass sie in der ersten Reihe einer riesigen Legion von Kriegern stand, die in glänzenden Harnischen Aufstellung bezogen hatten. Sie sah Banner und Feldzeichen mit reich geschmückten Symbolen. Adler, Greife, Drachen, Löwen und anderes Getier prangten darauf in dicken Stickereien.
Die große Halboponi kniete nur einen Steinwurf weit entfernt vor Nea auf dem Boden, der wie schwarzer Marmor glänzte. Neben ihr eine Gruppe von Offizieren in derselben Haltung. Die blonde Frau, die Nea zuvor gesehen hatte, schritt nun die Stufen einer niedrigen Empore herab, auf der sich ein großer, prächtiger Thron erhob. Zwei junge Mädchen, in schlichtes Weiss gekleidet, begleitete sie. Sie trugen rote Kissen auf den Armen. Auf einem glitzerte ein kunstvolles Diadem, auf dem anderen lag ein kurzer Marschallstab aus poliertem Holz, eingefasst von goldenen Ringen. Die blonde Frau nahm das Diadem und setzte es der Kriegerin auf das mit goldenen Bändern durchwirkte Haar. Danach blickte sie über den Kopf der Gekrönten hinweg und sah Nea direkt an. Für einen Augenblick hatte Nea den Eindruck, als bliebe ihr das Herz stehen, als sich ihre Blicke trafen. Sie war Nea wie aus dem Gesicht geschnitten. Ein perfektes Ebenbild.
Im selben Moment löste sich die Welt ein weiteres Mal auf. Die Weite des Hangars mit seinen vielen Schiffen und den endlosen Reihen von Truppen, schrumpfte zusammen, bis sie wieder die schlichten Ausmaße der Kammer angenommen hatte, in der die geheimnisvolle Sphinx thronte. Während Nea noch versuchte, das Erlebte zu verarbeiten, bemerkte sie die Veränderung zuerst nicht, aber die tiefen Schatten, die sie umgaben, wuchsen weiter an. Der Raum zog sich in die Nacht zurück und das Tageslicht begann zu schwinden. Nea fuhr herum und erkannte, dass das runde Fenster hinter ihr zusammenschrumpfte, wie eine Iris, die sich zu verengen begann. In wenigen Sekunden würde die Öffnung ganz verschwunden sein. Mit einem Schlag war Nea wieder ganz bei Sinnen. Sie verschloss den Helm und jagte wie eine Rakete auf das sich schließende Loch zu.

Kapitel 5

Ogo, der an die Schiffssysteme angeschlossen war, registrierte eine Bewegung in etwa achttausend Metern Entfernung. Es war ein Objekt von der Größe eines Menschen und strebte in gerader Linie vom Fayroo weg. Jetzt konnte er auch wieder Neas Gefühle wahrnehmen. Als sie in das Fayroo eingedrungen war, war es Ogo vorgekommen, als hätte sie sich in Nichts aufgelöst. Es musste Nea sein, die da hilflos durch den Raum trudelte. Eilig startete er die Motoren der Nova und steuerte auf sie zu. Sie zog einen hellen Streifen hinter sich her, der anzeigte, dass eine Antriebsdüse ihrer Raketeneinheit beschädigt war. Verursacht durch den einseitigen Schub, rotierte Nea wild um die eigene Achse. Anscheinend war sie außerstande, ihren unkontrollierten Flug zu beenden. Sich ständig überschlagend raste sie der Sonne entgegen. Ogo hatte Schwierigkeiten, seiner organischen Freundin zu folgen. Er brachte die Nova nahe an Nea heran, bis die junge Frau neben der Einstiegsluke kreiselte, als wäre sie ein kleiner, wildgewordener Satellit. Er öffnete die Schleuse, fing die junge Frau ein und verriegelte die Luke sofort wieder. In der Kammer wurde Nea wie ein rotierender Propeller herumgewirbelt. Sie prallte gegen Wände, Boden und Decke. Der gepanzerte Raumanzug verhinderte immerhin, dass sie sich sämtliche Knochen brach, doch der Raketenrucksack ging zu Bruch. Nachdem sie sich eine kaum zählbare Menge an Prellungen und Verstauchungen zugezogen hatte, versiegte endlich der Schwung ihrer Bewegung.
Ogo registrierte mit Genugtuung, dass sich Neas Biowerte im akzeptablen Bereich befanden. Lediglich der Adrenalinspiegel lag weit über dem Normalwert, aber das würde der kleine Mensch schon überstehen. Sie hatte schließlich schon Schlimmeres überlebt.

Nea konnte sich nicht bewegen, ohne Schmerzen zu verspüren. Überall hatte sie Quetschungen, Prellungen und Stauchungen. Es war eine wahre Folter gewesen, den Raumanzug abzustreifen und in ihre Pilotenkombination zu schlüpfen. Unbeholfen hinkte sie auf die Brücke.
Ogo hatte das Schiff wieder in Position gebracht und die Vorbereitungen zur Torpassage abgeschlossen, als sie neben ihm in ihren Sessel sank. Sie fröstelte, als sie den vollkommenen Goldreif weit voraus anstarrte. Still und reglos leuchtete er am schwarzen Himmel, als wäre er nichts Weiter als ein harmloses Kuriosum aus ferner Vergangenheit. Düster und still, als sei es wieder in seinen seit ewigen Zeiten währenden Schlaf zurückgesunken. »Abwartend und lauernd« war wohl die bessere Beschreibung, hätte man Nea gefragt, denn die uralte Kraft, die dem Fayroo dort draußen innewohnte, schlief gewiss nicht, sondern war erfüllt von feindseligen Absichten und rätselhaften, finsteren Gedanken. Sie konnte sich nicht entschließen, endlich abzufliegen, um das System zu verlassen. Irgendwie behagte es ihr nicht, dass keine sichtbare Reaktion vom Tor erfolgte. Eigentlich wäre es logischer gewesen, wenn sie ein Schwarm von Wächtern angegriffen hätte, um ihr Schiff auseinanderzunehmen. Das wäre eine gewöhnliche Reaktion gewesen, die allerdings schon bei ihrer ersten Annäherung ausgeblieben war. Etwas, das sie schon einige Male selbst beobachten konnte, als ein Schiff zu nahe an ein Tor herangeflogen war. Stattdessen aber blieb alles ruhig. Am liebsten hätte sie den Hyperantrieb benutzt und das Weite gesucht, aber dieses System hier war weit abgelegen, und die nächste bewohnte Welt war selbst für die Nova und ihre leistungsfähige Maschine etwa fünf Tage entfernt. Es handelte sich um einen spärlich besiedelten Planeten auf einem technisch unterentwickelten Stand. Somit barg eine Reise durch den Hyperraum ein zu großes Risiko, denn ein ernster Schaden konnte bedeuten, für lange Zeit am Rand des bekannten Universums auf einer öden Welt zu stranden. Und das wollte Nea nicht riskieren.
Ogo machte die Energiezuleitung zu den Triebwerken bereit und zwang Nea damit, endlich eine Wahl zu treffen. »Lass mir noch etwas Zeit«, nörgelte sie. »Bin doch kein Roboter.«
Ogo übermittelte ihr das Bild einer Schnecke, die über ein Blatt kroch. »Lass mich denken!«, ärgerte sich Nea.
Wie sie es auch drehte und wendete, ihre Tour durch das Fayroo hatte sie in eine ernste Situation gebracht, die sie zuvor nicht bedacht hatte. Doch Nea wollte sich nicht einfach so still und heimlich davonstehlen. So öffnete sie die bereit gemachten Energiezuleitungen und die Nova setzte sich in Bewegung. Ogo gab die Zielkoordinaten ein und wollte sie per Kawi an das Tor senden. Eine kleine Vorrichtung, mit der man den Namen des Zielsystems an das Fay senden konnte, ohne direkt mit dem Kiray in Kontakt treten zu müssen. Aber Nea hielt ihn zurück. »Warte«, sagte sie und schloss die Augen. »Ich will etwas versuchen.« Sie konzentrierte sich auf das Tor. Eigentlich wusste sie nicht genau, was sie zu erwarten hatte. Aber auf unerklärliche Weise meinte sie, es schaffen zu können, ohne über den Kawi mit dem Fayroo Kontakt aufzunehmen. Immerhin wusste sie, dass dies einigen Piloten möglich war. Sie selbst jedoch hatte es noch nie ausprobiert. Daher ließ sie das kleine, kastenförmige Übermittlungsgerät unberührt. Sie konzentrierte sich und es kam tatsächlich zu einer Reaktion. Es war, als würde sich plötzlich ein dichter Nebel lichten und den Blick freigeben. Dieser Moment währte nur kurz, dann zog sich der Nebel wieder zu.
»Sculpa-Trax«, hauchte Nea. »Nach Hause.« Sie befürchtete, dass sie einfach ignoriert oder zu einem Punkt weit außerhalb der Galaxis geschickt würden. Jedenfalls hegte sie ernste Zweifel an einer unproblematischen Passage.
Ogo drückte den Steuerknüppel nach vorne und die Nova beschleunigte. Majestätisch und erhaben wuchs der gigantische Ring zu seiner furchterregenden Größe heran. Jeden Augenblick konnte nun etwas Entsetzliches passieren. Nea rechnete fest damit und krallte sich in die Lehnen ihres Sessels.
Doch wie schon viele Male zuvor verschwammen die Sterne, und das bekannte Gefühl erfasste Nea, als würde sie in die Unendlichkeit gezogen werden. Als sich der Tunnel öffnete und die Nova, wie von einer unsichtbaren, mächtigen Hand hineingezogen wurde, atmete Nea auf. Doch als sie glaubte, es würde sich nichts mehr ereignen, erbebte das Cockpit. Die Fenster begannen zu klirren wie Gläser im Schrank bei einem Erdbeben, und die Kunststoffverkleidungen der Pilotenkanzel knarrten. Eine Stimme, die aus allen Richtungen zu kommen schien, tief, volltönend und doch sehr weiblich, ließ Nea frösteln. Schlagartig wich die Farbe aus ihrem Gesicht. Worte bohrten sich in ihren Kopf, brachten ihren Schädel zum Schwingen wie eine Glocke.
»TU DAS NIE WIEDER!« Nea war vollkommen erstarrt und wagte nicht, sich zu bewegen. Ihr ganzer Körper verkrampfte sich. Ganz langsam sah sie zu Ogo hinüber, der wie gewöhnlich seinen Routinearbeiten nachkam und offensichtlich nichts Ungewöhnliches bemerkt hatte. Doch einige Momente später drehte er den Kopf in ihre Richtung.
„Deine Biowerte sind angestiegen“, stellte er fest. „Gibt es Gründe beunruhigt zu sein?“
Nea starrte auf die hellen Schlieren, die vor dem Fenster der Nova glühten. Das hypnotische Farbenspiel, jener geheimnisvolle Dimension, zwischen den Portalen. „Ich hoffe, wir kommen heil zuhause an“, meinte sie beklommen. Doch die Nova trieb unbehelligt dahin, um nach gut einundzwanzig Stunden im Normalraum von Sculpa Trax zu materialisieren. Eines der neun Tore, die es im Scutra System gab, hatte die Nova ausgespuckt. Jetzt reihte sich das Schiff in die endlose Kolonne von Raumfahrzeugen ein, die aus allen Teilen der Galaxis in das Hafenweltsystem einreisten. Nea betrachtete das Fayroo, aus dem sie gerade gekommen waren, durch den Monitor der Heckoptik. Groß und eindrucksvoll schwebte es vor den Sternen. Anders als das Fay, in dessen Eingeweiden Nea gerade herumgeirrt war, strotzte dieses hier geradezu von Leben und Kraft. Nea konnte förmlich spüren, welche Macht von dem riesigen goldenen Ring ausging. Noch nie zuvor war ihr das so bewusst gewesen wie jetzt. Nea manövrierte die Nova aus dem Konvoy von Raumschiffen hinaus, dessen endloser Strom sich aus dem Tor ergoss und den inneren Planeten von Scutra zustrebte.
„Was du da tust ist gegen die Vorschrift“, mahnte Ogo mit monotoner Stimme.
„Ist mir egal“, gab Nea zurück. „Die Distanz zwischen mir und einen Fay kann gar nicht groß genug sein.“ Zufrieden beobachtete sie, wie der große glänzende Ring auf dem Heckmonitor zusammenschrumpfte. „Und keine Sorge“, sagte Nea, wie zu sich selbst. „Ich werde keinen von Euch Lenkern wieder in seinen Träumen stören.“

 

NOMADS – LEGACY
Short Stories

A dark secret

From
Allan J. Stark

Chapter 1

Time 11,379 pgZ
(Pangalactic time)

Nea tightened her seat belt. The end of the gate passage was approaching and she thought she could feel that the speed was already slowing down. However, this could only be her imagination. Within the area between the portals, there was no such thing as speed, if the majority of physicists were to be believed. Whatever was happening in this tunnel between the worlds was beyond the laws of familiar reality. Probes launched during the passage disappeared or provided no useful data. There was no known measuring device that could successfully collect information. One knew purely nothing at all about this strange intermediate world.
Barely twenty-one hours before, Nea had been in the Patory system. With her ship, the Nova, lined up in a seemingly endless column of various starships waiting for their transport in front of the Fayroo portal, she had stared at the giant gate. A golden ring of huge proportions. She had felt the invisible fingers of the gate’s ruler groping for her thoughts. Searching, probing, until she whispered the name of the target system and the Nova, was pulled into the opened passage. How she hated that feeling when the corridor between worlds opened. It felt like stepping into the void. Like missing a step, followed by falling into infinity – past millions of stars.
The luminous streaks that had enveloped the Nova during the passage faded. In the next moment, the ship was again surrounded by the deep black of space and the softly shimmering stars that suddenly materialized around her. The exit from the tunnel was just as rough as Nea remembered it. She had every effort to intercept the tumbling ship. This time, however, Nea was better prepared. Years earlier, when she had first been in this place, she had piloted Captain Zebulon Greenwood’s giant Rimmon, and the mighty ship had vehemently resisted Nea’s attempts to bring it back on course.
Ogo, sitting next to her, went about his work as usual without a word about her arrival. With machine-like routine, he checked the surroundings and the status of the ship.
„It went well after all,“ Nea said, but the big robot didn’t care about the young woman, instead devoting itself emotionlessly to Nova’s needs. „I want to warn you again,“ the robot snarled, flipping a few switches. „What you’re about to do is stupid.“
„It’s more like curiosity,“ Nea corrected him, amused. „And without that human quality, you wouldn’t exist. Curious people are usually good people, because they get things moving and thus humanity moving forward. So just leave me alone. I’m aware that I’m taking a risk.“
„What a big word,“ Ogo returned.
Nea slowed the ship to a complete stop and turned the transporter around. In front of the cockpit window, the gate through which they had just come now loomed. Weightless, it shone in the bright sunlight. A ring of shimmering, sparkling gold, like the Fayroo counterpart in the Patory system, embedded in the deep black of space. Almost flawless it looked. Only in a few places had the color faded slightly. Nea never felt good approaching one of the Fays, as the Fayroo portals were usually called. She was creeped out by these relics from a bygone age. And she was not alone in her fear. Countless Asgaroonians, whether human, Oponi, or Akkato, felt uneasy in the presence of the gates. Few sought the Fays‘ proximity, and even fewer enjoyed the sensation of the Gate’s ruler probing into their minds. Goosebumps covered Nea’s forearms at the thought, and for a moment she regretted coming here.
„Concerns?“ guessed Ogo correctly. His sensors could register changes in Nea’s biofunctions, which allowed him to draw conclusions about how she was feeling. He was also aware of the pattern of her brain waves, allowing him to interpret Nea’s thoughts. Nea knew he would know immediately if she was lying. Therefore, she said nothing. Instead, she pushed the thrust lever forward a little and immediately pulled it back. A tiny, barely visible tongue of flame flared up in the Nova’s two engines and pushed the spacecraft forward. Gradually, the gleaming fayroo drew closer. Ogo unlocked the Nova’s weapons systems and issued an alert status to the ship’s sleek AI. It could assist him in case of emergency, should the gate’s guard ships swarm out, which usually prevented the uninvited approach of a fay. But nothing happened. Everything remained still and unmoving against the dark, star-filled sky. The system was so far out of Asgaroon that the spiral nebula behind the fayroo took up almost the entire field of view. It was a breathtaking sight that few worlds had, since most of the inhabited planets were not above but within the main disk. But Nea was too excited to enjoy this impressive image. The surface of the gateway showed an irregular pattern formed by countless metal plates of different shades of gold and copper. Booms, antennas, and towers rose at several points on the fayroo, jutting hundreds of feet into space. The Nova slid past them like a tiny fish past a massive coral reef, approaching the ring-shaped main body of the world-jumping portal unflinchingly. It was not one of the giant gates usually found in civilized systems. „Even the smallest fayroo in Sculpa Trax was at least three times the size of this one,“ she informed Ogo, who was simultaneously busy recording and monitoring their excursion. The closer the Nova approached, the more the impression of advanced decay condensed. Here and there, cracks and holes appeared in the surface, as if meteorites had punched through it. And there were more lackluster areas where the sun’s intense radiation had attacked the metal than had previously been visible in the distance.
Ogo buzzed, activated some of the ship’s hidden weapons, and upgraded the strength of the shields. He transmitted a brief telepathic pulse to Nea. „Just a precaution,“ Nea interpreted the sensation she received.
„All right,“ she replied, „but back off. I don’t want any trouble with that thing. It’s friendly enough that the Fay lets us get this close.“ Tensely, Nea watched the surroundings, alternately glancing out the window and then back at the tactical display that registered every movement and would alert her immediately if anything unusual occurred. After all, it was not without danger to go below the prescribed distance from a gate and approach it uninvited. The guards never slept and usually reacted immediately when a ship approached that had no intention of making a passage. Then the gatekeeper simply hurled the troublemakers into nowhere. However, this happened so rarely that it was already classified in the realm of legends.
Even now nothing happened. No sentinel ships flew up, no gate steerersman reached for the Nova with his invisible fingers. In the meantime, the Nova had reached some of the long outriggers that protruded from the ring like long spikes. The small transporter crept cautiously closer, as if it were a fly crawling around the edge of a spider’s web. Near the widened opening, the ship finally came to a stop. Nea shone the bow spotlight into the interior of the breach and could make out countless floors and corridors within. She followed the searching, circular point of light for a while, feeling like a glaring luminous finger over sharp, tattered metal edges.
When she had seen enough, her decision was made to venture further. The curiosity was now far greater than all her concerns. As always, when the hunting fever had seized her. The point had come when she could no longer have any doubts. There was only the goal, which she had to pursue with all her strength. And she could not be afraid. In the face of that ancient monster out there, with all its dark secrets, that was by no means easy. She would have been more likely to face a Tigermaug, as she had done a few years ago, and which she could size up to some degree. But the fayroo hovering off the Nova’s bow was something else entirely. There was nothing here that could be anticipated. „It’s gone well so far,“ Nea said, undoing her seatbelt and slipping out of the chair.
„Sounds like you fell off the roof.“ Instead of a mental image, which the robot usually transmitted to her to clarify a thought, he now used his buzzing, metallic voice to lend emphasis to his concern.
„Nonsense!“ dismissed Nea’s concerns. „It’ll be fine.“
She put on the heavy helmet of her spacesuit. The fasteners on the neck ring clicked into place. Oxygen poured in. A spotlight above the visor flared, whereupon the airlock was bathed in blinding brightness, as if the sun were shining into it. Nea quickly adjusted the light down to a comfortable level. She was nervous. More nervous than she wanted to admit. She raised her hands in front of the visor and noticed that her fingertips were trembling.
Feeling the two prouque pistols on her left and right hip, she made sure they were securely in place. The confidence-inspiring compactness of the weapons gave Nea back her self-assurance. Many times the reliable prouques had saved her life. The ancient rail guns fired metal particles that struck their targets with high energy. They came from a salvage operation Nea had conducted a few years earlier on behalf of the Zefren Company. Technically, she should have turned in the weapons, but she had preferred to keep them. Nea opened a valve on the wall of the airlock, and air escaped from the chamber. When the pressure had dropped to zero, Nea opened the outer door. Silently, the heavy bulkhead slid aside. The softly glowing gold of the fayroo took up Nea’s entire field of vision, as if she were looking into the interior of a smelting pit. To her knowledge, no one had ever come this close to a gate without being attacked. It was even more unlikely that anyone before her had ever succeeded in penetrating the interior of one of the portals. And it was not yet certain that she would succeed. Her heart beat so violently in a fit of fear that she thought it would burst her chest. But the curiosity to know what was inside a fayroo, and what secrets there were to fathom inside, conquered the burgeoning fears.
Nea reached for her equipment belt and activated the rocket pack. Tiny gas clouds rippled out of the nozzle openings and she was gently propelled out of the Nova. Skillfully, Nea headed for the hole that opened up before her like a toothy maw. Reaching the edge, she paused for a moment. Then she took a deep breath and floated past the razor-sharp edges into the interior of the enormous machine.

Chapter 2

Immediately, darkness enveloped them. With difficulty, the beam of her helmet headlamp bored into the almost material darkness. She increased the intensity of her lamp and could see that she had entered a large hall. The floor was not made for the feet of a human or any other creature. No one could have walked on it without immediately tripping and hurting themselves. The walls and ceilings were also littered with an unmanageable amount of racks, pulleys, chains and wire ropes. Apparently they were transportation routes for machines that moved with gears, grippers, or the like. Nea saw that the linkages had been bent or torn from their moorings in several places. The chains and wire ropes were also loose and hung weightless and motionless in space, like seaweed in a still sea. Possibly a meteor had smashed through the fay and caused this devastation.
About in the middle of the hall a circular hole opened up, which led down into a lightless depth. On the ceiling, a corresponding counterpart opened its maw. Nea slid across the eerie maw and shone down into the depths. After a few meters, the white cone of light seeped into the blackness. She rolled onto her back and the beam of light shone on the ceiling of the hall. Again, the opening led into an eerie darkness that seemed to have no end. Nea tried to estimate the dimensions of the premises and came to the conclusion that they must be junctions to a central corridor. Certainly this ran through the entire ring. Through this tunnel it would be possible to reach every area of the gigantic structure. But since she was never comfortable going down anywhere like a crypt, she decided to use the ceiling access. Anyway, she had decided to call this direction „upstairs.“ She placed a pea-sized transmitter at its entrance to set a marker, and flew in. Nea flew higher and higher. Several times she passed through rooms similar to the one where she had entered the shaft. Her world now consisted of only a few meters that the lamp in front of her could illuminate: an environment of pipes, shafts and endless blackness. The darkness gradually began to weigh on her mind. She had often gone searching in dark, confined spaces, and she didn’t suffer from claustrophobia – yet she began to feel bad. Gloomy images came up in her mind. Nightmare images. Visions she had once had in a fever dream. As a child, she had once been trapped in a dark cellar and had suspected all kinds of beasts, monsters and ghosts in the darkness, stretching out their fingers and claws at Nea. Now she felt the same way. Irrational fears rose in her. Her breathing became heavy, her pulse increased. Tired, Nea clung to a cable on the wall and paused. She began to recite a short poem, as she had learned from her instructor, to overcome her fear. Looking up,

So unexpectedly lonely I went,
Under the moon’s bright glow.
The mists were coming,
surged, undulated,
Like a gloomy shadow play.
On the cool path they enveloped me.
To accompany me, they had come.
So light and effortless, we danced,
In the snow of the evening.

She managed to get her thoughts back in order. Simru Amayev would have been very pleased with her. That stern, gaunt teacher, with his pronounced hawk nose and penetrating gaze, who had so often scolded her and called her a good-for-nothing brat. Still, she had made it big and was now Zefren Company’s best scout, equipped with her own ship and a considerable number of captured or killed alien organisms. She was so good that her superior, Sam Blumfeldt, who was something of a father to her, had asked on many occasions that she be taken off the jumper force. Too often her services were requested, and she had to leave work that Sam had assigned to her. Aside from the fact that he had found in her a skilled mechanic, she was an even better scout, having proved herself extremely capable in salvaging ships and hunting dangerous parasites. She would have loved to know what Simru Amayew’s odds were, and if perhaps she had already surpassed him. It helped her a little to dwell on these thoughts and get her emotions back under control. After a few minutes, Nea felt better, detached herself from the cable she had been holding on to, and floated on.
Time passed without any significant change in the surroundings. There were only shafts and cave-like corridors everywhere. She had actually imagined her excursion into the interior of a jump gate to be more exciting. So far, she found it nothing but tedious, oppressive, and boring. „What a barren enterprise this will be, I wonder?“ whispered Nea. She had expected more. She couldn’t say exactly what, but empty shafts, corridors and hallways were not what she had had in mind.
Suddenly, a bright beam of light crossed their path. It fell horizontally into the blackness, like a lance of light, and formed a glowing spot on the golden metal of the shaft wall. Nea realized that it was sunlight entering the tube through a narrow opening. It was a small connecting shaft that seemed to lead into a brightly lit room. Curious, Nea peered inside and saw a large hall that exuded the sacred solemnity of a temple or church. Just shining light streamed in through the tall, narrow windows. The walls, floor and ceiling glowed with a soft reflection. Nea thought she could see a row of seats below the opening. To the left and right they ran along the wall. She also thought she could see that someone was sitting in at least one of them. Curious, she pushed further into the hole to expand her field of vision, but some force field pushed her back. Tirelessly, she struggled on, like a fish trying to wriggle through the tight meshes of a net. She actually gained a few inches, allowing her to see a larger area of the room. Now she thought she could make out boot tops and a wide velvet sleeve covering a hand resting on a wide armrest. Soon, however, her powers left her and the force field began to push her back into the shadows.
Countless iridescent ice crystals detached themselves from a thick cable that had touched them. Blinking, they danced like tiny insect wings before Nea’s eyes. Fascinated, she watched the dance until she made an astonishing observation. The ice crystals turned into tiny floating drops of water when they came into contact with the sun’s rays, and froze again as soon as they dipped into the shade.
Nea raised her right arm in front of the visor, turned on a flat monitor mounted on her forearm, and checked the environmental data. To her amazement, the display revealed that she was in an oxygen atmosphere. Although the temperature was a few degrees below zero and the air was very dry, it was possible to breathe it. All in all, it seemed like being inside an intact but moderately heated space station. How is that even possible with all the damage, it went through her mind. Nea hesitated for a while, then closed her eyes and opened the visor. Coldness settled on her face and crept into the inside of her spacesuit like slowly flowing water. Thoughtfully, the young woman sucked the air through her lips and opened her eyes. She blinked into the darkness and then took a deep breath.
The cold and the fresh smell reminded Nea of a clear icy winter morning. The sun shining on her cheek through the hatch warmed her. Nea turned off the oxygen machine and watched as white vapor clouds formed in front of her mouth. She then turned back to the small hole and looked again into the room beyond. She wanted to call into the room, but something stopped her. She already had the call in her throat, but it got stuck there. This kind of thing had happened to her many times, it was usually due to the fear of her own voice that disturbed the silence. But this time it was something else that made her hesitate. A sense of danger. It was better not to be discovered. Why should the inhabitants of a fay have different motives than the guard ships that destroyed everything that approached the portal? Carefully, she pushed herself off the wall and slid upward again into the gloom – and again a dark shadow stretched across her mind. It was as if the dust of all the millennia that this portal had existed descended on her all at once, crushing her. A heavy weight of emotions and memories. The Fayroo seemed to her like a dying, gradually decaying body, from which life was slowly and silently slipping away. It was fading away. Inert, without resisting, it surrendered docilely and patiently to unyielding death. Like a huge dying tree, whose memories fell to the ground like leaves and suffocated all life underneath.

Chapter 3

Nea thought she had been walking for hours. But when she stopped to check her position, she had only gone a few meters. She could remember making several turns. She had left the main corridor for no reason and had wandered around in the narrow shafts. She had lost all sense of time. As Nea flew silently along, her senses began to sharpen again, as if the fingers of the fist that had captured her had grown tired, giving her the opportunity to escape. She took advantage of this moment and chased down the main corridor. All at once she heard a sound – loud and piercing, like the scraping of metal on metal. She stopped again and listened. Silence. But that might mean nothing. When she had chased the tiger maug that had nested in the remains of an ancient wreck, she had narrowly escaped with her life because she had managed to hold out a moment longer than the predator’s patience had endured, and it had moved….
The tension grew. Nea began to sweat and the sound of her breathing seemed unpleasantly loud, like the hissing of a cat. It would betray her, sooner or later. Surely she was already being watched by watchful eyes.
The Tigermaug had also almost certainly had her, had watched her and flooded her sense with the images of an altered reality. Images of a jungle in which he erased his image and transmitted the distorted vision to her sense. Nea almost ran right into its clutches, had she not spotted the reflection of the crouching, cat-like creature in a pond, getting ready to jump at the same moment. Apparently, the animal was not aware of the principle of light refraction and that’s why he hadn’t erased his reflection from the mental image he projected into Nea’s brain.
Nea shook her head. She couldn’t think too much about the past. She was here now, inside a fayroo and being watched. Nea peered into the darkness, but nothing moved. Everything was still and unmoving. She waited about a minute, then another, just to be sure. Then finally she flew on.
Soon the shaft widened. The walls fled from her into the darkness on all sides. Nea’s headlamp only sparsely illuminated the expanse. The tunnel had widened like a bubble, and an almost immeasurable number of oval side shafts flowed into it. This chamber seemed threatening, downright hostile. It looked like the interior of a colony of gaza spiders. A shudder ran through Nea’s body at the sight. This place radiated a clear threat. She shouldn’t stay here any longer than necessary, Nea reasoned, and flew toward the ceiling where the main corridor continued. But then she stopped abruptly and listened into the void. Again, that metallic screech that bounced back and forth from the walls countless times. This was followed by a kind of pounding and rumbling, like dull, regular drumbeats.
The sound approached quickly and seemed to come from one of the eerie holes. Nea felt a strong urge to get the hell out of there and hurriedly ignited the rockets. Faster than intended, she shot into the main shaft. She bounced painfully against the wall – once, twice. Then she went into a violent spin. With difficulty, she brought her flight back under control, but again hit hard against a bulky bulge that protruded from the wall like a hump and narrowed the tube.
Strangely, lights flared up, but Nea could not determine their source. The hallway was bathed in a dim, murky yellow – a glow that seemed to come directly from the air.
Dazed, Nea came to a stop. She was just aware of the change before she dozed off, and the approaching rumble echoed in her ears. Consciousness slipped away from her. She slipped over into an outlandish dream.

Images of drums formed in her mind.
Big, clumsy hands beat on it until the covering tore. When the thunder died away, silence spread. An ominous calm, as if before a storm. Nea’s gaze fixed on the torn leather. Spiders sprouted from the tear. Horrified, Nea turned away and ran across a shiny black stone slab. Tiny stars glittered in it, as if they were little diamonds. Then she saw a large shiny gold ring fall from the sky and bounce off the dark ground with a bright metallic „pling.“ Shortly after, another one came crashing down, then another. Soon after, a whole shower. And finally, a veritable hailstorm broke over Nea. The bright thrumming became unbearable. Nea pressed her hands to her ears, but it was ineffective. The metallic pattering stabbed her eardrums as if with needles. She cried out.
Immediately, Nea was wide awake. She did not dare to move. Without turning her head, she merely scanned the space around her with her eyes. Her breathing was shallow. Her fingers did not quiver. Only her pulse had quickened, but strangely enough, she was far from losing her nerve. This feeling, of calm and serenity, in which all fear fell away from her, was not new to Nea. Her body had adjusted to the hunt. The light was still on – she also believed everything else unchanged. Everything was still as it had been before she fainted. Still, the strange feeling of no longer being alone crept over her. Then she noticed a star-shaped structure to her left, blocking the corridor. At first she thought it was the propeller of a ventilation system, but when she turned her head, she recognized the silhouette of an eight-legged machine creature that had straddled the tunnel, its thin limbs outstretched. The longer she looked at the thing, the more detail she could make out. A thick, round, silver body formed the center of this figure. It twitched once violently at the moment Nea moved her head and oscillated up and down. Accompanied by a whirring sound, as if a computer was booting up. A pair of compound eyes glittered in the dark, like a cluster of black beads. Pincers flipped out with a snap, grasped at nothing, and retracted again.
Nea couldn’t shake the impression that this thing had its back to her, although it was hard to figure out what was in front or behind. But she was pretty sure that it must have run over her when she lost consciousness and had the brief strange dream. Now it paused where it had apparently lost Nea’s scent. It listened and lurked.
Nea slowly slid her right hand to one of her pistols and closed her fingers around the grip. But this tiny movement was enough to betray her. The metal spider wheeled around in a flash, extended its sharp claws, and stalked toward its prey, clanking and rattling.
Nea straightened up, was kicked away by the machine like a ball, and whirled away. Again and again she hit the walls and caught painful bruises. The spider followed her. Shimmied its way down the corridor on ledges and pipes. Scissor hands cut into the air as it ran past Nea again. Nea clawed at a strut and watched as the behemoth came to a screeching halt. Hooked claws dug into the metal of the walls, then the creature hung motionless in the tube again, legs spread wide apart. It seemed as if it needed to reorient itself. The body bobbed up and down again, twitching and trembling, and the sharp graspers stretched aimlessly into the void. Nea gained more and more the impression that the obscure machine was damaged. This must have been the result of her clumsiness. If it had been undamaged, Nea would certainly have had a much harder time. Possibly she would have already fallen victim to the spider. Nea drew the second pistol. She felt better holding two pistols in her hands and she needed more firepower than usual at the moment. Even if it meant she couldn’t use the taps on her palms to control the control jets.
The monster must have noticed the movement. It wheeled around and attacked again. This time the attack was more precise. A claw twitched just past Nea’s neck as it lost its grip and stumbled over her. Nea trundled through a tangle of legs and blades. The spider slithered through the shaft with a deafening, metallic screech as Nea was trapped in its limbs, as if in an iron cage. Unexpectedly, she slipped through a gap and tumbled across the floor of the shaft. She managed to get to her feet and slid a few feet like an ice skater across the metal on a frozen pond. The ball of metal limbs continued to roll down the shaft.
Nea took the opportunity, aimed both pistols and pulled the trigger several times. The particle projectiles bathed the room in glistening brightness. The recoil lifted Nea off her feet and hurled her away. Then came the crash of explosions that rang loudly in her ears. Glaring flashes drew bizarre shadows on the walls. She lurched dazedly across the room and crashed into a girder. If this thing doesn’t kill me, Nea rebuked herself, I’ll probably do it myself!
Hastily she tried to get her eyes back on the attacker and fidgeted through the air like a wild-eyed marionette until she was able to grasp a recess in the wall. With her legs, Nea braced herself in a gap between two wall segments, gaining a reasonably secure and firm footing. In this position, she awaited another attack.
Meanwhile, a gray cloud of smoke billowed in the weightlessness. Flames curled away to the sides. They crept blazingly along the walls, snaked over lines and pipes like smoldering wisps of mist, and died out.
As the smoke cleared, a strangely contorted ball of metal hung in the air. A strange tangle of bent limbs. Some of them had melted, others had flowed apart like viscous honey and solidified in this form. The round body of the spider showed a smoking hole, from which bright sparks rose now and then. Nea detached herself from the wall and flew over the sharp-edged debris, pistols in fists, continuing to aim at her opponent. The spider’s scissor hands sped forward, slicing into the air and retreating. Nea hovered over the fearsome body, which slowly began to circle, weightless as a feather, in a gentle stream of air. She accelerated, leaving the creature behind. She continued to float along the shaft and a little later the ghostly sourceless light went out.
Again, Nea flew through the darkness for a long time, crossing halls and halls. No ray of sunlight illuminated the oppressive blackness. The darkness became denser and denser, and to the same extent Nea’s mood began to darken again. She found it difficult to breathe, as if she had been put into too tight a body armor. Strangely gloomy thoughts troubled her. More and more often she paused and stared melancholically into the void. It was as if the walls wanted to crush her, to enclose her, as if in a steel tomb. More and more her courage sank. She became tired and sleepy. Lifting the heavy eyelids cost her a lot of strength and effort.
A song, it occurred to Nea. You have to sing a song. Sam had told her that once when he was training her to be a scout. A song can work wonders when you get tired, he had said. It can drive away fears and focuses your mind on something other than fear. Even if it’s just nonsense – Sleeping Beauty don’t fall asleep, Nea remembered an old nursery rhyme her grandfather had once taught her. Couldn’t it be something else, she wondered? Something more current? It’s strange that that’s all I can remember. But somehow it fits, she thought. With that, she began humming the simple melody and singing the lyrics softly. You shall be my lucky star,

When will you finally be mine?
You shall have me always and for all time,
Guide and accompany!
You are my talisman,
My sky light,
I am caught in your spell,
You captivate me.
Since I found you,
Since you bound me,
Hours become seconds,
Time flies by.
You shall be my lucky star!

Strangely enough, it worked – her nerves calmed down. The fear remained, but she was far from panic. A little accompanying music wouldn’t be bad, she thought, and ignited the rocket pack with a roar. Deafening yelps filled the air as she raced up the shaft. The spotlight on her helmet no longer mustered the power to pierce the night, but somehow it didn’t faze Nea to be chasing almost blindly into the unknown. Adrenaline surged through her veins. The fatigue faded away. Like a fish hurrying along in a nocturnal icy stream, Nea shot off. The frosty flying wind administered powerful blows to her cheeks until she suddenly came back to her senses. What’s wrong with me, she wondered. First I’m sad to death, then a little song is enough to put me in the best frame of mind. Nea felt like a spring that had been compressed and then abruptly released. She flew on for a while with less thrust and arrived in a large, bright room. The hall looked sublime and dignified, like the throne room of a Great Age castle. The sun shone in through an arcade of tall windows into the large room. Narrow windows that a broad-shouldered man could pass through without effort. They reached up at least twelve meters to the high ceiling. The sun was beautiful in this enclosure. And all the more so because she thought she had not seen it for days. The light shone beguilingly and settled warmly on her face. She immersed herself in it as if in a golden bath. As if she were being pushed, Nea walked toward the light. She felt as if she were seeing a light blue sky, speckled with white, fluffy clouds.
The sun was above a turquoise sea. A pleasant breeze brushed her face and held the scent of salt and seaweed. Foam-crested waves washed up on the beach, wetting her bare feet. She felt the sand give way as the wave caressed her feet – it tickled under the soles of her feet. It was like back then. The sight took Nea back to her childhood. Back to a wonderful Sunday at the beach. Back then, her father had still been alive and she had been no older than five. One of the few relaxed days when her father had been willing to let all his unsuccessful business rest and forget his worries. Nea remembered it clearly. Everything seemed familiar to her.
Wasn’t there a voice calling her to get into the water?“ she wondered. „Swim in this beautiful ocean.“ The voice was soft and friendly. „Float among its warm waves.“ Nea hesitated. But, as if to encourage her, a foaming breaker rolled in. Overturned, fell rushing in on itself, and roaring caught her feet. Bubbling and hissing, the water rose up to her knees. As it flowed back, it pulled on her legs in a demanding manner. The suction was so powerful that she involuntarily took a step forward.
Startled, Nea reached for the window frame. She felt a gentle but definite pressure between her shoulder blades, which instantly subsided when she became aware of it. The dream was fading. She was back in the great light-filled hall. The murmur had faded and silence pressed on her ears.
„What on earth was that?“ gasped Nea. „Damn it!“
She looked at the windows a little closer. There was no glass in them. Nothing tangible or visible seemed to separate them from the depths of space. Curious, Nea stretched her hand out into space. Abruptly, the glove covered itself with a fine layer of white hoarfrost and her fingers grew cold. She formed a fist and small ice particles came loose like dancing snowflakes. When she withdrew her hand, the white melted and the glove shone. Drops formed and fell. A force field, Nea realized. It holds the atmosphere inside the fayroo, and the sunlight provides warmth. Nea stumbled. There was gravity here. She had not noticed that before.
She turned and walked around the room. Thoughtfully, she let the last few minutes pass before her inner eye. Or had it been hours? Somehow it seemed to Nea as if the whole Fayroo was permeated by memories and feelings. Of strange memories, strange thoughts and feelings, which at the same time reinforced her own sensations. The dream that almost made her step out through the window into the void with her visor open had gone far beyond the intensity of a normal dream. If Nea had not woken up, she would be floating in space as a corpse by now.
Where there was purpose, there was intelligence, and, wherever that was based, Nea seemed to be getting closer and closer to it. And again, a gray murky gloom was brewing around her. It happened so quickly and abruptly, as if a snake were poking out of its hiding place.
Not like this, thought Nea, resolutely folding down the visor and walking firmly back to the center of the hall. The more energetically she showed herself, the denser the impression of reluctance that tangibly enveloped her like a tough mass. If there really was a kiray, a ruler in a fayroo, and not just some kind of machine that interpreted people’s thoughts as Ogo did, it spurred Nea all the more to face this being. From the realization that this was a duel, Nea drew enormous strength. The more they tried to hinder her, the greater her resolve became to take the fight and win. In fact, the more she resisted, the more she felt the power and will that was opposing her. Just as in a duel, the more one resisted, the more one felt the strength of one’s opponent. She must have come very close to a decisive discovery by now. She would not be dissuaded from getting to the bottom of the mystery. From her experience, she knew that the closer she got to the goal, the bigger the problems became. „The harder the fight, the bigger the prey,“ Nea said out of defiance. She ignited the rocket unit on her back and flew into the main shaft, which yawned as a dark hole above her head. The last pale glimmer that dawned from the sunlit hall into the lightless tube quickly disappeared. Her headlamp bravely burned a pale hole in the darkness. As if enveloped in a bubble, it drifted along in a black river.

Chapter 4

The shaft tapered off and ended in many branches. Finally, only a tunnel about four meters in diameter led further. Nea switched off the jet pack and floated on without thrust until she was grabbed by a strong gravitational field. As if gripped by the fingers of a giant fist, Nea was jerked out of her flight and thrown ungently to the ground. She slid several meters over the metal plates of the tube. At the end of the tunnel, she tumbled out of the opening, rolled down a few steps, and slid into a wide, dark room.
Stunned, she remained lying. Her whole body ached. Her breathing was heavy and her pulse was beating fast and strong in her throat. Nea waited a while, smiling at herself, before sitting up.
A broad beam of bright sunlight also fell into this room. It came through a single large round opening, in the center of which the sun could be seen. As bright and wide as the beam of light was, it still failed to illuminate the room completely. The walls were almost black and irregularly shaped, as if they were made of wires and cables. A damp, organic sheen lay on everything.
Nea stood up awkwardly. Pain ran through her body. She cursed at her carelessness. She tends to be careless when she succeeds at something, she heard her instructor say. She knew these words by heart and often she had to acknowledge the unpleasant truth behind them.
Soon her attention was directed to a pedestal that rose in the middle of the room. Perched on it was a tall, feminine-looking figure. She sat there, eyes closed, as if introverted, gazing inward, meditating. She seemed to be formed entirely of dark stone. To Nea, the sheen reminded her of polished basalt. A dark shadow in the darkness, like a hole in the world. Countless tubes emanated from the figure, acting like the natural continuations of her body. As if it were an enormous octopus, towering above its countless arms, or like a strangely shaped, medusa-like sphinx. Whatever comparison Nea wanted to make, the impression she made on Nea was always the same. Threatening, eerie and yet beautiful. Sublime like a goddess who had decided to dwell among mortals in her temple. Material, yet unfathomable and intangible.
Nea crept closer, carefully climbing over the thick, shiny tentacles that covered the ground like giant snakes. She approached until she could make out more intricate details on the figure. The towering statue had a dark core beneath a layer as thick as a finger, glassy and transparent. Nea climbed up on one thigh, stood on her tiptoes, and was now at face level with the Medusa. It was a female face that could be seen there under the crystalline layer. Split into all spectral colors, the sunlight penetrated through the transparent surface and drew colorful reflections on the skin of the figure below. Under the glaze it shimmered golden brown.
Nea’s face came closer and closer. She wanted to see more details and finally flipped up the helmet visor. Her nose almost touched the wonderfully alien face. It was as if she were looking through a layer of clear ice. On the skin underneath, the light refracted a million times, as if it had been shattered into tiny colorful splinters. On the high pronounced cheekbones, however, the color was somewhat paler. The eyelids dark, eyelashes and eyebrows jet black. Suddenly the figure’s eyes snapped open. Nea was paralyzed with horror. Her mouth opened, but no sound of terror passed her lips.
At first, Medusa’s gaze was straight ahead, past Nea, directly into the sun that shone through the round window into the chamber, but slowly the dark pupils turned toward her. The gaze was piercing and deep, like space itself. Cold and burning at the same time, like the fire of a thousand suns. One word drilled into Nea’s head like a nail driven into her forehead with one blow. „YOU?“
Nea took a careless step forward, stepped into the void and fell to the ground. She quickly picked herself up and moved away, stumbling backward and trembling with fear. The frightening eyes followed her every move. Their eyes met like two blades crossed in battle – and Nea, unable to avert her eyes, unwittingly engaged in a repeated test of strength. Her mind struggled to hold on, but she was too weak to succeed. The being, however, was strong and powerful, her gaze commanding, piercing, and hardened in the silent glow of countless ages.
At last, Nea slapped her hands in front of her face and sank to her knees. She wanted to scream, but her throat was tight. Only a quiet sob came forth. She doubled over and began to whimper softly. Tears streamed down her cheeks. She didn’t know what brought the hot tears to her eyes. Fear, oddly enough, was not it. It was closer to a feeling of happiness. Would she lose her mind? Or had she already lost it? Is this what it felt like to go crazy? For a long time she sat there – thoughtful and without fear – and pressed her hands over her eyes. But whether she wanted to or not, slowly she raised her head, spread her fingers, and peered between them, like a child trying to hide, but still unable to resist curiosity. Involuntarily, Nea was urged to focus her gaze on the startling sculpture, just as a compass needle is forced to align itself. Nea stared, for the terrible eyes, powerful and piercing as two suns, were closed again, turned away from the world and once more immersed in an everlasting dream. „Don’t be afraid little one,“ Nea heard a voice in her head say. „So far you seemed very brave to me.“ The words sounded loud and clear, like a bell. She couldn’t tell if she could detect a trace of cynicism or mockery in it. Without a doubt, it was the Sphinx with the Medusa head who spoke to her. The ruler of the gate. A Kiray who let her words flow directly into Nea’s thoughts.
„I know you better than you think,“ the sphinx continued, and Nea thought she heard a laugh. „But I wonder if you still remember. Of me and all the fun we had. So many dewy years ago.“
Nea didn’t know how to answer that. And even if she did, her tongue was like a stone in her mouth. She couldn’t bring a sound past her lips. Instead, she stared at the gatekeeper in silence, while her heart hammered in her chest with excitement.
„I want to show you something,“ the creature finally said. „You’ll see, we know each other. That I am wrong is almost impossible.“
At that moment, Nea’s surroundings blurred into a vortex of light and shadow. It was as if Nea had been caught in a tornado of light and darkness that seemed to hurl her into another dimension. But soon contours began to form out of the chaos. Bright colors flowed into the darkness, displacing the gloom. The world began to emerge anew. Indistinct contours took on more and more shape until Nea could recognize almost familiar forms. Clear and distinct, like a freshly painted picture, a landscape of hills and green forests stretched out at her feet, crisscrossed by the shining veins of countless rivers that glistened in the sunlight. The sky of such pure blue that it hurt the eyes. Snow-capped mountains shone in the distance. The air was cool as on a spring morning. Nea stood on a green hill, its tall grass bent by gentle gusts of wind. A peaceful and soothing scene, of breathtaking beauty. Suddenly, thunderclaps echoed through the air, followed by shock waves that were palpable, like punches to the pit of the stomach. A roar and rumble filled Nea’s ears and made the ground tremble beneath her feet. When she lifted her gaze, she saw a fleet of gleaming golden ships that had seemingly thrust directly into the atmosphere from orbit and were rapidly forming overhead. Nea noticed that she was not alone on the hill from which she looked out over this strange world. Behind her stood a group of warriors and had apparently been for some time. They were men and women clad in shimmering armor. Armor that at first glance seemed functional, like light spacesuits. Only on closer inspection did they reveal playful details and ornaments. A large, martial ship towering behind the group of humans, Oponi and Akkato dominated the scene. It might be a good five times the size of the Nova and bristling with cannons. But it also had many ornamental details that made it look magnificent and regal. Nea could not assign it to any common series. None of the noble houses of Asgaroon afforded such a fancy design either, as far as Nea knew. The warriors who had gathered in front of it continued to take no notice of Nea. To all appearances, they were conferring, surrounded by several strategic holograms that were giving them information about the planet and fleet movements. Suddenly, a woman stepped out of the group gathered around them and walked toward Nea with quick and purposeful steps. She was tall and appeared to be an Oponi-Human hybrid. The large eyes, prominent cheekbones, and protruding mouth area suggested this. She had long brown hair braided into several thick pigtails. Before Nea could even dodge, she had approached and passed through her as if through one of her holograms.
Nea turned to see where the woman was going when the ships above them opened fire. Bright volleys of energy hit the woods, setting them ablaze. The earth cracked under the force of the projectiles. Artificial structures appeared. A complex system of caves, full of spaceships and various kinds of war equipment. Most of them were buried under rock, rubble and earth. But some of them succeeded in launching. They quickly rose into the air and returned fire. They were able to inflict considerable damage, although they took several hits and many fell to the ground burning. Even one of the large ships from the fleet that the great half-Oponi apparently commanded fell from the sky like a flaming comet.
The scene changed. Nea was in the middle of a forest. Tall ferns and horsetails surrounded her. Glaring sunlight stabbed in long trails through the branches. Here, too, a battle was raging. The tall woman defended herself with buzzing blades and energy weapons incorporated into the armor of her armor. Spider-like creatures descended from the treetops, raining down on their combatants. Nea saw biting tools, long like sickles, spikes like spears, and grasping pincers capable of penetrating any armor. Several soldiers fell or lost arms and legs. The crashing and crackling of energy charges and battle cries filled the air. The terrible clang of blades echoed in Nea’s ears. One of the spider-like creatures was rapidly approaching. Its jaws opened and hot saliva spurted toward Nea. Nea was unable to react. Fascinated, she stared at the shimmering silvery beast as the half-oponi stepped between them and drove the blade into the creature’s skull between several pairs of eyes. Once again, the image changed. Nea stood in the dust of a red desert with a blue sky shining above. The sun was burning, the air was dust-filled. On the horizon, the slender towers of a city stretched upward; white as ivory. It lay under a glittering protective screen that was just collapsing. The salvos of the fleet overhead hit the buildings and many of the towers collapsed. As if in fast motion, the city sank into rubble until all that was left was a smoking mountain of rubble. As Nea looked around, she saw the tall woman standing in the red sand. Surrounded by the wreckage of countless spaceships, the smoking wreckage of ground vehicles and other combat equipment. Many of her soldiers lay dead on the desert sands. Between them were the bodies of insectoid creatures. A blonde woman stood next to the warrior. She, too, was clad in shimmering armor. Golden and decorated with ornaments. Nea could not make out the face. The sinking sun stood glaringly bright above the horizon, blinding her. Once again the world was transformed and Nea found herself in a gigantic hall. It had to be a hangar, because to her right were staggered rows of heavy fighters, fighters and transports. To her left, a massive bulkhead yawned through which one could look down on a shimmering green planet. Nea realized she was in the front row of a huge legion of warriors arrayed in shining armor. She saw banners and field signs with richly decorated symbols. Eagles, griffins, dragons, lions and other beasts were emblazoned on them in thick embroidery.
The tall half-oponi knelt just a stone’s throw away in front of Nea on the ground that shone like black marble. Beside her, a group of officers in the same posture. The blonde woman Nea had seen earlier now strode down the steps of a low gallery where a large, magnificent throne rose. Two young girls, dressed in plain white, accompanied her. They carried red pillows on their arms. On one glittered an elaborate tiara, on the other lay a short marshal’s staff of polished wood, encircled by golden rings. The blonde woman took the tiara and placed it on the warrior’s hair, which was interwoven with golden ribbons. Then she looked over the crowned woman’s head and looked directly at Nea. For a moment, Nea had the impression that her heart stopped when their eyes met. She was the spitting image of Nea. A perfect likeness.
At the same moment, the world dissolved once again. The vastness of the hangar, with its many ships and endless rows of troops, shrank until it once again took on the simple dimensions of the chamber in which the mysterious Sphinx was enthroned. While Nea was still trying to process what she had experienced, she did not notice the change at first, but the deep shadows that surrounded her continued to grow. The room receded into the night and daylight began to fade. Nea wheeled around and realized that the round window behind her was shrinking, like an iris that had begun to narrow. In a few seconds, the opening would be gone altogether. In one fell swoop, Nea was back to her senses. She closed the helmet and sped like a rocket toward the closing hole.

Chapter 5

Ogo, who was connected to the ship’s systems, registered a movement about eight thousand meters away. It was an object about the size of a human and was moving in a straight line away from the Fayroo. Now he could also perceive Nea’s feelings again. When she had entered the fayroo, it had seemed to Ogo as if she had dissolved into nothingness. It had to be Nea who was helplessly trundling through the room. Hastily, he started the Nova’s engines and headed for her. She drew a bright streak behind her, indicating that a propulsion nozzle of her rocket unit was damaged. Caused by the unilateral thrust, Nea rotated wildly on its axis. Apparently she was unable to stop her uncontrolled flight. Constantly rolling over, she raced toward the sun. Ogo had difficulty following his organic friend. He brought the Nova close to Nea until the young woman was circling next to the boarding hatch as if she were a small satellite gone wild. He opened the airlock, caught the young woman, and immediately locked the hatch again. Inside the chamber, Nea was whirled around like a spinning propeller. She bounced against walls, floor and ceiling. The armored spacesuit at least prevented her from breaking all her bones, but the rocket pack was broken. After sustaining an almost uncountable amount of bruises and sprains, the momentum of her movement finally dried up.
Ogo registered with satisfaction that Nea’s bio-values were in the acceptable range. Only the adrenaline level was far above normal, but the little human would survive. After all, she had survived worse.

Nea could not move without feeling pain. She had bruises, contusions and sprains everywhere. It had been a real torture to strip off the spacesuit and slip into her pilot combination. Awkwardly, she limped onto the bridge.
Ogo had moved the ship back into position and completed preparations for the gate passage when she sank into her chair beside him. She shivered as she stared at the perfect gold ring far ahead. Silent and motionless, it shone in the black sky as if it were nothing more than a harmless curiosity from the distant past. Dim and silent, as if it had sunk back into its sleep that had lasted for ages. „Waiting and lurking“ was probably a better description, Nea would have been asked, for the ancient power inherent in the Fayroo out there was certainly not asleep, but filled with hostile intentions and mysterious, sinister thoughts. She could not make up her mind to finally take off to leave the system. Somehow she was not comfortable with the fact that there was no visible reaction from the gate. Actually, it would have been more logical if a swarm of guards had attacked her to tear her ship apart. That would have been a common reaction, but it had been absent from their first approach. Something she had been able to observe a few times herself when a ship had flown too close to a gate. Instead, however, everything remained calm. She would have liked to use the hyperdrive and get away, but this system was far away, and the next inhabited world was about five days away, even for the Nova and its powerful engine. It was a sparsely populated planet at a technologically underdeveloped level. Thus, a journey through hyperspace held too great a risk, for serious damage could mean being stranded on a barren world at the edge of the known universe for a long time. And Nea did not want to risk that.
Ogo readied the power feed to the thrusters, forcing Nea to finally make a choice. „Give me some more time,“ she nagged, „I’m not a robot.“
Ogo transmitted to her the image of a snail crawling over a leaf. „Let me think!“, Nea was annoyed.
No matter how she turned it around, her tour of the Fayroo had put her in a serious situation she hadn’t considered before. But Nea did not want to just steal away quietly and secretly. So she opened the power feeds that had been made ready and the Nova started moving. Ogo entered the target coordinates and wanted to send them to the gate via Kawi. A small device that could be used to send the name of the target system to the Fay without having to contact the Kiray directly. But Nea held it back. „Wait,“ she said, closing her eyes. „I want to try something.“ She focused on the gate. Actually, she didn’t know exactly what to expect. But inexplicably, she thought she could make it without contacting the fayroo through the kawi. After all, she knew that some pilots were able to do this. She herself, however, had never tried it. Therefore, she left the small, box-shaped transmission device untouched. She concentrated and there was indeed a reaction. It was as if a dense fog suddenly lifted and revealed the view. This moment lasted only briefly, then the fog closed in again.
„Sculpa-Trax,“ Nea breathed. „Home.“ She feared they would simply be ignored or sent to a point far outside the galaxy. In any case, she harbored serious doubts about an unproblematic passage.
Ogo pushed the control stick forward and the Nova accelerated. Majestic and sublime, the gigantic ring grew to its fearsome size. Any moment now, something horrible could happen. Nea firmly expected it and clawed into the back of her chair.
But as many times before, the stars blurred, and the familiar feeling gripped Nea, as if she were being pulled into infinity. When the tunnel opened and the nova was pulled in, as if by an invisible, powerful hand, Nea breathed a sigh of relief. But just when she thought nothing more would happen, the cockpit shook. The windows began to rattle like glasses in a closet during an earthquake, and the plastic panels of the pilot’s cockpit creaked. A voice that seemed to come from all directions, deep, full-sounding and yet very feminine, made Nea shiver. Abruptly, the color drained from her face. Words drilled into her head, making her skull vibrate like a bell.
„DON’T EVER DO THAT AGAIN!“ Nea was completely frozen and did not dare to move. Her whole body tensed up. Very slowly, she looked over at Ogo, who was going about his routine chores as usual and obviously hadn’t noticed anything out of the ordinary. But a few moments later, he turned his head in her direction.
„Your bio levels have gone up,“ he noted. „Is there any reason to be concerned?“
Nea stared at the bright streaks glowing outside the Nova’s window. The hypnotic play of colors, that mysterious dimension, between the portals. „I hope we arrive home safely,“ she said, trepidatiously. But the nova drifted unmolested, to materialize after a good twenty-one hours in the normal space of Sculpa Trax. One of the nine gates that existed in the Scutra system had spat out the Nova. Now the ship joined the endless column of spacecraft entering the port world system from all parts of the galaxy. Nea looked at the Fayroo they had just come from through the monitor of the stern optics. Large and impressive, it floated before the stars. Unlike the fay in whose bowels Nea had just wandered, this one was bursting with life and power. Nea could literally feel the power emanating from the huge golden ring. Never before had she been so aware of it as she was now. Nea maneuvered the Nova out of the convoy of starships whose endless stream poured out of the gate and headed for the inner planets of Scutra.
„What you’re doing is against the rules,“ Ogo admonished in a monotone voice.
„I don’t care,“ Nea returned. „The distance between me and a fay can’t be big enough.“ Satisfied, she watched the big shiny ring on the tail monitor shrink. „And don’t worry,“ Nea said, as if to herself. „I won’t disturb any of you steersmen’s dreams again.“

 

NÓMADAS – LEGADO
Relatos breves

Un oscuro secreto

En
Allan J. Stark

Capítulo 1

Tiempo 11,379 pgZ
(Calendario pangaláctico)

Nea se apretó el cinturón. Se acercaba el final del pasillo y le pareció notar que la velocidad disminuía. Sin embargo, sólo podía tratarse de su imaginación. En la zona entre los portales no existía la velocidad, si había que creer a la mayoría de los físicos. Lo que ocurría en el túnel entre los mundos desafiaba las leyes de la realidad. Las sondas lanzadas durante el paso desaparecían o no proporcionaban datos útiles. No se conocía ningún dispositivo de medición que pudiera recoger información con éxito. No se sabía nada de este extraño mundo intermedio.
Apenas veintiuna horas antes, Nea se encontraba en el Sistema Patory. Con su nave, la Nova, alineada en una columna aparentemente interminable de diferentes naves espaciales que esperaban su transporte frente al portal de Fayroo, se había quedado mirando la gigantesca puerta. Un anillo dorado de vastas proporciones. Había sentido los dedos invisibles del gobernante de la puerta tanteando sus pensamientos. Buscando, tanteando, hasta que susurró el nombre del sistema de destino y la Nova fue arrastrada hacia el pasadizo abierto. Cómo odiaba esa sensación cuando se abría el pasillo entre mundos. Era como entrar en el vacío. Como perder un paso, seguido de una zambullida en el infinito, más allá de millones de estrellas.
Las rayas luminosas que habían envuelto a la Nova durante el pasaje se desvanecieron. En el instante siguiente, la nave se vio de nuevo rodeada por el negro profundo del espacio y las estrellas de suave brillo que de repente se materializaron a su alrededor. La salida del túnel fue tan accidentada como Nea la recordaba. Hizo todo lo posible por interceptar la nave que se tambaleaba. Esta vez, sin embargo, Nea estaba mejor preparada. Años antes, cuando había estado por primera vez en este lugar, había pilotado la gigantesca Rimmon del capitán Zebulon Greenwood y la poderosa nave se había resistido con vehemencia a los intentos de Nea de devolverla a su rumbo.
Ogo, sentado a su lado, siguió trabajando como de costumbre sin decir una palabra sobre su llegada. Con rutina maquinal, comprobaba los alrededores y el estado de la nave.
„Después de todo, salió bien“, dijo Nea, pero el gran robot no se preocupó por la joven, sino que se dedicó sin emoción a las necesidades de Nova. „Quiero advertirte otra vez“, gruñó el robot, accionando unos interruptores. „Lo que quieres hacer es estúpido“.
„Es más bien curiosidad“, le corrigió Nea, divertida. „Y sin esta cualidad humana, tú no existirías. Los curiosos suelen ser buenas personas, porque hacen que las cosas se muevan y, por tanto, que la humanidad avance. Así que déjame en paz. Soy consciente de que corro un riesgo“.
„Qué palabra tan grande“, respondió Ogo.
Nea detuvo por completo la nave y dio la vuelta al transportador. La puerta que acababan de atravesar se alzaba ante la ventana de la cabina. Ingrávida, brillaba a la luz del sol. Un anillo de oro reluciente y centelleante, como el homólogo de Fayroo en el Sistema Patory, incrustado en el negro profundo del espacio. Su aspecto era casi impecable. Sólo en algunos lugares el color se había desvanecido ligeramente. Nea nunca se sentía bien cuando se acercaba a uno de los Fays, como se solía llamar a los portales de Fayroo. Le daban escalofríos esas reliquias de una época pasada. Y no era la única. Innumerables habitantes de Asgaroon, ya fueran humanos, Oponi o Akkato, se sentían incómodos en presencia de las puertas. Pocos buscaban la proximidad de los Fays, y aún menos disfrutaban de la sensación de que el guardián de la puerta sondeara sus mentes. La piel de gallina cubrió los antebrazos de Nea al pensarlo y, por un momento, lamentó haber venido aquí.
„¿Preocupaciones?“, adivinó Ogo correctamente. Sus sensores podían registrar cambios en las biofunciones de Nea, lo que le permitía sacar conclusiones sobre su estado de ánimo. También era consciente del patrón de sus ondas cerebrales, lo que le permitía interpretar los pensamientos de Nea. Nea sabía que él sabría inmediatamente si estaba mintiendo. Por lo tanto, no dijo nada. En su lugar, empujó la palanca de empuje un poco hacia delante e inmediatamente volvió a tirar de ella. Una pequeña lengua de fuego, apenas visible, se encendió en los dos motores del Nova y empujó la nave hacia delante. Poco a poco, el reluciente fayroo se fue acercando. Ogo desbloqueó los sistemas de armamento de la Nova y emitió un estado de alerta a la elegante IA de la nave. Podría apoyarle en caso de emergencia, si las naves de guardia de la puerta salieran en enjambre, lo que normalmente impedía el acercamiento no invitado de un fay. Pero no ocurrió nada. Todo permanecía quieto e inmóvil en el cielo oscuro y estrellado. El sistema se encontraba tan lejos de Asgaroon que la nebulosa espiral que había detrás del fayroo ocupaba casi todo el campo de visión. Era una vista impresionante que pocos mundos tenían, ya que la mayoría de los planetas habitados no estaban encima sino dentro del disco principal. Pero Nea estaba demasiado excitada para disfrutar de esta impresionante imagen. La superficie del portal mostraba un patrón irregular formado por innumerables placas metálicas de diferentes tonos de oro y cobre. Plumas, antenas y torres se alzaban en varios puntos del fayroo, sobresaliendo cientos de metros en el espacio. El Nova se deslizó entre ellos como un pececillo entre un enorme arrecife de coral, acercándose sin inmutarse al cuerpo principal en forma de anillo del portal de salto del mundo. No era una de las puertas gigantes que suelen encontrarse en los sistemas civilizados. „Incluso el fayroo más pequeño de Sculpa Trax tenía al menos tres veces el tamaño de éste“, informó a Ogo, que estaba ocupado grabando y monitorizando su excursión. Cuanto más se acercaba el Nova, más se condensaba la impresión de avanzado deterioro. Aquí y allá aparecían grietas y agujeros en la superficie, como si la hubieran atravesado meteoritos. Y había más zonas deslucidas en las que la intensa radiación del sol había atacado el metal de las que antes se veían a lo lejos.
Ogo zumbó, activó algunas de las armas ocultas de la nave y aumentó la potencia de los escudos. Transmitió un breve pulso telepático a Nea. „Sólo por precaución“, interpretó Nea la sensación recibida.
„De acuerdo“, respondió ella, „pero retrocede. No quiero problemas con esa cosa. Es lo bastante amistoso como para que el Fay nos deje acercarnos tanto“. Tensa, Nea observó los alrededores, mirando alternativamente por la ventanilla y luego de vuelta a la pantalla táctica que registraba cada movimiento y la alertaría de inmediato si ocurría algo inusual. Después de todo, no estaba exento de peligro acercarse a una puerta por debajo de la distancia prescrita sin ser invitado. Los guardias nunca dormían y solían reaccionar de inmediato cuando se acercaba una nave que no tenía intención de abrirse paso. Entonces, el guardián de la puerta simplemente arrojaba a los alborotadores a ninguna parte. Sin embargo, esto ocurría tan pocas veces que ya estaba clasificado como leyenda.
Ahora tampoco pasó nada. Ninguna nave centinela voló hacia arriba, ningún guardián de la puerta alcanzó a la Nova con sus dedos invisibles. Mientras tanto, la Nova había alcanzado algunos de los largos estabilizadores que sobresalían del anillo como largas púas. El pequeño transportador se acercó con cautela, como si fuera una mosca arrastrándose por el borde de una tela de araña. Cerca de la abertura ensanchada, la nave se detuvo por fin. Nea iluminó el interior de la brecha con la luz de proa y pudo distinguir innumerables pisos y pasillos. Siguió durante un rato el punto de luz circular que buscaba, tanteando como un dedo luminoso sobre bordes metálicos afilados y destrozados.
Cuando vio lo suficiente, decidió aventurarse más lejos. La curiosidad era ahora mucho mayor que todos sus recelos. Como siempre que la fiebre de la caza se apodera de ella. Había llegado un momento en el que ya no podía tener dudas. Sólo le quedaba el objetivo, que debía perseguir con todas sus fuerzas. Y no podía tener miedo. Enfrentarse a aquel antiguo monstruo, con todos sus oscuros secretos, no era nada fácil. Le habría resultado más fácil enfrentarse a un Tigermaug, como había hecho hacía unos años, y al que podía medir hasta cierto punto. Pero el fayroo que se cernía sobre la proa del Nova era algo totalmente distinto. Aquí no había nada que pudiera anticiparse. „Hasta aquí todo ha ido bien“, dijo Nea, desabrochándose el cinturón de seguridad y deslizándose fuera de la silla.
„Parece que te has caído del tejado“. En lugar de una imagen mental, que el robot solía transmitirle para aclarar un pensamiento, ahora utilizaba su voz zumbante y metálica para enfatizar su preocupación.
„¡Tonterías!“, Nea desestimó sus preocupaciones. „Todo irá bien“.
Se puso el pesado casco del traje espacial. Los cierres del anillo del cuello encajaron en su sitio. El oxígeno entró a raudales. Un foco situado sobre el visor se encendió y la esclusa quedó bañada por una luz cegadora, como si el sol brillara en su interior. Nea ajustó rápidamente la luz a un nivel cómodo. Estaba nerviosa. Más de lo que quería admitir. Levantó las manos delante del visor y notó que le temblaban las yemas de los dedos.
Palpando las dos pistolas prouque en su cadera izquierda y derecha, se aseguró de que estaban bien sujetas. La compacidad de las armas, que inspiraba confianza, devolvió a Nea la seguridad en sí misma. Muchas veces los fiables prouques le habían salvado la vida. Los antiguos cañones de riel disparaban partículas metálicas que alcanzaban sus objetivos con gran energía. Procedían de una operación de salvamento que Nea había llevado a cabo unos años antes por encargo de la compañía Zefren. Técnicamente, debería haber entregado las armas, pero había preferido conservarlas. Nea abrió una válvula en la pared de la esclusa y el aire salió de la cámara. Cuando la presión descendió a cero, Nea abrió la puerta exterior. En silencio, el pesado mamparo se deslizó hacia un lado. El oro del Fayroo, que brillaba suavemente, ocupó todo el campo de visión de Nea, como si estuviera mirando el interior de un pozo de fundición. Que ella supiera, nadie se había acercado tanto a una puerta sin ser atacado. Era aún más improbable que alguien antes que ella hubiera logrado penetrar en uno de los portales. Y aún no era seguro que lo consiguiera. Su corazón latía tan violentamente presa del miedo que pensó que le reventaría el pecho. Pero la curiosidad por saber qué había dentro de un fayroo y qué secretos se podían escudriñar en su interior venció a los temores incipientes.
Nea se llevó la mano al cinturón y activó el cohete. Pequeñas nubes de gas salieron de las aberturas de las boquillas y Nea fue impulsada suavemente fuera de la Nova. Con destreza, Nea se dirigió hacia el agujero que se abría ante ella como unas fauces dentadas. Al llegar al borde, se detuvo un momento. Luego respiró hondo y flotó hasta el interior de la enorme máquina, pasando por los bordes afilados como cuchillas.

Capítulo 2

Inmediatamente, la oscuridad los envolvió. Con dificultad, el haz de luz de la linterna frontal de su casco penetró en la oscuridad casi material. Aumentó la intensidad de su lámpara y pudo ver que había entrado en un gran vestíbulo. El suelo no estaba hecho para los pies de un ser humano ni de ninguna otra criatura. Nadie podría haber caminado por él sin tropezar inmediatamente y hacerse daño. Además, las paredes y los techos estaban repletos de una cantidad inabarcable de bastidores, poleas, cadenas y cables metálicos. Al parecer eran vías de transporte para máquinas que se movían con engranajes, pinzas o similares. Nea vio que las barras se habían doblado o arrancado de sus anclajes en varios lugares. Las cadenas y los cables también estaban sueltos y colgaban ingrávidos e inmóviles en el espacio, como algas en un mar en calma. Posiblemente un meteorito había atravesado el fay y causado esta devastación.
Más o menos en el centro de la sala, se abrió un agujero circular que conducía a una profundidad sin luz. En el techo, el mismo agujero abría sus fauces. Nea se deslizó por las espeluznantes fauces y brilló hacia las profundidades. Al cabo de unos metros, el cono de luz blanca se filtró en la negrura. Giró sobre su espalda y el haz de luz brilló en el techo de la sala. De nuevo, la abertura conducía a una inquietante oscuridad que parecía no tener fin. Nea trató de calcular las dimensiones de las salas y llegó a la conclusión de que debían de ser conexiones con un pasillo central. Seguramente éste atravesaba todo el anillo. A través de este túnel sería posible llegar a todas las partes de la gigantesca estructura. Pero como nunca se sentía cómoda bajando a ningún sitio como a una cripta, decidió utilizar el acceso del techo. En cualquier caso, había decidido llamar a esta dirección „piso de arriba“. Colocó un transmisor del tamaño de un guisante en la entrada para marcarla y voló hacia dentro. Nea voló cada vez más alto. Pasó varias veces por salas similares a aquella por la que había entrado en el pozo. Su mundo consistía ahora en unos pocos metros que la lámpara que tenía delante podía iluminar: un entorno de tuberías, pozos y una negrura infinita. Poco a poco, la oscuridad empezó a pesar en su mente. Había buscado a menudo en espacios oscuros y reducidos, y no sufría claustrofobia, pero empezó a sentirse mal. Imágenes oscuras acudieron a su mente. Imágenes de pesadilla. Visiones que había tenido una vez en un sueño febril. Cuando era niña, había estado atrapada en un sótano oscuro y había sospechado que en la oscuridad había todo tipo de bestias, monstruos y fantasmas que extendían sus dedos y garras hacia Nea. Ahora sentía lo mismo. Surgieron en ella temores irracionales. Su respiración se volvió pesada, su pulso aumentó. Cansada, Nea se aferró a un cable de la pared e hizo una pausa. Empezó a recitar un breve poema, como había aprendido de su instructor, para superar el miedo. Cuando levanté la vista,

Así que inesperadamente solo me fui,
Bajo el resplandor de la luna.
Se acercaban las nieblas,
surgió, onduló,
Como un tenebroso juego de sombras.
En el fresco camino me envolvieron.
Habían venido a acompañarme.
Tan ligero y sin esfuerzo, bailamos,
En la nieve de la tarde.

Consiguió poner en orden sus pensamientos. Simru Amayew se habría alegrado mucho de ella. Aquel maestro severo y enjuto, con su característica nariz de halcón y su mirada penetrante, que tantas veces la había regañado y llamado mocosa inútil. Sin embargo, había hecho algo por sí misma y ahora era la mejor exploradora de la Compañía Zefren, equipada con su propia nave y un número considerable de organismos alienígenas capturados o muertos. Era tan buena que su superior Sam Blumfeldt, que era algo así como un padre para ella, le había pedido a menudo que la sacara de los Springers. Demasiado a menudo sus servicios eran requeridos y ella tenía que dejar el trabajo que Sam le había asignado. Aparte de que había encontrado en ella a una hábil mecánica, era una exploradora aún mejor, que había demostrado ser extremadamente capaz en el salvamento de naves y en la caza de peligrosos parásitos. Le habría encantado saber cuáles eran las posibilidades de Simru Amayew, y si tal vez ya lo había superado. Le ayudó un poco pensar en estas cosas y volver a controlar sus emociones. Al cabo de unos minutos, Nea se sintió mejor, se soltó del cable al que se había agarrado y siguió flotando.
Pasó el tiempo sin que se produjera ningún cambio significativo en los alrededores. Sólo había pozos y pasillos en forma de cueva por todas partes. En realidad, había imaginado que su excursión al interior de una puerta de salto sería más emocionante. Hasta ahora sólo le había parecido agotador, opresivo y aburrido. „Me pregunto qué estéril será esta empresa“, susurró Nea. Esperaba algo más. No sabría decir exactamente qué, pero pozos, pasillos y corredores vacíos no eran lo que tenía en mente.
De repente, un haz de luz brillante se cruzó en su camino. Cayó horizontalmente en la negrura, como una lanza de luz, y formó un punto brillante en el metal dorado de la pared del pozo. Nea se dio cuenta de que era la luz del sol que entraba en el tubo por una estrecha abertura. Era un pequeño conducto de conexión que parecía desembocar en una habitación muy iluminada. Curiosa, Nea se asomó al interior y vio una gran sala que desprendía la solemnidad sagrada de un templo o una iglesia. La luz que entraba por las altas y estrechas ventanas era realmente brillante. Las paredes, el suelo y el techo brillaban con un suave reflejo. Nea creyó ver una fila de asientos bajo la abertura. A izquierda y derecha se extendían a lo largo de la pared. También le pareció ver que había alguien sentado en al menos uno de ellos. Curiosa, se introdujo más en el agujero para ampliar su campo de visión, pero un campo de fuerza la hizo retroceder. Incansable, siguió luchando, como un pez que intenta escurrirse entre las apretadas mallas de una red. De hecho, ganó unos centímetros y pudo ver una zona más amplia de la habitación. Le pareció distinguir la parte superior de unas botas y una manga ancha de terciopelo que cubría una mano apoyada en un amplio reposabrazos. Pronto, sin embargo, sus fuerzas la abandonaron y el campo de fuerza empezó a empujarla de nuevo hacia las sombras.
Iridiscentes, incontables cristales de hielo se desprendieron de un grueso cable que los había rozado. Parpadeando, danzaron como diminutas alas de insecto ante los ojos de Nea. Fascinada, observó la danza hasta que hizo una observación sorprendente. Los cristales de hielo se convertían en pequeñas gotas de agua flotantes cuando entraban en contacto con los rayos del sol y volvían a congelarse en cuanto se sumergían en la sombra.
Nea levantó el brazo derecho por delante del visor, encendió un monitor plano montado en el antebrazo y comprobó los datos ambientales. Para su asombro, la pantalla reveló que se encontraba en una atmósfera de oxígeno. La temperatura era de unos grados bajo cero y el aire estaba muy seco, pero se podía respirar. En conjunto, parecía como estar dentro de una estación espacial intacta pero moderadamente caldeada. Cómo es posible con todos los daños, se le pasó por la cabeza. Nea dudó un momento, luego cerró los ojos y abrió el visor. El frío se posó en su rostro y se introdujo en el interior de su traje espacial como agua que fluye lentamente. La joven aspiró el aire con los labios y abrió los ojos. Parpadeó en la oscuridad y respiró hondo.
El frío y el olor a fresco recordaron a Nea una clara mañana helada de invierno. El sol que le daba en la mejilla a través de la escotilla la calentó. Nea apagó el dispositivo de oxígeno y vio cómo se formaban nubes blancas de vapor delante de su boca. Luego se volvió hacia el pequeño agujero y miró de nuevo a la habitación que había detrás. Quiso llamar a la habitación, pero algo se lo impidió. Ya tenía la llamada en la garganta, pero se le quedó atascada. Ya le había ocurrido muchas veces, normalmente era el miedo a que su propia voz perturbara el silencio. Pero esta vez fue algo más lo que la hizo dudar. Una sensación de peligro. Era mejor no ser descubierta. ¿Por qué iban a tener los habitantes de un Fay otros motivos que las naves guardianas que destruían todo lo que se acercaba al portal? Con cuidado, se apartó de la pared y volvió a deslizarse hacia arriba, hacia la penumbra, y de nuevo una sombra oscura se extendió sobre su mente. Era como si el polvo de todos los milenios que había existido este portal descendiera sobre ella de golpe, aplastándola. Una pesada carga de emociones y recuerdos. El Fayroo le parecía un cuerpo moribundo, que se descomponía poco a poco, del que la vida se escurría gradual, lenta y silenciosamente. Se desvanecía. Inerte, sin oponer resistencia, se rindió dócil y pacientemente a la muerte inflexible. Como un enorme árbol moribundo cuyos recuerdos caían al suelo como hojas, sofocando toda la vida que había debajo.

Capítulo 3

Nea creía que llevaba horas caminando. Pero cuando se detuvo para comprobar su posición, sólo había recorrido unos metros. Recordaba haberse desviado varias veces. Había abandonado el pasillo principal sin motivo y había vagado por los estrechos huecos. Había perdido la noción del tiempo. Mientras Nea volaba en silencio, sus sentidos empezaron a agudizarse de nuevo, como si los dedos del puño que la había capturado se hubieran cansado, ofreciéndole la oportunidad de escapar. Aprovechó el momento y siguió por el pasillo principal. De repente, oyó un ruido, fuerte y penetrante, como el de un metal que choca contra otro. Se detuvo de nuevo y escuchó. Silencio. Pero eso podía no significar nada. Cuando había cazado al tigre maug que había anidado en los restos de un antiguo naufragio, había escapado con vida por los pelos porque había conseguido aguantar un momento más de lo que la paciencia del depredador había aguantado y se había movido….
La tensión crecía. Nea empezó a sudar y el sonido de su respiración parecía desagradablemente fuerte, como el siseo de un gato. Tarde o temprano la delataría. Seguramente ya estaba siendo observada por ojos vigilantes.
El Tigermaug casi seguro que también la había tenido, la había observado e inundado su sentido con las imágenes de una realidad alterada. Imágenes de una jungla en la que él borraba su imagen y transmitía la visión distorsionada a su sentido. Nea estuvo a punto de correr hacia sus garras, si no hubiera visto el reflejo de la criatura agazapada, parecida a un gato, en un estanque, preparándose para saltar en ese mismo momento. Al parecer, el animal desconocía el principio de refracción de la luz y por eso no había borrado su reflejo de la imagen que proyectaba en el cerebro de Nea.
Nea sacudió la cabeza. No podía pensar demasiado en el pasado. Ahora estaba aquí, dentro de un fayroo y siendo observada. Nea miró en la oscuridad, pero nada se movió. Todo estaba quieto e inmóvil. Esperó un minuto, luego otro, sólo para estar segura. Finalmente, siguió volando.
Pronto el pozo se ensanchó. Las paredes huían de ella hacia la oscuridad por todos lados. El faro de Nea apenas iluminaba la extensión. El túnel se había ensanchado como una burbuja, y un número casi inconmensurable de pozos laterales ovalados desembocaban en él. Esta cámara tenía un aspecto amenazador, casi hostil. Parecía el interior de una colonia de arañas gazzais. Un escalofrío recorrió el cuerpo de Nea ante la visión. Este lugar irradiaba una clara amenaza. No debía quedarse aquí más tiempo del necesario, razonó Nea, y voló hacia el techo, donde continuaba el pasillo principal. Pero entonces se detuvo bruscamente y escuchó en el vacío. De nuevo, aquel chirrido metálico que rebotaba una y otra vez de las paredes. Le siguió una especie de golpeteo y estruendo, como golpes de tambor sordos y regulares.
El sonido se acercó rápidamente y parecía proceder de uno de los inquietantes agujeros. Nea sintió un fuerte impulso de escapar a toda prisa y encendió los cohetes. Más rápido de lo previsto, salió disparada hacia el pozo principal. Rebotó dolorosamente contra la pared, una y dos veces. Luego entró en barrena. A duras penas volvió a controlar su vuelo, pero una vez más chocó con fuerza contra un abultado bulto que sobresalía de la pared como una joroba y estrechaba el tubo.
Extrañamente, se encendieron luces, pero Nea no pudo determinar su procedencia. El pasillo estaba bañado en un amarillo tenue y turbio, en un resplandor que parecía proceder directamente del aire.
Aturdida, Nea se detuvo. Apenas fue consciente del cambio antes de quedarse dormida, y el estruendo que se acercaba resonó en sus oídos. La conciencia se le escapó. Cayó en un extraño sueño.

En su mente se formaron imágenes de tambores.
Unas manos grandes y torpes lo golpearon hasta que la cubierta se rasgó. Cuando el trueno se apagó, se hizo el silencio. Una calma ominosa, como antes de una tormenta. La mirada de Nea se fijó en el cuero rasgado. De la rasgadura salían arañas. Horrorizada, Nea se dio la vuelta y corrió hacia una brillante losa de piedra negra. Pequeñas estrellas brillaban en ella como si fueran pequeños diamantes. Entonces vio caer del cielo un gran anillo de oro brillante que rebotó en el suelo oscuro con un brillante „pling“ metálico. Poco después cayó otro, luego otro. Poco después, toda una lluvia. Y, finalmente, una auténtica granizada se abatió sobre Nea. El brillante tintineo se hizo insoportable. Nea se llevó las manos a los oídos, pero fue ineficaz. El repiqueteo metálico le punzaba los tímpanos como con agujas. Nea gritó.
Nea se despertó de golpe. No se atrevió a moverse. Sin girar la cabeza, se limitó a examinar con los ojos el espacio que la rodeaba. Su respiración era superficial. Sus dedos no temblaban. Sólo se le había acelerado el pulso, pero extrañamente estaba lejos de perder los nervios. Esta sensación, de calma y serenidad, en la que todo miedo se alejaba de ella, no era nueva para Nea. Su cuerpo se había adaptado a la caza. La luz seguía encendida; creía que todo lo demás tampoco había cambiado. Todo seguía igual que antes de desmayarse. Sin embargo, la extraña sensación de que ya no estaba sola se apoderó de ella. Entonces vio a su izquierda una estructura en forma de estrella que bloqueaba el pasillo. Al principio pensó que era la hélice de un sistema de ventilación, pero cuando giró la cabeza, reconoció la silueta de una máquina de ocho patas que se había extendido por el túnel, con sus delgados miembros extendidos. Cuanto más la miraba, más detalles podía distinguir. Un cuerpo grueso, redondo y plateado formaba el centro de la figura. Se sacudió violentamente en el momento en que Nea movió la cabeza y osciló arriba y abajo. Se oía un zumbido, como si se estuviera iniciando un ordenador. Un par de ojos compuestos brillaron en la oscuridad, como un racimo de perlas negras. Las pinzas se desplegaron con un chasquido, se aferraron a la nada y volvieron a retraerse.
Nea no podía quitarse la impresión de que aquella cosa estaba de espaldas a ella, aunque era difícil averiguar qué había delante o detrás. Pero estaba bastante segura de que debía de haberla arrollado cuando había perdido el conocimiento y había tenido el breve y extraño sueño. Ahora permanecía donde aparentemente había perdido el rastro de Nea. Escuchaba y acechaba.
Nea deslizó lentamente la mano derecha hacia una de sus pistolas y cerró los dedos en torno a la empuñadura. Pero este pequeño movimiento bastó para traicionarla. La araña metálica giró en un instante, extendió sus afiladas garras y acechó a su presa con un ruido metálico y metálico.
Nea se enderezó, la máquina la pateó como a una pelota y la alejó dando vueltas. Una y otra vez chocó contra las paredes y se hizo dolorosos moratones. La araña la siguió. Se deslizó por salientes y tuberías a través del pasillo. Las manos de tijera cortaron el aire cuando volvió a pasar junto a Nea. Nea arañó un puntal y vio cómo el behemoth se detenía en seco. Las garras se clavaron en el metal de las paredes y la criatura volvió a quedar inmóvil en el tubo, con las piernas abiertas. Parecía como si necesitara orientarse de nuevo. El cuerpo volvió a balancearse arriba y abajo, crispado y tembloroso, y las afiladas pinzas se extendieron sin rumbo hacia el vacío. Nea tenía cada vez más la impresión de que la oscura máquina estaba dañada. Tenía que ser el resultado de su torpeza. Si no hubiera estado dañada, Nea lo habría tenido mucho más difícil. Puede que ya hubiera sido víctima de la araña. Nea sacó la segunda pistola. Se sentía mejor cuando tenía dos pistolas en las manos y en ese momento necesitaba más potencia de fuego que de costumbre. Incluso si eso significaba que no podía usar los golpecitos en las palmas de las manos con los que podía controlar los chorros de control.
El monstruo debió notar el movimiento. Giró sobre sí mismo y atacó de nuevo. Esta vez el ataque fue más preciso. Una garra se crispó justo al lado del cuello de Nea, que perdió su agarre y tropezó con ella. Nea se abrió paso entre una maraña de patas y cuchillas. La araña se deslizó por el hueco con un chirrido ensordecedor y metálico mientras Nea quedaba atrapada entre sus miembros, como en una jaula de hierro. Inesperadamente, se deslizó por un hueco y cayó al fondo del pozo. Consiguió ponerse en pie y se deslizó unos metros como una patinadora sobre el metal de un estanque helado. La bola de miembros metálicos sigue rodando por el pozo.
Nea aprovechó la oportunidad, apuntó con ambas pistolas y apretó el gatillo varias veces. Los proyectiles de partículas bañaron la habitación con un brillo deslumbrante. El retroceso levantó a Nea de sus pies y la lanzó lejos. A continuación, se produjo un estruendo de explosiones que resonó con fuerza en sus oídos. Destellos deslumbrantes dibujaron sombras extrañas en las paredes. Se tambaleó aturdida por la habitación y chocó contra una viga. Si esta cosa no me mata, se reprendió Nea, ¡probablemente lo haga yo misma!
Apresuradamente, trató de volver a mirar al atacante y se retorció en el aire como una marioneta enloquecida hasta que pudo asirse a un hueco de la pared. Con las piernas, Nea se apoyó en un hueco entre dos segmentos de pared y consiguió un punto de apoyo razonablemente seguro y firme. En esta posición esperó otro ataque.
Mientras tanto, una nube gris de humo se agitaba en la ingravidez. Las llamas se enroscaban a los lados. Se arrastraron ardiendo por las paredes, serpentearon por tuberías y conductos como humeantes volutas de niebla, y se apagaron.
Cuando el humo se disipó, una bola metálica extrañamente retorcida colgaba en el aire. Una extraña maraña de miembros doblados. Algunos se habían derretido, otros se habían deshecho como miel viscosa y solidificado en esta forma. El cuerpo redondo de la araña mostraba un agujero humeante, del que salían chispas brillantes de vez en cuando. Nea se separó de la pared y voló sobre los afilados escombros, con las pistolas en los puños, sin dejar de apuntar a su oponente. Las manos en tijera de la araña avanzaron a toda velocidad, cortando el aire y retrocediendo. Nea se cernió sobre el temible cuerpo, que empezó a girar lentamente, ingrávido como una pluma, en una suave corriente de aire. Aceleró y dejó atrás a la criatura. Siguió flotando a lo largo del pozo y, poco después, la fantasmal luz sin fuente se apagó.
De nuevo, Nea voló por la oscuridad durante largo rato, cruzando pasillos y habitaciones. Ningún rayo de sol iluminaba la opresiva negrura. La oscuridad se hacía cada vez más densa y, al mismo ritmo, el ánimo de Nea empezaba a oscurecerse de nuevo. Le costaba respirar, como si le hubieran puesto una armadura demasiado apretada. Pensamientos extrañamente sombríos la atormentaban. Cada vez más a menudo se detenía y miraba melancólicamente al vacío. Era como si las paredes quisieran aplastarla, encerrarla como en una tumba de acero. Cada vez tenía menos valor. Se sintió cansada y somnolienta. Levantar los pesados párpados le costaba mucha fuerza y esfuerzo.
Una canción, se le ocurrió a Nea. Tienes que cantar una canción. Sam se lo había explicado una vez cuando la entrenaba para ser exploradora. Una canción puede hacer maravillas cuando te cansas, había dicho. Puede ahuyentar los miedos y centra la mente en algo que no sea el miedo. Aunque sólo sean tonterías: la Bella Durmiente no se duerme, recordó Nea una vieja canción infantil que le había enseñado su abuelo. ¿No podría ser otra cosa? se preguntó. ¿Algo más actual? Es extraño que sólo recuerde eso. Pero de algún modo encaja, pensó. Y empezó a tararear la sencilla melodía y a cantar la letra en voz baja. Serás mi estrella de la suerte,

¿Cuándo serás mía por fin?
Me tendrás siempre y para siempre,
¡Liderar y acompañar!
Eres mi talismán,
Mi luz del cielo,
Estoy atrapado en tu hechizo,
Me cautivas.
Desde que te encontré,
Desde que me ataste,
Las horas se convierten en segundos,
El tiempo pasa volando.
¡Serás mi estrella de la suerte!

Por extraño que parezca, funcionó: sus nervios se calmaron. El miedo persistía, pero estaba lejos del pánico. Un poco de música de fondo no estaría mal, pensó, y encendió el cohete con un rugido. El aire se llenó de aullidos ensordecedores mientras subía a toda velocidad por el pozo. El faro de su casco ya no tenía la potencia suficiente para atravesar la noche, pero, de algún modo, a Nea no le preocupaba perseguir casi a ciegas hacia lo desconocido. La adrenalina corría por sus venas. El cansancio desapareció. Como un pez que se precipita por un arroyo helado en la noche, Nea salió disparada. El viento helado le propinó fuertes golpes en las mejillas hasta que recobró el sentido. ¿Qué me pasa? Primero estoy muerta de tristeza y luego basta una cancioncilla para ponerme de buen humor. Nea se sintió como un resorte comprimido y soltado bruscamente. Siguió volando un rato con menos empuje y llegó a una sala grande y luminosa. La sala tenía un aspecto sublime y digno, como el salón del trono de un castillo de la Gran Edad. El sol brillaba en la gran sala a través de una arcada de ventanas altas. Ventanas estrechas por las que un hombre de hombros anchos podría pasar sin esfuerzo. Alcanzaban al menos doce metros hasta el alto techo. El sol era hermoso en este recinto. Y más aún porque pensó que hacía días que no lo veía. La luz brillaba seductora y se posaba cálidamente en su rostro. Estaba inmersa en ella como en un baño dorado. Como si la empujaran, Nea caminó hacia la luz. Le pareció ver un cielo azul claro, moteado de nubes blancas y esponjosas.
El sol se alzaba sobre un mar turquesa. Una agradable brisa le rozaba la cara y desprendía un aroma a sal y algas. Olas con crestas de espuma bañaban la playa y mojaban sus pies descalzos. Sintió que la arena cedía cuando la ola le acariciaba los pies: le hacía cosquillas bajo las plantas. Era como entonces. Aquello transportó a Nea a su infancia. A un maravilloso domingo en la playa. Por aquel entonces, su padre aún vivía y ella no tenía más de cinco años. Uno de los pocos días relajados en los que su padre había estado dispuesto a dejar descansar todos sus infructuosos asuntos y olvidarse de sus preocupaciones. Nea lo recordaba con claridad. Todo le resultaba familiar.
¿No había una voz que la llamaba a meterse en el agua?“, se preguntó. „Nada en este hermoso océano“. La voz era suave y amistosa. „Flota entre sus cálidas olas“. Nea dudó. Pero, como para animarla, se acercó una rompiente espumosa. Volcada, cayó sobre sí misma con fuerza y atrapó sus pies con un rugido. Burbujeante y sibilante, el agua le llegó a las rodillas. Al retroceder, tiró de sus piernas con fuerza. La succión era tan fuerte que involuntariamente dio un paso adelante.
Sobresaltada, Nea se acercó al marco de la ventana. Sintió una presión suave pero definitiva entre los omóplatos, que desapareció al instante cuando fue consciente de ella. El sueño se desvaneció. Estaba de vuelta en el gran salón lleno de luz. El murmullo se había desvanecido y el silencio le oprimía los oídos.
„¿Qué demonios fue eso?“, jadeó Nea. „¡Maldita sea!“
Miró las ventanas un poco más de cerca. No había cristal en ellas. Nada tangible o visible parecía separarlas de las profundidades del espacio. Curiosa, Nea estiró la mano hacia el espacio. De repente, el guante se cubrió de una fina capa de escarcha blanca y sus dedos se enfriaron. Cerró el puño y pequeñas partículas de hielo se desprendieron como copos de nieve danzantes. Cuando retiró la mano, el blanco se derritió y el guante brilló. Se formaron gotas y cayeron. Nea se dio cuenta de que era un campo de fuerza. Mantiene la atmósfera dentro del fayroo y la luz del sol proporciona calor. Nea tropezó. Aquí había gravedad. No se había dado cuenta antes.
Se dio la vuelta y recorrió la habitación. Dejó pasar pensativamente los últimos minutos ante su ojo interior. ¿O habían sido horas? De algún modo, a Nea le parecía que todo el Fayroo estaba impregnado de recuerdos y sensaciones. De recuerdos ajenos, pensamientos y sentimientos extraños que al mismo tiempo reforzaban sus propias sensaciones. El sueño que casi la había hecho salir por la ventana al vacío con el visor abierto había ido mucho más allá de la intensidad de un sueño normal. Si Nea no se hubiera despertado, ahora estaría flotando en el espacio como un cadáver.
Donde había un propósito, había inteligencia, y, dondequiera que se basara, Nea parecía estar cada vez más cerca de ella. Y de nuevo, una penumbra gris y turbia se estaba gestando a su alrededor. Sucedió tan rápida y bruscamente, como si una serpiente asomara de su escondite.
Así no, pensó Nea, se bajó resueltamente el visor y caminó con paso firme hacia el centro de la sala. Cuanto más enérgica se mostraba, más densa era la impresión de desgana que la envolvía palpablemente como una masa viscosa. Si realmente existía un kiray, un gobernante en un fayroo, y no sólo una especie de máquina que interpretaba los pensamientos de la gente como hacía Ogo, eso espoleaba aún más a Nea a enfrentarse a aquel ser. Al darse cuenta de que se trataba de un duelo, Nea sacó fuerzas de flaqueza. Cuanto más trataban de obstaculizarla, más fuerte se volvía su determinación de aceptar el combate y ganar. De hecho, cuanto más se resistía, más sentía la fuerza y la voluntad que se le oponían. Al igual que en un duelo, cuanto más se resistía, más sentía la fuerza de su oponente. Ya debía de estar muy cerca de un descubrimiento decisivo. No la disuadirían de llegar al fondo del misterio. Por su experiencia, sabía que cuanto más se acercaba a la meta, mayores eran los problemas. „Cuanto más dura sea la lucha, mayor será la presa“, dijo Nea desafiante. Encendió el cohete que llevaba a la espalda y voló hacia el pozo principal, que bostezaba como un agujero oscuro sobre su cabeza. El último pálido resplandor que asomaba desde el vestíbulo iluminado por el sol hasta el tubo sin luz desapareció rápidamente. Su linterna frontal abrió valientemente un pálido agujero en la oscuridad. Como envuelta en una burbuja, flotó en un río negro.

Capítulo 4

El pozo se estrechaba y terminaba en muchas ramificaciones. Al final, sólo quedaba un túnel de unos cuatro metros de diámetro. Nea apagó la mochila propulsora y siguió flotando sin impulso hasta que la agarró un fuerte campo gravitatorio. Como si la hubieran agarrado los dedos de un puño gigante, Nea fue sacudida de su vuelo y arrojada al suelo. Se deslizó varios metros sobre las placas metálicas del tubo. Al final del túnel, salió dando tumbos por la abertura, bajó rodando unos escalones y se deslizó hasta una habitación amplia y oscura.
Aturdida, permaneció tumbada. Le dolía todo el cuerpo. Su respiración era pesada y su pulso latía rápido y fuerte en su garganta. Nea esperó un rato, sonriéndose a sí misma, antes de incorporarse.
Un amplio haz de brillante luz solar caía también en esta habitación. Entraba por una gran abertura redonda, en cuyo centro se veía el sol. Por muy brillante y ancho que fuera el haz de luz, no llegaba a iluminar la habitación por completo. Las paredes eran casi negras y de formas irregulares, como si estuvieran hechas de alambres y cables. Todo tenía un brillo húmedo y orgánico.
Nea se levantó torpemente. Le dolía todo el cuerpo. Maldijo su descuido. Tiende a ser descuidada cuando tiene éxito en algo, oyó decir a su instructor. Se sabía esas palabras de memoria y a menudo tenía que reconocer la desagradable verdad que había detrás de ellas.
Pronto llamó su atención un pedestal que se alzaba en medio de la sala. Sobre él había una figura alta, de aspecto femenino. Estaba sentada, con los ojos cerrados, como introvertida, mirando hacia dentro, meditando. Parecía estar hecha de piedra oscura. A Nea, el brillo le recordó al del basalto pulido. Una sombra oscura en la oscuridad, como un agujero en el mundo. Innumerables tubos emanaban de la figura, actuando como extensiones naturales de su cuerpo. Como si se tratara de un enorme pulpo, que se elevaba sobre sus incontables brazos, o como una esfinge de forma extraña, parecida a una medusa. Fuera cual fuera la comparación que Nea quisiera hacer, la impresión que causaba en Nea era siempre la misma. Amenazadora, inquietante y, sin embargo, hermosa. Sublime como una diosa que hubiera decidido habitar entre los mortales en su templo. Material, pero insondable e intangible.
Nea se acercó sigilosamente, trepando con cuidado por los gruesos y brillantes tentáculos que cubrían el suelo como serpientes gigantes. Se acercó hasta que pudo distinguir detalles más intrincados de la figura. La imponente estatua tenía un núcleo oscuro bajo una capa gruesa como un dedo, vidriosa y transparente. Nea se subió a un muslo, se puso de puntillas y ahora estaba a la altura de la Medusa. Bajo la capa cristalina se veía un rostro femenino. Dividida en todos los colores espectrales, la luz del sol penetraba en la superficie transparente y dibujaba coloridos reflejos en la piel de la figura que había debajo. Bajo el esmalte, brillaba un marrón dorado.
La cara de Nea se acercaba cada vez más. Quería ver más detalles y finalmente se subió el visor del casco. Su nariz casi tocó la maravillosa cara alienígena. Era como si mirara a través de una capa de hielo transparente. En la piel que había debajo, la luz se refractaba un millón de veces, como si se hubiera fragmentado en diminutas esquirlas de colores. En los pómulos altos y pronunciados, sin embargo, el color era un poco más pálido. Los párpados eran oscuros, las pestañas y las cejas negro azabache. De repente, los ojos de la figura se abrieron de golpe. Nea se quedó paralizada de horror. Abrió la boca, pero no emitió ningún sonido de terror.
Al principio, la mirada de Medusa se dirigió al frente, más allá de Nea, directamente hacia el sol que brillaba a través de la ventana redonda de la cámara, pero poco a poco las pupilas oscuras se volvieron hacia ella. La mirada era penetrante y profunda, como el espacio mismo. Fría y ardiente al mismo tiempo, como el fuego de mil soles. Una palabra taladró la cabeza de Nea como un clavo clavado en la frente de un solo golpe. „¿TÚ?“
Nea dio un paso descuidado hacia delante, pisó el vacío y cayó al suelo. Se levantó rápidamente y se alejó, tropezando hacia atrás y temblando de miedo. Los ojos aterradores siguieron todos sus movimientos. Sus miradas se encontraron como dos espadas cruzadas en combate, y Nea, incapaz de apartar la vista, se vio envuelta sin querer en una repetida prueba de fuerza. Su espíritu luchaba por resistir, pero era demasiado débil para lograrlo. El ser, sin embargo, era fuerte y poderoso, su mirada dominante, penetrante y endurecida en el silencioso resplandor de incontables edades.
Finalmente, Nea se llevó las manos a la cara y se arrodilló. Quería gritar, pero tenía un nudo en la garganta. Sólo le salió un sollozo. Se dobló sobre sí misma y empezó a gemir suavemente. Las lágrimas corrían por sus mejillas. No sabía qué era lo que le había hecho llorar. Extrañamente, no era miedo. Era más bien felicidad. ¿Perdería la cabeza? ¿O la había perdido ya? ¿Era esto lo que se sentía al volverse loca? Permaneció así sentada durante largo rato, pensativa y sin miedo, y se tapó los ojos con las manos. Pero, quisiera o no, levantó lentamente la cabeza, separó los dedos y miró entre ellos, como una niña que intenta esconderse pero no puede resistirse a la curiosidad. Involuntariamente, Nea se vio impulsada a centrar su mirada en la sorprendente escultura, como una aguja de brújula obligada a alinearse. Nea se quedó mirando, pues los terribles ojos, poderosos y penetrantes como dos soles, se cerraron de nuevo, apartados del mundo y sumidos de nuevo en un sueño eterno. „No tengas miedo pequeña“, oyó Nea que le decía una voz en su cabeza. „Hasta ahora me has parecido muy valiente“. Las palabras sonaron altas y claras, como una campana. Ella no podía decir si detectaba una pizca de cinismo o burla en ella. Sin duda era la Esfinge con cabeza de Medusa la que le hablaba. La soberana de la puerta. Una Kiray que dejaba que sus palabras fluyeran directamente a los pensamientos de Nea.
„Te conozco mejor de lo que crees“, continuó la esfinge y a Nea le pareció oír una risa. „Pero me pregunto si aún te acuerdas. De mí y de toda la diversión que tuvimos. Hace tantos años de rocío“.
Nea no sabía cómo responder a eso. Y aunque lo supiera, tenía la lengua como una piedra en la boca. No se atrevía a emitir sonido alguno. En lugar de eso, se quedó mirando al guardián en silencio mientras su corazón martilleaba en su pecho por la emoción.
„Quiero enseñarte algo“, dijo finalmente el ser. „Verás que nos conocemos. Es casi imposible que me equivoque“.
En ese momento, el entorno de Nea se desdibujó en un vórtice de luces y sombras. Era como si Nea hubiera quedado atrapada en un tornado de luz y oscuridad que parecía arrojarla a otra dimensión. Pero pronto empezaron a formarse contornos en medio del caos. Los colores brillantes fluyeron en la oscuridad y desplazaron la penumbra. El mundo empezó a emerger de nuevo. Los contornos indistintos tomaron cada vez más forma hasta que Nea casi pudo distinguir formas familiares. Claro y nítido, como un cuadro recién pintado, un paisaje de colinas y bosques verdes se extendía a sus pies, surcado por las venas brillantes de innumerables ríos que relucían a la luz del sol. El cielo era de un azul tan puro que hacía daño a los ojos. Las montañas nevadas brillaban a lo lejos. El aire era fresco como en una mañana de primavera. Nea estaba en una colina verde, con la hierba alta doblada por suaves ráfagas de viento. Una escena apacible y relajante, de una belleza sobrecogedora. De repente, los truenos resonaron en el aire, seguidos de ondas de choque palpables, como puñetazos en la boca del estómago. Un rugido y un estruendo llenaron los oídos de Nea e hicieron temblar el suelo bajo sus pies. Al levantar la mirada, vio una flota de relucientes naves doradas que, al parecer, se habían lanzado directamente a la atmósfera desde la órbita y se estaban formando rápidamente sobre la tierra. Nea se dio cuenta de que no estaba sola en la colina desde la que contemplaba aquel extraño mundo. Detrás de ella había un grupo de guerreros y era evidente que llevaban allí algún tiempo. Eran hombres y mujeres ataviados con relucientes armaduras. Armaduras que a primera vista parecían funcionales, como ligeros trajes espaciales. Sólo con una inspección más detenida revelaban detalles y ornamentos juguetones. Detrás del grupo de humanos, Oponi y Akkato dominaba la escena una gran nave marcial. Era cinco veces más grande que la Nova y estaba repleta de cañones. Pero también tenía muchos detalles ornamentales que le daban un aspecto magnífico y regio. Nea no podía asignarlo a ninguna serie común. Ninguna de las casas nobles de Asgaroon se permitía tampoco un diseño tan lujoso, por lo que Nea sabía. Los guerreros que se habían reunido frente a ella seguían sin prestar atención a Nea. En apariencia, estaban hablando, rodeados de varios hologramas estratégicos que les daban información sobre el planeta y los movimientos de la flota. De repente, una mujer salió del grupo que los rodeaba y se dirigió hacia Nea con pasos rápidos y decididos. Era alta y parecía un híbrido Oponi-Humano. Los ojos grandes, los pómulos prominentes y la boca prominente así lo sugerían. Llevaba el pelo largo y castaño trenzado en varias trenzas gruesas. Antes de que Nea pudiera esquivarla, se había acercado y caminaba a través de ella como si atravesara uno de sus hologramas.
Nea se giró para ver adónde iba la mujer cuando las naves abrieron fuego sobre ellos. Resplandecientes descargas de energía golpearon el bosque y lo incendiaron. La tierra se resquebrajó bajo la fuerza de los proyectiles. Surgieron estructuras artificiales. Un complejo sistema de cuevas, lleno de naves espaciales y diversos tipos de equipos de guerra. La mayoría estaban enterradas bajo rocas, escombros y tierra. Pero algunas consiguieron despegar. Rápidamente se elevaron en el aire y devolvieron el fuego. Consiguieron infligir daños considerables, aunque recibieron varios impactos y muchas cayeron al suelo ardiendo. Una de las grandes naves de la flota, que al parecer comandaba el gran semioponi, también cayó del cielo como un cometa llameante.
La escena cambió. Nea se encontraba en medio de un bosque. La rodeaban altos helechos y colas de caballo. La deslumbrante luz del sol atravesaba las ramas en largas estelas. Aquí también se libraba una batalla. La alta mujer se defendía con cuchillas zumbantes y armas de energía incorporadas a la coraza de su armadura. Criaturas parecidas a arañas descendían de las copas de los árboles, lloviendo sobre sus combatientes. Nea vio herramientas mordedoras, largas como hoces, pinchos como lanzas y tenazas capaces de penetrar cualquier armadura. Varios soldados cayeron o perdieron brazos y piernas. El estruendo y el crepitar de las cargas de energía y los gritos de guerra llenaron el aire. El terrible tintineo de las espadas resonó en los oídos de Nea. Una de las criaturas con forma de araña se acercaba rápidamente. Sus mandíbulas se abrieron y saliva caliente brotó hacia Nea. Nea fue incapaz de reaccionar. Fascinada, se quedó mirando a la brillante bestia plateada mientras el medio-oponi se interponía entre ellas y clavaba la espada en el cráneo de la criatura, entre varios pares de ojos. De nuevo la imagen cambió. Nea estaba de pie en el polvo de un desierto rojo con un cielo azul brillando por encima. El sol quemaba, el aire estaba lleno de polvo. En el horizonte se alzaban las esbeltas torres de una ciudad blanca como el marfil. Yacía bajo una reluciente pantalla protectora que acababa de derrumbarse. Las salvas de la flota sobrevolaban los edificios y muchas de las torres se derrumbaron. Como a cámara rápida, la ciudad se hundió en escombros hasta que todo lo que quedó fue una montaña humeante de escombros. Cuando Nea miró a su alrededor, vio a la mujer alta de pie en la arena roja. Rodeada por los restos de innumerables naves espaciales, los restos humeantes de vehículos terrestres y otros equipos de combate. Muchos de sus soldados yacían muertos sobre la arena del desierto. Entre ellos, los cadáveres de criaturas insectoides. Una mujer rubia estaba junto a la guerrera. Ella también vestía una armadura reluciente. Dorada y decorada con ornamentos. Nea no podía distinguir su rostro. El sol se ocultaba en el horizonte y la cegaba. Una vez más, el mundo se transformó y Nea se encontró en una sala gigantesca. Tenía que ser un hangar, porque a su derecha había filas escalonadas de cazas pesados, cazas y transportes. A su izquierda se abría un enorme mamparo a través del cual se podía contemplar un brillante planeta verde. Nea se dio cuenta de que estaba en primera fila de una enorme legión de guerreros ataviados con brillantes armaduras. Vio estandartes y carteles con símbolos ricamente decorados. Águilas, grifos, dragones, leones y otros animales estaban adornados con gruesos bordados.
La alta medio oponi se arrodilló a un tiro de piedra delante de Nea, en el suelo que brillaba como el mármol negro. Junto a ella, un grupo de oficiales en la misma postura. La mujer rubia que Nea había visto antes bajaba ahora los escalones de una galería baja donde se alzaba un trono grande y magnífico. La acompañaban dos jóvenes vestidas de blanco. Llevaban cojines rojos en los brazos. En uno de ellos brillaba una elaborada diadema, y en el otro reposaba un corto bastón de mariscal de madera pulida, rodeado de anillos dorados. La mujer rubia cogió la diadema y la colocó sobre el cabello de la guerrera, que estaba entretejido con cintas doradas. Luego miró por encima de la cabeza de la coronada y miró directamente a Nea. Por un momento, Nea tuvo la impresión de que su corazón se detenía cuando sus miradas se cruzaban. Era la viva imagen de Nea. Un parecido perfecto.
En el mismo instante, el mundo volvió a disolverse. La inmensidad del hangar, con sus numerosas naves e interminables filas de tropas, se encogió hasta volver a adoptar las sencillas dimensiones de la cámara en la que estaba entronizada la misteriosa esfinge. Como Nea aún intentaba procesar lo que había vivido, al principio no se dio cuenta del cambio, pero las profundas sombras que la rodeaban siguieron creciendo. La habitación se adentró en la noche y la luz del día empezó a desvanecerse. Nea se giró y se dio cuenta de que la ventana redonda que tenía detrás se estaba encogiendo, como un iris que hubiera empezado a estrecharse. En unos segundos, la abertura desaparecería por completo. De un golpe, Nea recobró el sentido. Cerró el casco y aceleró como un cohete hacia el agujero que se cerraba.

Capítulo 5

Ogo, que estaba conectado a los sistemas de la nave, registró un movimiento a unos ocho mil metros de distancia. Era un objeto del tamaño de un ser humano y se alejaba en línea recta del Fayroo. Ahora también podía sentir de nuevo los sentimientos de Nea. Cuando ella había entrado en el fayroo, a Ogo le había parecido como si se hubiera disuelto en la nada. Tenía que ser Nea la que se tambaleaba indefensa por la habitación. Apresuradamente, puso en marcha los motores del Nova y se dirigió hacia ella. Dejaba tras de sí una estela brillante, que indicaba que una de las toberas de propulsión de su unidad de cohetes se había dañado. Provocado por el empuje unilateral, Nea giró salvajemente sobre su propio eje. Al parecer, era incapaz de detener su vuelo descontrolado. Volteando constantemente, corrió hacia el sol. A Ogo le costó seguir a su amiga orgánica. Acercó el Nova a Nea hasta que la joven dio vueltas junto a la escotilla de embarque como si fuera un pequeño satélite enloquecido. Abrió la esclusa, atrapó a la joven e inmediatamente volvió a cerrar la escotilla. Dentro de la cámara, Nea giró como una hélice. Rebotó contra las paredes, el suelo y el techo. El traje espacial blindado al menos evitó que se rompiera todos los huesos, pero el paquete de cohetes estaba roto. Después de sufrir una cantidad casi incontable de contusiones y torceduras, el impulso de su movimiento acabó por agotarse.
Ogo comprobó con satisfacción que los valores biológicos de Nea estaban dentro de los límites aceptables. Sólo su nivel de adrenalina estaba muy por encima de lo normal, pero la pequeña humana sobreviviría. Al fin y al cabo, había sobrevivido a cosas peores.

Nea no podía moverse sin sentir dolor. Tenía moratones, contusiones y esguinces por todas partes. Había sido una verdadera tortura quitarse el traje espacial y ponerse su combinación de piloto. Cojeó torpemente hasta el puente.
Ogo había vuelto a poner la nave en posición y había terminado los preparativos para el paso de la puerta cuando ella se hundió en la silla a su lado. Se estremeció al contemplar el anillo de oro perfecto. Silencioso e inmóvil, brillaba en el cielo negro como si no fuera más que una inofensiva curiosidad del pasado lejano. Sombrío y silencioso, como si se hubiera sumido de nuevo en su sueño que había durado siglos. „Esperando y acechando“ sería probablemente una mejor descripción, se habría preguntado Nea, ya que el antiguo poder inherente al Fayroo de ahí fuera no estaba ciertamente dormido, sino lleno de intenciones hostiles y pensamientos misteriosos y siniestros. No terminaba de decidirse a salir del sistema. De algún modo, no se sentía cómoda con el hecho de que no hubiera ninguna reacción visible desde la puerta. En realidad, habría sido más lógico que un enjambre de guardias la hubiera atacado para destrozar su nave. Habría sido una reacción común, pero que no se había materializado en su primera aproximación. Algo que ella misma había podido observar algunas veces cuando una nave había volado demasiado cerca de una puerta. Sin embargo, todo seguía en calma. Le habría gustado utilizar el hipermotor y alejarse, pero aquel sistema estaba muy lejos y el siguiente mundo habitado estaba a unos cinco días de distancia, incluso para la Nova y su potente motor. Se trataba de un planeta poco poblado y tecnológicamente subdesarrollado. Por lo tanto, un viaje a través del hiperespacio conllevaba un riesgo demasiado grande, ya que un daño grave podría significar quedarse varado en el borde del universo conocido en un mundo estéril durante mucho tiempo. Y Nea no quería arriesgarse a eso.
Ogo preparó la alimentación de los propulsores, obligando a Nea a tomar una decisión. „Dame un poco más de tiempo“, regañó, „No soy un robot“.
Ogo le transmitió la imagen de un caracol arrastrándose sobre una hoja. „¡Déjame pensar!“, se enfadó Nea.
No importa cómo le diera la vuelta, su recorrido por el Fayroo la había puesto en una situación grave que no había considerado antes. Pero Nea no quería escabullirse sin hacer ruido. Así que abrió las fuentes de alimentación preparadas y el Nova se puso en marcha. Ogo introdujo las coordenadas del objetivo y quiso enviarlas a la puerta a través de Kawi. Un pequeño dispositivo con el que se podía enviar el nombre del sistema objetivo al Fay sin tener que contactar directamente con el Kiray. Pero Nea lo contuvo. „Espera“, dijo, cerrando los ojos. „Quiero intentar algo“. Se concentró en la puerta. En realidad, ella no sabía exactamente qué esperar. Pero, inexplicablemente, pensó que podría lograrlo sin contactar con los Fayroo a través de los Kawi. Después de todo, sabía que algunos pilotos eran capaces de hacerlo. Sin embargo, ella nunca lo había intentado. Por lo tanto, dejó intacto el pequeño dispositivo de transmisión en forma de caja. Se concentró y se produjo una reacción. Fue como si una densa niebla se disipara de repente y revelara la vista. Ese momento duró poco, y luego la niebla volvió a cerrarse.
„Sculpa-Trax“, respiró Nea. „Hogar“. Temía que simplemente les ignoraran o les enviaran a un punto muy alejado de la galaxia. En cualquier caso, albergaba serias dudas sobre un pasaje sin problemas.
Ogo empujó la palanca de control hacia delante y el Nova aceleró. Majestuoso y sublime, el gigantesco anillo creció hasta alcanzar su temible tamaño. Algo terrible podía ocurrir en cualquier momento. Nea lo esperaba con firmeza y se aferró al respaldo de su silla.
Pero, como tantas otras veces, las estrellas se desdibujaron y la sensación familiar se apoderó de Nea, como si la arrastraran hacia el infinito. Cuando el túnel se abrió y la nova fue arrastrada hacia el interior, como por una mano invisible y poderosa, Nea respiró aliviada. Pero justo cuando creía que no iba a pasar nada más, la cabina se estremeció. Las ventanas empezaron a vibrar como los cristales de un armario durante un terremoto, y los paneles de plástico de la cabina del piloto crujieron. Una voz que parecía provenir de todas direcciones, profunda, llena de sonidos y, sin embargo, muy femenina, hizo estremecerse a Nea. De repente se le fue el color de la cara. Las palabras le taladraron la cabeza, le hicieron vibrar el cráneo como una campana.
„¡NO VUELVAS A HACER ESO!“ Nea se quedó completamente helada y no se atrevió a moverse. Todo su cuerpo se tensó. Muy despacio, miró a Ogo, que seguía con su rutina habitual y, obviamente, no había notado nada raro. Pero unos instantes después volvió la cabeza en su dirección.
„Sus bio-valores han aumentado“, señaló. „¿Hay alguna razón para preocuparse?“
Nea se quedó mirando las rayas brillantes que resplandecían fuera de la ventana del Nova. El hipnótico juego de colores, esa dimensión misteriosa, entre los portales. „Espero que lleguemos a casa sanos y salvos“, dijo ansiosa. Pero la nova siguió a la deriva sin ser molestada, para materializarse al cabo de unas veintiuna horas en el espacio normal de Sculpa Trax. Una de las nueve puertas que existían en el sistema Scutra había escupido la nova. Ahora la nave se unía a la interminable columna de naves espaciales que entraban en el sistema de mundos portuarios procedentes de todas partes de la galaxia. Nea observó el Fayroo del que acababan de salir a través del monitor de la óptica de popa. Grande e impresionante, flotaba ante las estrellas. A diferencia del Fay, en cuyas entrañas acababa de vagar Nea, éste rebosaba positivamente de vida y poder. Nea podía sentir literalmente el poder que emanaba del enorme anillo dorado. Nunca antes había sido tan consciente de ello como ahora. Nea sacó al Nova del convoy de naves espaciales que salían por la puerta y se dirigían a los planetas interiores de Scutra.
„Lo que estáis haciendo va contra las normas“, amonestó Ogo con voz monótona.
„No me importa“, respondió Nea. „La distancia entre un Fay y yo no puede ser lo bastante grande“. Satisfecha, observó cómo se encogía el gran anillo brillante en el monitor de popa. „Y no te preocupes“, dijo Nea, como para sí misma. „No volveré a perturbar los sueños de ninguno de vosotros, los timoneles“.

 

NOMADS – LEGACY
Histoires courtes

Un sombre secret

De
Allan J. Stark

Chapitre 1

Heure 11.379 pgZ
(Calendrier Pangalactique)

Nea resserre sa ceinture de sécurité. La fin du passage de la porte approchait et elle avait l’impression de sentir que la vitesse diminuait déjà. Mais ce n’était peut-être qu’une illusion. La vitesse n’existait pas dans la zone entre les portails, si l’on en croyait la plupart des physiciens. Quoi qu’il se passe dans ce tunnel entre les mondes, cela échappe aux lois de la réalité familière. Les sondes lancées pendant le passage disparaissaient ou ne fournissaient pas de données utilisables. Aucun instrument de mesure connu n’était capable de collecter des informations avec succès. On ne savait absolument rien de cet étrange monde intermédiaire.
A peine vingt-et-une heures plus tôt, Nea était encore dans le système Patory. À bord de son vaisseau, le Nova, elle s’était insérée dans une colonne interminable de vaisseaux spatiaux qui attendaient d’être transportés devant le portail Fayroo, les yeux rivés sur la porte géante. Un anneau doré aux dimensions gigantesques. Elle avait senti les doigts invisibles du maître de la porte tâtonner dans ses pensées. Cherchant, explorant, jusqu’à ce qu’elle murmure le nom du système de destination et que la Nova, soit attirée dans le passage ouvert. Comme elle détestait cette sensation lorsque le couloir entre les mondes s’ouvrait. Elle avait l’impression de donner un coup de pied dans le vide. Comme si l’on manquait une marche d’escalier, suivie d’une chute dans l’infini – au-delà de millions d’étoiles.
Les traînées lumineuses qui avaient enveloppé la Nova pendant son passage s’estompèrent. L’instant d’après, le vaisseau était à nouveau entouré du noir profond de l’espace et des étoiles aux doux reflets qui se matérialisaient soudainement autour d’eux. La sortie du tunnel fut aussi brutale que Nea s’en souvenait. Elle eut toutes les peines du monde à intercepter le vaisseau chancelant. Mais cette fois-ci, Nea était mieux préparée. Des années plus tôt, la première fois qu’elle s’était rendue à cet endroit, elle avait piloté le gigantesque Rimmon du capitaine Zebulon Greenwood et le puissant vaisseau s’était farouchement opposé aux tentatives de Nea de le remettre sur sa trajectoire.
Ogo, assis à côté d’elle, s’est mis au travail comme d’habitude, sans dire un mot sur son arrivée. Avec une routine machinale, il vérifia les alentours et l’état du vaisseau.
„Ça s’est bien passé“, dit Nea, mais le grand robot ne s’occupa pas de la jeune femme et se consacra sans émotion aux besoins de la nova. „Je veux te prévenir encore une fois“, ronfla le robot en basculant quelques interrupteurs. „Ce que tu veux faire est stupide“.
„C’est plutôt une sorte de curiosité“, le corrigea Nea, amusée. „Et sans cette qualité humaine, tu n’existerais pas. Les gens curieux sont généralement des gens bien, car ils font bouger les choses et donc progresser l’humanité. Alors laisse-moi tranquille. Je suis conscient de prendre un risque“.
„Quel grand mot, répondit Ogo.
Nea a freiné le vaisseau jusqu’à l’arrêt complet et a fait faire demi-tour au transporteur. La porte par laquelle ils venaient d’entrer se dressait maintenant devant la fenêtre du cockpit. Elle brillait en apesanteur dans la lumière du soleil. Un anneau d’or brillant et scintillant, comme l’équivalent de Fayroo dans le système Patory, intégré dans le noir profond de l’espace. Il était presque immaculé. Seuls quelques endroits avaient légèrement perdu de leur couleur. Nea ne se sentait jamais bien lorsqu’elle s’approchait de l’un des fays, comme on appelait généralement les portails fayroo. Ces reliques d’une époque révolue lui donnaient la chair de poule. Et elle n’était pas la seule à avoir peur. D’innombrables habitants d’Asgaroon, qu’ils soient humains, oponi ou akkato, se sentaient mal à l’aise en présence des portails. Peu d’entre eux recherchaient la proximité des fays, et encore moins appréciaient la sensation que leur procurait le conducteur de la porte en fouillant dans leurs pensées. Un frisson parcourut les avant-bras de Nea à cette pensée et, l’espace d’un instant, elle regretta d’être venue ici.
„Des inquiétudes ?“, supposa Ogo à juste titre. Ses capteurs pouvaient enregistrer les changements dans les fonctions biologiques de Nea, ce qui lui permettait de tirer des conclusions sur son état de santé. Il connaissait également le schéma de ses ondes cérébrales, ce qui lui permettait d’interpréter les pensées de Nea. Nea savait que si elle mentait, il le saurait immédiatement. Elle n’a donc rien dit. Au lieu de cela, elle poussa le levier de poussée un peu plus loin et le retira immédiatement. Une minuscule langue de feu, à peine visible, s’alluma dans les deux moteurs de la Nova et poussa le vaisseau spatial vers l’avant. Peu à peu, le Fayroo brillant se rapprochait. Ogo déverrouilla les systèmes d’armement de la Nova et transmit un état d’alerte à la simple IA du vaisseau. Celle-ci pourrait le soutenir en cas d’urgence, si les vaisseaux de garde de la porte se déployaient, qui empêchaient généralement l’approche non souhaitée d’un Fay. Mais rien ne se passa. Tout restait calme et immobile dans le ciel sombre et constellé d’étoiles. Le système se trouvait si loin d’Asgaroon que la nébuleuse spirale derrière le fayroo occupait presque tout le champ de vision. Une vue à couper le souffle que l’on n’avait que sur peu de mondes, car la plupart des planètes habitées ne se trouvaient pas au-dessus, mais à l’intérieur du disque principal. Mais Nea était trop excitée pour profiter de cette image impressionnante. La surface de la porte présentait un motif irrégulier formé d’innombrables plaques métalliques de différentes nuances d’or et de cuivre. Des flèches, des antennes et des tours s’élevaient à plusieurs endroits du Fayroo, s’avançant de plusieurs centaines de mètres dans l’espace. La Nova glissait à côté d’eux comme un minuscule poisson sur un énorme banc de corail, s’approchant imperturbablement du corps principal en forme d’anneau du Portail du Saut du Monde. Il ne s’agissait pas d’un de ces gigantesques portails que l’on trouvait habituellement dans les systèmes civilisés. „Même le plus petit fayroo de Sculpa Trax était au moins trois fois plus grand que celui-ci“, dit-elle à Ogo, qui était également occupé à enregistrer et à surveiller leur excursion. Plus la nova s’approchait, plus l’impression de délabrement avancé s’intensifiait. Ici et là, des fissures et des trous apparaissaient à la surface, comme si des météorites l’avaient traversée. Et il y avait plus de zones ternes, où le rayonnement intense du soleil avait attaqué le métal, que ce que l’on pouvait voir auparavant au loin.
Ogo ronfla, activa quelques armes cachées du vaisseau et augmenta la puissance des boucliers. Il transmit à Nea une brève impulsion télépathique. „Juste par précaution“, interpréta Nea.
„D’accord“, répondit-elle, „mais reste en retrait. Je ne veux pas de problèmes avec cette chose. C’est déjà assez amical que le Fay nous laisse approcher de si près“. Nea observa les environs avec intérêt, regardant tour à tour vers la fenêtre, puis à nouveau vers l’écran tactique qui enregistrait chaque mouvement et les alerterait immédiatement si quelque chose d’inhabituel se produisait. Après tout, il n’était pas sans danger de passer en dessous de la distance réglementaire d’une porte et de s’en approcher sans y être invité. Les gardiens ne dormaient jamais et réagissaient généralement immédiatement à l’approche d’un navire qui n’avait pas l’intention d’effectuer un passage. Dans ce cas, le maître de la porte se contentait d’éjecter les fauteurs de troubles dans la nature. Mais cela se produisait si rarement qu’on le classait déjà dans le domaine des légendes.
Là encore, rien ne se passait. Aucun vaisseau de garde ne s’approcha, aucun portier ne saisit la nova de ses doigts invisibles. Entre-temps, la nova avait atteint quelques-unes des longues flèches qui dépassaient de l’anneau comme de longues épines. Le petit transporteur s’approcha doucement, comme s’il s’agissait d’une mouche rampant au bord d’une toile d’araignée. Près de l’ouverture élargie, le vaisseau s’immobilisa finalement. Nea éclaira l’intérieur de la brèche avec le phare de proue et put y distinguer d’innombrables étages et couloirs. Elle suivit pendant un moment le point lumineux circulaire qui cherchait, tâtonnant comme un doigt brillant sur des arêtes métalliques tranchantes et déchirées.
Quand elle en a vu assez, elle a décidé de s’aventurer encore plus loin. La curiosité l’emportait désormais sur toute autre considération. Comme toujours, lorsque la fièvre de la chasse la prenait. Le moment était venu où elle ne devait plus avoir de doutes. Il n’y avait plus que l’objectif qu’elle devait poursuivre de toutes ses forces. Et elle ne devait pas avoir peur. Face à ce monstre antique dehors, avec tous ses sombres secrets, ce n’était pas du tout facile. Elle aurait plutôt pu affronter un Tigermaug, comme elle l’avait fait il y a quelques années, et qu’elle pouvait juger dans une certaine mesure. Mais le Fayroo qui flottait devant la proue de la Nova était quelque chose de totalement différent. Ici, il n’y avait rien à prévoir. „Jusqu’ici, tout s’est bien passé“, dit Nea en défaisant sa ceinture et en se glissant hors de son fauteuil.
„On dirait que tu es tombé du toit“. Au lieu d’une image mentale que le robot lui transmettait habituellement pour illustrer une pensée, il utilisait maintenant sa voix ronflante et métallique pour donner du poids à son inquiétude.
„N’importe quoi !“, a balayé Nea de ses préoccupations. „Tout ira bien“.
Elle a enfilé le lourd casque de sa combinaison spatiale. Les fermetures de la collerette s’enclenchèrent. L’oxygène s’y engouffra. Un projecteur situé au-dessus de la visière s’alluma, plongeant le sas dans une clarté aveuglante, comme si le soleil y pénétrait. Nea a rapidement réduit la lumière à un niveau confortable. Elle était nerveuse. Plus nerveuse qu’elle ne voulait se l’avouer. Elle a levé les mains devant la visière et a remarqué que le bout de ses doigts tremblait.
En tâtant les deux pistolets Prouque sur ses hanches gauche et droite, elle s’est assurée qu’ils étaient bien en place. La compacité des armes, qui inspirait confiance, rendait à Nea son assurance. Les Prouques, si fiables, lui avaient souvent sauvé la vie. Les anciens pistolets à rail tiraient des particules de métal qui atteignaient leurs cibles avec une grande énergie. Ils provenaient d’une récupération que Nea avait effectuée quelques années auparavant pour le compte de la Zefren Company. En fait, elle aurait dû rendre les armes, mais elle avait préféré les garder. Nea ouvrit une valve sur la paroi du sas et l’air s’échappa de la chambre. Lorsque la pression est tombée à zéro, Nea a ouvert la porte extérieure. La lourde cloison glissa silencieusement sur le côté. L’or du fayroo, qui brillait doucement, occupait tout le champ de vision de Néa, comme si elle voyait l’intérieur d’une mine de fusion. À sa connaissance, personne ne s’était jamais approché aussi près d’une porte sans être attaqué. Il était encore plus improbable qu’une personne avant elle ait réussi à pénétrer à l’intérieur de l’un des portails. Et il n’était pas encore certain qu’elle y parvienne. Dans un élan de peur, son cœur battait si fort qu’elle pensait qu’il allait faire exploser sa cage thoracique. Mais la curiosité de découvrir ce qu’il y avait à l’intérieur d’un fayroo et les secrets qu’il renfermait triompha de ses craintes naissantes.
Nea saisit la ceinture de son appareil et activa le sac à dos de la fusée. De minuscules nuages de gaz s’échappèrent des orifices des tuyères et elle fut doucement expulsée de la nova. Nea s’est dirigée habilement vers le trou qui s’est ouvert devant elle comme une gorge pleine de dents. Arrivée au bord, elle s’arrêta un instant. Puis elle prit une grande inspiration et flotta le long des bords tranchants comme des couteaux, à l’intérieur de l’énorme machine.

Chapitre 2

L’obscurité l’a aussitôt entourée. Le faisceau de la lampe de son casque s’enfonce difficilement dans l’obscurité presque matérielle. Elle augmenta l’intensité de sa lampe et put voir qu’elle était entrée dans un grand hall. Le sol n’était pas fait pour les pieds d’un homme ou d’une autre créature. Personne n’aurait pu marcher dessus sans trébucher immédiatement et se blesser. Les murs et les plafonds étaient également recouverts d’une quantité incalculable de crémaillères, de poulies, de chaînes et de câbles métalliques. Apparemment, il s’agissait de voies de transport pour des machines qui se déplaçaient à l’aide d’engrenages, de pinces ou autres. Nea vit que les tringles avaient été tordues ou arrachées de leur ancrage à plusieurs endroits. Les chaînes et les câbles métalliques étaient également lâches, suspendus en apesanteur et immobiles dans l’espace, comme des algues dans une mer calme. Il est possible qu’un météore ait traversé le fay et provoqué ces ravages.
Au milieu de la salle s’ouvrait un trou circulaire qui descendait vers une profondeur sans lumière. Au plafond, un équivalent ouvrait sa gueule. Nea glissa par-dessus le gouffre effrayant et éclaira les profondeurs. Au bout de quelques mètres, le faisceau de lumière blanche se perdit dans l’obscurité. Elle roula sur le dos et le faisceau lumineux éclaira le plafond de la salle. Là aussi, l’ouverture donnait sur une obscurité inquiétante qui semblait ne pas avoir de fin. Nea essaya d’évaluer les dimensions de l’espace et en conclut qu’il devait s’agir d’ouvertures vers un couloir central. Celui-ci traversait certainement tout l’anneau. Ce tunnel permettrait d’atteindre n’importe quelle partie de la gigantesque structure. Mais comme elle n’a jamais aimé descendre quelque part comme dans un tombeau, elle a décidé d’utiliser l’accès au plafond. En tout cas, elle avait décidé d’appeler cette direction „le haut“. Elle plaça un émetteur de la taille d’un petit pois à l’entrée de la salle, afin de créer un point de repère, et s’envola à l’intérieur. Nea vola de plus en plus haut. Elle traversa plusieurs fois des espaces similaires à celui où elle était entrée dans le puits. Son monde ne se composait plus que de quelques mètres que la lampe devant elle pouvait éclairer : un environnement de tuyaux, de puits et de noirceur sans fin. L’obscurité commençait peu à peu à lui peser sur l’esprit. Elle avait déjà souvent fait des recherches dans des endroits sombres et étroits et ne souffrait pas de claustrophobie – mais elle commençait tout de même à se sentir mal. Des images sombres lui venaient à l’esprit. Des images de cauchemar. Des visions qu’elle avait eues autrefois dans un rêve fiévreux. Enfant, elle avait été piégée dans une cave sombre et avait supposé que toutes sortes de monstres et d’esprits tendaient leurs doigts et leurs griffes vers Nea. Aujourd’hui, elle ressentait la même chose. Des peurs irrationnelles montaient en elle. Sa respiration était difficile, son pouls s’accélérait. Fatiguée, Nea s’accrocha à un câble sur le mur et s’arrêta. Elle commença à réciter un court poème, comme elle l’avait appris de son instructeur, pour surmonter sa peur. En levant les yeux,

Je suis parti si seul que je ne m’y attendais pas,
Sous l’éclat de la lune.
Le brouillard est arrivé,
ondulèrent, ondulèrent,
Comme un sombre jeu d’ombres.
Ils m’ont enveloppé dans la fraîcheur du chemin.
C’est pour m’accompagner qu’ils sont venus.
Si légers et sans effort, nous avons dansé,
Dans la neige du soir.

Elle réussit à remettre de l’ordre dans ses idées. Simru Amayew aurait été très content d’elle. Ce professeur sévère et maigre, avec son nez de faucon prononcé et son regard perçant, qui l’avait si souvent grondée et traitée d’enfant inutile. Pourtant, elle avait réussi et était désormais le meilleur éclaireur de la Zefren Company, équipé de son propre vaisseau et d’un nombre considérable d’organismes étrangers capturés ou tués. Elle était si douée que son supérieur, Sam Blumfeldt, qui était un peu comme un père pour elle, avait souvent demandé qu’elle soit retirée de l’équipe de sauteurs. Trop souvent, ses services étaient demandés et elle devait laisser en plan les travaux commencés que Sam lui avait attribués. Outre le fait qu’il avait trouvé en elle une mécanicienne habile, elle était une éclaireuse encore plus douée, qui s’était montrée très compétente dans la récupération de navires et la chasse aux parasites dangereux. Elle aurait aimé savoir quels étaient les quotas de Simru Amayew et si elle l’avait peut-être déjà dépassé. Cela l’aida un peu à s’attarder sur ces pensées et à reprendre le contrôle de ses émotions. Au bout de quelques minutes, Nea se sentit mieux, se détacha du câble auquel elle s’était accrochée et continua à flotter.
Le temps a passé sans que l’environnement ne change de manière significative. Partout, ce ne sont que des puits et des couloirs semblables à des cavernes. Elle avait imaginé que son excursion à l’intérieur d’une porte de saut serait plus excitante. Jusqu’à présent, elle ne l’avait trouvée que fatigante, oppressante et ennuyeuse. „Quel genre d’entreprise stérile cela va-t-il être ?“, chuchota Nea. Elle s’attendait à mieux. Elle ne pouvait certes pas dire exactement quoi, mais les puits, les couloirs et les allées vides n’étaient pas ce qu’elle avait en tête.
Soudain, un rayon de lumière crue croisa son chemin. Il tomba à l’horizontale dans le noir, comme une lance de lumière, et forma une tache rougeoyante sur le métal doré de la paroi du puits. Nea constata que c’était la lumière du soleil qui pénétrait dans le tube par une ouverture étroite. Il s’agissait d’un petit puits de communication qui semblait mener à une pièce brillamment éclairée. Intriguée, Nea regarda à l’intérieur et vit une grande salle qui respirait la solennité sacrée d’un temple ou d’une église. Les fenêtres hautes et étroites laissaient entrer une lumière étincelante. Les murs, le sol et le plafond brillaient d’un doux reflet. Nea crut voir une rangée de sièges sous l’ouverture. Ils couraient à gauche et à droite le long du mur. Elle crut aussi voir que quelqu’un était assis dans l’un d’entre eux. Curieuse, elle s’est glissée plus avant dans le trou pour élargir son champ de vision, mais un champ de force l’a repoussée. Inlassablement, elle continua à se débattre, comme un poisson qui essaie de se faufiler entre les mailles étroites d’un filet. Elle gagna effectivement quelques centimètres et put ainsi voir une plus grande partie de la pièce. Elle crut alors distinguer des bouts de bottes et une large manche de velours qui recouvrait une main posée sur un large accoudoir. Mais bientôt, ses forces l’abandonnèrent et le champ de force commença à la repousser dans l’ombre.
D’innombrables cristaux de glace irisés se sont détachés d’un épais câble qui les avait frôlés. Clignotants, ils dansaient devant les yeux de Nea comme de minuscules ailes d’insectes. Fascinée, elle observa la ronde jusqu’à ce qu’elle fasse une observation étonnante. Les cristaux de glace se transformaient en petites gouttes d’eau flottantes lorsqu’ils entraient en contact avec le rayon de soleil, et gelaient à nouveau dès qu’ils plongeaient dans l’ombre.
Nea a levé son bras droit devant la visière, a allumé un moniteur plat placé sur son avant-bras et a vérifié les données environnementales. A sa grande surprise, l’écran indiquait qu’elle évoluait dans une atmosphère d’oxygène. La température était certes inférieure de quelques degrés à zéro et l’air était très sec, mais on pouvait le respirer. Tout compte fait, il semblait que l’on se trouvait à l’intérieur d’une station spatiale intacte, mais moyennement chauffée. Comment est-ce possible avec tous ces dégâts, se dit-elle. Nea hésita un moment, puis ferma les yeux et ouvrit la visière. Le froid se posa sur son visage et s’insinua à l’intérieur de sa combinaison spatiale comme de l’eau qui coule lentement. La jeune femme aspira lentement l’air par les lèvres et ouvrit les yeux. Elle cligna des yeux dans l’obscurité, puis prit une profonde inspiration.
Le froid et l’odeur fraîche rappelaient à Néa un clair matin d’hiver glacial. Le soleil qui brillait sur sa joue à travers la trappe la réchauffait. Nea a éteint l’appareil à oxygène et a observé des nuages de vapeur blanche se former devant sa bouche. Elle se tourna alors vers le petit trou et regarda à nouveau dans la pièce derrière. Elle voulait crier dans la salle, mais quelque chose l’en empêchait. Elle avait déjà l’appel dans la gorge, mais il y restait coincé. Cela lui était souvent arrivé, c’était généralement la peur de sa propre voix qui troublait le silence. Mais cette fois, c’était autre chose qui la faisait hésiter. Un sentiment de danger. Il valait mieux ne pas se faire repérer. Pourquoi les habitants d’un fay auraient-ils d’autres motivations que les vaisseaux gardiens qui détruisaient tout ce qui s’approchait du portail ? Elle se poussa prudemment du mur et se glissa à nouveau vers le haut dans l’obscurité – et une ombre sombre s’étendit à nouveau sur son esprit. C’était comme si la poussière de tous les millénaires d’existence de ce portail s’abaissait d’un coup sur elle pour l’écraser. Un poids d’une tonne d’émotions et de souvenirs. Le fayroo lui apparaissait comme un corps mourant, qui se détériorait peu à peu et dont la vie s’échappait lentement et silencieusement. Il s’évanouissait. Inerte, sans résister, il s’abandonnait docilement et patiemment à la mort inflexible. Comme un arbre géant à l’agonie, ses souvenirs tombaient au sol comme des feuilles mortes, étouffant toute vie en dessous.

Chapitre 3

Nea pensait qu’elle marchait depuis des heures. Mais lorsqu’elle s’est arrêtée pour vérifier sa position, elle n’avait parcouru que quelques mètres. Elle se souvenait avoir tourné plusieurs fois. Sans raison, elle avait quitté le couloir principal et erré dans les étroits conduits. Elle avait perdu toute notion du temps. Alors que Nea volait silencieusement, ses sens commencèrent à s’aiguiser à nouveau, comme si les doigts du poing qui l’avait capturée s’étaient fatigués pour lui offrir l’occasion de s’échapper. Profitant de ce moment, elle se mit à courir le long du couloir principal. Tout à coup, elle entendit un bruit – fort et pénétrant, comme le grattement du métal sur le métal. Elle s’arrêta à nouveau et écouta. Le silence. Mais cela ne voulait peut-être rien dire. Lorsqu’elle avait chassé le Tigermaug qui s’était niché dans les restes d’une épave antique, elle avait échappé de justesse à la mort parce qu’elle avait réussi à rester un moment de plus que la patience du prédateur n’avait pu supporter et qu’il avait bougé…
La tension augmentait. Nea commença à transpirer et le bruit de sa respiration lui parut désagréable, comme le ronronnement d’un chat. Cela la trahirait tôt ou tard. Des yeux attentifs l’observaient sûrement déjà.
Le Tigermaug l’avait lui aussi presque assurée, l’avait observée et avait inondé son sens des images d’une réalité modifiée. Des images d’une jungle dans laquelle il effaçait son image et transmettait la vision déformée à son sens. Nea a failli se jeter directement dans ses griffes si elle n’avait pas découvert le reflet de la créature féline accroupie dans un étang qui se préparait à bondir au même moment. Apparemment, l’animal ne connaissait pas le principe de réfraction de la lumière et c’est pourquoi il n’avait pas effacé son reflet de l’image mentale qu’il projetait dans le cerveau de Nea.
Nea secoua la tête. Elle ne devait pas trop penser au passé. Elle était là, à l’intérieur d’un Fayroa, et on l’observait. Nea scruta l’obscurité, mais rien ne bougeait. Tout était encore silencieux et immobile. Elle attendit environ une minute, puis une autre, pour être sûre. Puis, enfin, elle reprit son vol.
Bientôt, le puits s’élargit. Les parois s’enfonçaient de tous côtés dans l’obscurité. Le projecteur de Nea n’éclairait que très peu l’étendue. Le tunnel s’était élargi en forme de bulle et un nombre presque incalculable de puits secondaires ovales y débouchaient. Cette salle semblait menaçante, voire hostile. Elle ressemblait à l’intérieur de la construction d’une colonie d’araignées de la Gazzai. Un frisson parcourut le corps de Nea à cette vue. Cet endroit dégageait une menace évidente. Elle ne devrait pas rester ici plus longtemps que nécessaire, pensa Nea en s’envolant vers le plafond où se poursuivait le couloir principal. Mais elle s’arrêta brusquement et écouta dans le vide. De nouveau, ce cri métallique, qui était renvoyé d’innombrables fois par les murs. Ensuite, il y eut une sorte de trépidation et de battement, comme des coups de tambour sourds et réguliers.
Le bruit se rapprochait rapidement et semblait provenir d’un des trous effrayants. Nea a ressenti le besoin de s’enfuir au plus vite et a allumé les fusées en toute hâte. Plus vite que prévu, elle s’engouffra dans le puits principal. Elle heurta douloureusement le mur – une fois, deux fois. Puis elle partit en vrille. Elle réussit tant bien que mal à reprendre le contrôle de son vol, mais heurta de nouveau violemment une protubérance massive qui sortait du mur comme une bosse et rétrécissait le conduit.
Étrangement, des lumières s’allumèrent, mais Nea ne put en déterminer la source. Le couloir a été plongé dans un jaune terne et opaque – une lueur qui semblait venir directement de l’air.
Nea s’est arrêtée, étourdie. Elle perçut ce changement juste avant de s’assoupir et le grondement qui s’approchait se perdit dans ses oreilles. La conscience lui échappa. Elle glissa dans un rêve étrange.

Des images de tambours se sont formées dans son esprit.
De grandes mains maladroites frappèrent dessus jusqu’à ce que la toile se déchire. Lorsque le tonnerre s’est arrêté, le silence s’est installé. Un silence menaçant, comme avant un orage. Le regard de Nea s’est fixé sur le cuir déchiré. Des araignées jaillissaient de la déchirure. Horrifiée, Nea se détourna et marcha sur une plaque de pierre noire brillante. De minuscules étoiles y brillaient comme de petits diamants. Puis elle vit un grand anneau doré et brillant tomber du ciel et rebondir sur le sol sombre dans un „pling“ métallique clair. Peu après, un autre anneau tomba, puis un autre. Peu après, une averse entière. Et finalement, une véritable grêle s’abattit sur Néa. Le tintement clair devint insupportable. Nea plaqua ses mains sur ses oreilles, mais ce fut sans effet. Le bruit métallique s’enfonçait dans ses tympans comme des aiguilles. Elle hurla.
Nea s’est immédiatement réveillée. Elle n’osa pas bouger. Sans tourner la tête, elle s’est contentée d’examiner l’espace autour d’elle avec ses yeux. Sa respiration était faible. Ses doigts ne tremblaient pas. Seul son pouls s’était accéléré, mais étrangement, elle était loin de perdre son sang-froid. Ce sentiment de calme et de sérénité, dans lequel toute crainte s’éloignait d’elle, n’était pas nouveau pour Nea. Son corps s’était préparé à la chasse. La lumière était toujours allumée – et elle croyait que rien n’avait changé. Tout était comme avant son évanouissement. Pourtant, elle avait l’étrange impression de ne plus être seule. C’est alors qu’elle remarqua une forme d’étoile à sa gauche, qui bloquait le couloir. Elle pensa d’abord qu’il s’agissait de l’hélice d’un système de ventilation, mais en tournant la tête, elle reconnut la silhouette d’une créature mécanique à huit pattes qui s’était écartée dans le tunnel, ses membres fins tendus. Plus elle regardait la chose, plus elle pouvait distinguer de détails. Un corps épais, rond et argenté formait le centre de cette forme. Celui-ci s’agita violemment une fois au moment où Nea avait bougé la tête et oscilla de haut en bas. Accompagné d’un bruit ronronnant, comme si un ordinateur démarrait. Quelques yeux à facettes scintillaient dans l’obscurité, comme une grappe de perles noires. Des pinces s’ouvraient dans un claquement, saisissaient le vide et se retiraient.
Nea ne pouvait s’empêcher de penser que cette chose lui tournait le dos, même s’il était difficile de savoir ce qui était devant ou derrière. Mais elle était presque sûre qu’elle avait dû passer au-dessus d’elle lorsqu’elle avait perdu connaissance et fait ce bref rêve étrange. Maintenant, elle se tenait là où elle avait apparemment perdu la trace de Nea. Elle écoutait et guettait.
Nea a lentement glissé sa main droite vers l’un de ses pistolets et a refermé ses doigts sur la crosse. Mais ce minuscule mouvement suffit à la trahir. L’araignée métallique se retourna en un clin d’œil, tendit ses griffes acérées et s’approcha de sa proie en cliquetant et en cliquetant.
Nea s’est redressée, a été emportée comme une balle par la machine et s’est mise à tourbillonner. Elle se cogna encore et encore contre les murs et se fit de douloureuses contusions. L’araignée la suivait. Elle s’accrochait aux saillies et aux tuyaux dans le couloir. Les mains en ciseaux coupèrent l’air lorsqu’elle passa à nouveau devant Nea. Nea s’accrocha à une entretoise et regarda le monstre s’arrêter en grinçant. Des griffes en forme de crochets s’enfoncèrent dans le métal des parois, puis la créature se retrouva suspendue dans le tube, immobile, les jambes largement écartées. Il semblait qu’elle doive à nouveau s’orienter. Le corps se balançait encore une fois de haut en bas, tressaillait et tremblait, et les pinces acérées s’étendaient dans le vide sans but précis. Nea avait de plus en plus l’impression que l’obscure machine était endommagée. Sa maladresse devait en être la cause. Si elle n’avait pas été endommagée, Nea aurait eu beaucoup plus de mal. Elle aurait peut-être déjà été victime de l’araignée. Nea a sorti le deuxième pistolet. Elle se sentait mieux lorsqu’elle tenait deux pistolets dans ses mains et elle avait besoin de plus de puissance de feu que d’habitude. Même si cela l’empêchait d’utiliser les tapes sur ses paumes pour contrôler les propulseurs.
La monstruosité a dû remarquer le mouvement. Il a fait demi-tour et a attaqué à nouveau. Cette fois, l’attaque était plus précise. Une griffe passa juste à côté du cou de Nea tandis qu’il perdait pied et trébuchait sur elle. Nea se déplaça en titubant dans un enchevêtrement de pattes et de lames. L’araignée glissa à travers le puits dans un cri métallique assourdissant, tandis que Nea était prisonnière de ses membres, comme dans une cage de fer. Elle glissa brusquement par une ouverture et dégringola au fond du puits. Elle parvint à se remettre sur ses pieds et glissa sur quelques mètres, telle une patineuse sur le métal, sur un étang gelé. La pelote de maillons métalliques continua à rouler dans le puits.
Nea a profité de l’occasion pour viser avec ses deux pistolets et appuyer plusieurs fois sur la gâchette. Les projectiles de particules plongèrent la pièce dans une clarté étincelante. Le recul souleva Nea de ses pieds et la propulsa au loin. Puis suivit le fracas des explosions qui résonnèrent bruyamment dans ses oreilles. Des éclairs aveuglants dessinaient des ombres bizarres sur les murs. Elle traversa la pièce en titubant et s’écrasa contre une poutre. Si cette chose ne me tue pas, se réprimanda Nea, je vais finir par le faire moi-même !
Elle s’est empressée d’essayer de retrouver le regard de son agresseur et s’est débattue dans les airs comme une marionnette enragée jusqu’à ce qu’elle puisse saisir un renfoncement dans le mur. Avec ses jambes, Nea se hissa dans une fente entre deux segments de mur et obtint ainsi une position plus ou moins sûre et solide. Dans cette position, elle s’attendait à une autre attaque.
Un nuage de fumée grisâtre s’est formé dans l’apesanteur. Des flammes s’échappaient en crépitant sur les côtés. Elles rampaient le long des murs, se faufilaient sur les conduites et les tuyaux comme des volutes de brouillard rougeoyantes, puis s’éteignaient.
Lorsque la fumée s’est dissipée, une boule de métal étrangement tordue était suspendue dans l’air. Un étrange enchevêtrement de membres tordus. Certains d’entre eux avaient fondu, d’autres s’étaient séparés comme du miel visqueux et s’étaient figés sous cette forme. Le corps rond de l’araignée laissait apparaître un trou fumant d’où jaillissaient de temps en temps des étincelles lumineuses. Nea se détacha du mur et vola au-dessus des débris tranchants, les pistolets dans les poings, continuant à viser son adversaire. Les mains-ciseaux de l’araignée s’avancèrent, coupèrent l’air et se retirèrent. Nea plana au-dessus du corps terrifiant qui se mit à tournoyer lentement, sans poids, comme une plume, dans un doux courant d’air. Elle accéléra et laissa la créature derrière elle. Elle continua à flotter le long du puits et peu après, la lumière fantomatique sans source s’éteignit.
Nea a de nouveau volé longtemps dans l’obscurité, traversant des halls et des salles. Aucun rayon de soleil n’éclairait le noir oppressant. L’obscurité devenait de plus en plus dense et l’humeur de Néa s’assombrissait à nouveau dans la même mesure. Elle avait du mal à respirer, comme si on l’avait enfermée dans une armure trop étroite. Des pensées étranges et sombres l’inquiétaient. Elle s’arrêtait de plus en plus souvent et fixait le vide avec mélancolie. C’était comme si les murs voulaient l’écraser, l’enfermer, comme dans un tombeau d’acier. Le courage lui manquait de plus en plus. Elle se sentait fatiguée et somnolente. Soulever ses lourdes paupières lui demandait beaucoup de force et d’efforts.
Une chanson, se dit Nea. Il faut chanter une chanson. C’est ce que Sam lui avait expliqué une fois, lorsqu’il l’avait formée au métier de scout. Une chanson peut faire des miracles quand tu es fatigué, avait-il dit. Elle peut chasser les peurs et orienter l’esprit vers autre chose que la peur. Même si ce ne sont que des bêtises – ne t’endors pas, se souvint Nea d’une vieille comptine que son grand-père lui avait apprise autrefois. Ne pourrait-il pas s’agir d’autre chose ? se demanda-t-elle. Quelque chose de plus actuel ? C’est étrange de ne se souvenir que de ça. Mais d’une certaine manière, ça colle, pensa-t-elle. Elle se mit alors à fredonner la mélodie simple et à chanter doucement les paroles. Tu seras ma bonne étoile,

Quand seras-tu enfin à moi ?
Tu me verras toujours et pour toujours,
Diriger et accompagner !
Tu es mon talisman,
Ma lumière céleste,
Je suis sous ton emprise,
Tu m’attaches.
Depuis que je t’ai trouvé,
Depuis que tu m’as lié
Les heures deviennent des secondes,
Le temps s’envole.
Je veux que tu sois ma bonne étoile !

Bizarrement, cela a fonctionné : ses nerfs se sont calmés. Certes, la peur persistait, mais elle était loin de la panique. Un peu de musique d’accompagnement ne serait pas de trop, pensa-t-elle, et elle alluma bruyamment le sac à dos de la fusée. Des hurlements assourdissants emplirent l’air lorsqu’elle s’élança dans le puits. Le phare de son casque n’avait certes plus la force de percer la nuit, mais d’une certaine manière, cela ne dérangeait pas Nea de se lancer presque à l’aveugle dans l’inconnu. L’adrénaline se répandait dans ses veines. La fatigue disparaissait. Comme un poisson qui se précipite dans un ruisseau nocturne glacé, Nea s’élance. Le vent glacial lui donnait de grands coups sur les joues jusqu’à ce qu’elle retrouve soudain la raison. Qu’est-ce qui m’arrive, se demanda-t-elle. D’abord je suis triste à mourir, ensuite il suffit d’une petite chanson pour me mettre dans les meilleures dispositions. Nea avait l’impression d’être un ressort qu’on aurait comprimé puis relâché brusquement. Elle continua à voler un moment en réduisant sa poussée et arriva dans une grande salle lumineuse. Le hall avait l’air sublime et digne, comme la salle du trône d’un château du Grand Âge. Le soleil entrait dans la grande pièce par une arcade de hautes fenêtres. Des fenêtres étroites qu’un homme aux larges épaules pouvait franchir sans peine. Elles s’élevaient à au moins douze mètres jusqu’au haut plafond. Le soleil était magnifique dans cet encadrement. Et ce d’autant plus qu’elle avait l’impression de ne pas l’avoir vu depuis des jours. La lumière brillait de manière envoûtante et se posait chaudement sur son visage. Elle s’y plongeait comme dans un bain doré. Comme si on la poussait, Nea se dirigea vers la lumière. Elle eut l’impression de voir un ciel bleu clair, parsemé de nuages blancs et floconneux.
Le soleil brillait au-dessus d’une mer turquoise. Un vent agréable caressait son visage et renfermait un parfum de sel et d’algues. Des vagues couronnées d’écume s’échouaient sur la plage, mouillant ses pieds nus. Elle sentait le sable se dérober lorsque la vague caressait ses pieds – cela la chatouillait sous la plante des pieds. C’était comme à l’époque. Cette vision ramenait Nea à son enfance. Un merveilleux dimanche à la plage. A l’époque, son père était encore en vie et elle n’avait pas plus de cinq ans. Un des rares jours de détente où son père avait accepté de laisser tomber toutes ses affaires infructueuses et d’oublier ses soucis. Nea s’en souvenait parfaitement. Tout lui semblait familier.
N’y avait-il pas une voix qui l’appelait à entrer dans l’eau ? se demanda-t-elle. „Nage dans ce merveilleux océan“. La voix était douce et amicale. „Flotter entre ses vagues chaudes“. Nea hésita. Mais, comme pour l’encourager, un brisant écumant roula vers elle. Il se renversa, s’effondra en bruissant et saisit ses pieds en rugissant. L’eau s’éleva jusqu’à ses genoux en bouillonnant et en sifflant. Lorsqu’elle refluait, elle tirait sur ses jambes. L’aspiration était si puissante qu’elle fit involontairement un pas en avant.
Effrayée, Nea saisit le cadre de la fenêtre. Elle ressentit une pression douce mais certaine entre les omoplates, qui s’estompa instantanément lorsqu’elle en prit conscience. Le rêve s’estompa. Elle était de retour dans le grand hall inondé de lumière. Le bruit s’était arrêté et le silence pesait sur ses oreilles.
„Qu’est-ce que c’était que ça ?“, haleta Nea. „Bon sang !“
Elle a regardé les fenêtres d’un peu plus près. Il n’y avait pas de verre à l’intérieur. Rien de tangible ou de visible ne semblait les séparer des profondeurs de l’espace. Curieuse, Nea tendit la main vers l’espace. D’un seul coup, le gant se couvrit d’une fine couche de givre blanc et ses doigts devinrent froids. Elle forma un poing et de petites particules de glace se détachèrent comme des flocons de neige dansants. Lorsqu’elle retira sa main, le blanc fondit et le gant se mit à briller. Des gouttes se formèrent et tombèrent. Un champ de force, réalisa Nea. Il maintient l’atmosphère à l’intérieur du Fayroa et la lumière du soleil y apporte de la chaleur. Nea se demanda. La gravité régnait ici. Elle ne l’avait pas remarqué auparavant.
Elle se retourna et fit le tour de la pièce. Pensive, elle fit défiler les dernières minutes devant son œil intérieur. Ou s’agissait-il d’heures ? D’une certaine manière, il semblait à Nea que tout le fayroo était imprégné de souvenirs et de sentiments. Des souvenirs étrangers, des pensées et des sentiments étrangers qui renforçaient en même temps ses propres sensations. Le rêve qui l’avait presque poussée à sortir par la fenêtre dans le vide, la visière ouverte, avait dépassé de loin l’intensité d’un rêve normal. Si Nea ne s’était pas réveillée, elle serait à présent un cadavre flottant dans l’espace.
Là où il y avait une intention, il y avait une intelligence et, où qu’elle se trouve, Néa semblait s’en rapprocher de plus en plus. Une fois de plus, une mélancolie grisâtre s’installa autour d’elle. C’est arrivé si vite et si soudainement qu’on aurait dit qu’un serpent sortait de sa cachette.
Pas comme ça, pensa Nea, qui rabattit résolument sa visière et retourna d’un pas ferme au centre de la salle. Plus elle se montrait énergique, plus l’impression de réticence qui l’enveloppait sensiblement comme une masse visqueuse se faisait dense. S’il y avait vraiment un kiray, un conducteur dans un fayroo, et pas seulement une sorte de machine qui interprétait les pensées des gens comme le faisait Ogo, cela incitait d’autant plus Nea à affronter cet être. En réalisant qu’il s’agissait d’un duel, Nea a puisé une force énorme. Plus on essayait de l’en empêcher, plus sa décision d’oser le combat et de le gagner était grande. En fait, plus elle résistait, plus elle sentait la force et la volonté qui s’opposaient à elle. De même que dans un duel, plus on s’opposait à son adversaire, plus on sentait sa force. Elle devait être maintenant très proche d’une découverte décisive. Elle ne se laisserait pas dissuader de découvrir le secret. De par son expérience, elle savait que plus elle se rapprochait de son but, plus les problèmes étaient grands. „Plus le combat est dur, plus le butin est gros“, a déclaré Nea par défi. Elle alluma l’unité de missiles sur son dos et pénétra dans le puits principal, qui bâillait comme un trou sombre au-dessus de sa tête. Les dernières lueurs pâles qui s’échappaient du hall inondé de soleil et s’engouffraient dans le tube sans lumière disparurent rapidement. Son projecteur brûlait courageusement un trou pâle dans l’obscurité. Comme enveloppée dans une bulle, elle dérivait dans un fleuve noir.

Chapitre 4

Le puits se rétrécissait et se terminait par de nombreuses bifurcations. Finalement, seul un tunnel d’environ quatre mètres de diamètre continuait. Nea éteignit l’ensemble de réacteurs et continua à flotter sans propulsion jusqu’à ce qu’elle soit saisie par un puissant champ gravitationnel. Comme si les doigts d’un poing géant l’avaient saisie, Nea fut arrachée à son vol et brutalement projetée au sol. Elle glissa sur plusieurs mètres sur les plaques métalliques du tube. Au bout du tunnel, elle dégringola de l’ouverture, dévala quelques marches et s’engouffra dans une vaste pièce sombre.
Elle est restée allongée, assommée. Tout son corps était douloureux. Sa respiration était difficile et son pouls battait vite et fort dans son cou. Nea attendit un moment, souriant à elle-même, avant de s’asseoir.
Dans cette pièce aussi, un large rayon de lumière solaire claire entrait. Il arrivait par une seule grande ouverture circulaire au centre de laquelle on pouvait voir le soleil. Aussi large et intense que soit le rayon de lumière, il ne parvenait pas à éclairer complètement la pièce. Les murs étaient presque noirs et de forme irrégulière, comme s’ils étaient faits de fils et de câbles. Une lueur humide et organique se dégageait de l’ensemble.
Nea se leva maladroitement. Des douleurs parcouraient son corps. Elle jura contre son manque d’attention. Elle a tendance à être imprudente quand elle réussit quelque chose, entendit-elle son instructeur dire. Elle connaissait ces mots par cœur et souvent, elle devait reconnaître la vérité désagréable qu’ils cachaient.
Son attention se porta bientôt sur un socle qui s’élevait au milieu de la pièce. Une haute silhouette d’apparence féminine y trônait. Elle était assise, les yeux fermés, comme repliée sur elle-même, regardant à l’intérieur, méditant. Elle semblait avoir été entièrement sculptée dans une pierre sombre. L’éclat rappelait à Nea le basalte poli. Une ombre sombre dans l’obscurité, comme un trou dans le monde. D’innombrables tuyaux partaient de la silhouette et semblaient être les prolongements naturels de son corps. Comme si elle était une pieuvre géante surplombant ses innombrables bras, ou comme un sphinx médusé aux formes originales. Quelle que soit la comparaison que Nea voulait faire, l’impression qu’elle produisait sur Nea était toujours la même. Menaçante, effrayante et pourtant magnifique. Sublime comme une déesse qui avait choisi de résider dans son temple parmi les mortels. Matière, mais insondable et impalpable.
Nea se faufila plus près, enjambant prudemment les tentacules épais et brillants qui recouvraient le sol comme des serpents géants. Elle s’approcha jusqu’à ce qu’elle puisse distinguer d’autres détails en filigrane sur la statue. La statue, qui se dressait en hauteur, avait un noyau sombre sous une couche transparente et dure comme le verre, de l’épaisseur d’un doigt. Nea monta sur une cuisse, se hissa sur la pointe des pieds et se trouva alors à hauteur de visage de la Méduse. C’était un visage de femme que l’on pouvait voir sous la couche cristalline. Divisée en toutes les couleurs du spectre, la lumière du soleil traversait la surface transparente et dessinait des reflets multicolores sur la peau du personnage en dessous. Sous l’émail, elle brillait d’un brun doré.
Le visage de Nea se rapprochait de plus en plus. Elle voulait voir plus de détails et finit par relever la visière de son casque. Son nez toucha presque le visage merveilleusement étrange. C’était comme si elle voyait à travers une couche de glace transparente. Sur la peau en dessous, la lumière se réfractait des millions de fois, comme si elle était brisée en minuscules éclats colorés. La couleur était cependant un peu plus pâle sur les pommettes hautes et prononcées. Les paupières étaient sombres, les cils et les sourcils d’un noir profond. Soudain, la silhouette ouvrit les yeux. Nea était paralysée par la terreur. Sa bouche s’ouvrit, mais aucun son de terreur ne sortit de ses lèvres.
Au début, le regard de la Méduse était dirigé droit devant elle, passant devant Néa, directement vers le soleil qui brillait dans la chambre à travers la fenêtre ronde, mais lentement, ses pupilles sombres se tournèrent vers elle. Le regard était pénétrant et profond, comme l’espace lui-même. Froid et brûlant à la fois, comme le feu de mille soleils. Un mot s’enfonça dans la tête de Nea comme un clou enfoncé d’un coup dans son front. „TOI ?“
Nea fit un pas en avant inconsidéré, donna un coup de pied dans le vide et s’écroula par terre. Elle se releva rapidement et s’éloigna, trébuchant en arrière et tremblant de peur. Les yeux effrayants suivaient chacun de ses mouvements. Leurs regards se rencontrèrent comme deux lames croisées au combat – et Nea, incapable de détourner les yeux, s’engagea malgré elle dans une épreuve de force répétée. Son esprit luttait pour résister, mais elle était trop faible pour y parvenir. L’être, lui, était fort et puissant, son regard impérieux, pénétrant et durci par l’ardeur silencieuse d’innombrables âges.
Finalement, Nea plaça ses mains devant son visage et tomba à genoux. Elle voulait crier, mais sa gorge était nouée. Seuls de légers sanglots en sortaient. Elle se tordit et se mit à gémir doucement. Des larmes coulaient sur ses joues. Elle ne savait pas ce qui lui faisait monter les larmes chaudes aux yeux. Bizarrement, ce n’était pas de la peur. Cela ressemblait plutôt à un sentiment de bonheur. Allait-elle perdre la raison ? Ou l’avait-elle déjà perdue ? Est-ce que c’est ce que l’on ressent quand on devient fou ? Elle resta longtemps ainsi, pensive et sans peur, les mains sur les yeux. Mais qu’elle le veuille ou non, elle releva lentement la tête, écarta les doigts et regarda entre eux, comme un enfant qui essaie de se cacher, mais qui ne peut pas résister à la curiosité. Involontairement, Nea fut poussée à focaliser son regard sur la sculpture effrayante, comme l’aiguille d’une boussole est forcée de s’orienter. Nea fut stupéfaite, car les yeux terribles, puissants et pénétrants comme deux soleils, s’étaient refermés, détournés du monde et plongés à nouveau dans un rêve éternel. „N’aie pas peur, petite“, entendit Nea dire une voix dans sa tête. „Jusqu’à présent, tu m’as semblé très courageuse“. Les mots sonnaient fort et clairs, comme une cloche. Elle n’aurait su dire si elle y décelait une once de cynisme ou de moquerie. Sans aucun doute, c’était le Sphinx à la tête de Méduse qui lui parlait. La conductrice de la porte. Une Kiray qui laissait couler ses paroles directement dans l’esprit de Nea.
„Je te connais mieux que tu ne le penses“, poursuivit le Sphinx et Nea crut entendre un rire. „Mais je me demande si tu te souviens encore. De moi et de tout le plaisir que nous avons eu. Il y a tant de milliers d’années“.
Nea ne savait pas quoi répondre à cela. Et même si c’était le cas, sa langue était comme une pierre dans sa bouche. Elle n’arrivait pas à prononcer un seul mot. Au lieu de cela, elle fixa silencieusement la portière, tandis que son cœur battait dans sa poitrine sous le coup de l’émotion.
„Je veux te montrer quelque chose“, dit finalement la créature. „Tu verras, nous nous connaissons. Que je me trompe est presque impossible“.
À cet instant, l’environnement de Nea s’est brouillé en un tourbillon d’ombre et de lumière. C’était comme si Nea avait été prise dans une tornade de lumière et d’obscurité qui semblait la projeter dans une autre dimension. Mais bientôt, des contours commencèrent à émerger du chaos. Des couleurs vives s’infiltrèrent dans les ténèbres et repoussèrent l’obscurité. Le monde commença à renaître. Des contours indistincts prirent forme jusqu’à ce que Nea puisse reconnaître des formes à peu près familières. Un paysage de collines et de forêts vertes s’étendait à ses pieds, clair et net, comme un tableau fraîchement peint, traversé par les veines brillantes d’innombrables rivières qui brillaient au soleil. Le ciel d’un bleu si pur qu’il faisait mal aux yeux. Au loin, des montagnes enneigées brillaient. L’air était frais comme un matin de printemps. Nea se tenait sur une colline verdoyante dont les hautes herbes étaient courbées par de douces rafales de vent. Une scène paisible et apaisante, d’une beauté à couper le souffle. Soudain, des coups de tonnerre résonnèrent dans l’air, suivis d’ondes de choc que l’on pouvait ressentir comme des coups de poing dans le creux de l’estomac. Un grondement emplit les oreilles de Nea et fit trembler le sol sous ses pieds. En levant les yeux, elle vit une flotte de vaisseaux aux reflets dorés qui semblait avoir été propulsée dans l’atmosphère directement depuis l’orbite et qui se formait rapidement au-dessus de la terre. Nea remarqua qu’elle n’était pas seule sur la colline d’où elle surplombait ce monde étrange. Derrière elle se tenait un groupe de guerriers, et ce depuis un bon moment apparemment. Il s’agissait d’hommes et de femmes vêtus d’armures chatoyantes. Des armures qui, à première vue, semblaient fonctionnelles, comme des combinaisons spatiales légères. Ce n’est qu’en y regardant de plus près qu’elles révélaient des détails et des ornements ludiques. Un grand vaisseau martial, qui se dressait derrière le groupe d’humains, d’Oponi et d’Akkato, dominait la scène. Il était peut-être cinq fois plus grand que la Nova et débordait de canons. Mais il comportait également de nombreux détails décoratifs qui lui donnaient un air magnifique et royal. Nea ne pouvait pas le classer dans une série courante. De même, aucune des maisons nobles d’Asgaroon ne s’offrait un design aussi original, pour autant que Nea le sache. Les guerriers qui s’étaient rassemblés devant elle ne remarquèrent toujours pas Nea. Ils étaient apparemment en train de se concerter, entourés de plusieurs hologrammes stratégiques qui leur donnaient des informations sur cette planète et sur les mouvements de la flotte. Soudain, une femme sortit du groupe qui les entourait et se dirigea vers Nea d’un pas rapide et déterminé. Elle était grande et semblait être un métis d’Oponi et d’humain. Ses grands yeux, ses pommettes marquées et sa bouche proéminente laissaient supposer cette hypothèse. Elle avait de longs cheveux bruns tressés en plusieurs tresses épaisses. Avant même que Nea n’ait pu l’éviter, elle s’était approchée et l’avait traversée comme l’un de ses hologrammes.
Nea se retourna pour voir où la femme voulait aller lorsque les vaisseaux au-dessus d’eux ouvrirent le feu. Des salves d’énergie lumineuses s’abattirent sur les forêts et les embrasèrent. Sous la force des projectiles, la terre se fendit. Des structures artificielles apparurent. Un système complexe de grottes, remplies de vaisseaux spatiaux et d’équipements de guerre divers. La plupart d’entre eux ont été ensevelis sous la roche, les débris et la terre. Mais certains d’entre eux ont réussi à décoller. Ils se sont rapidement élevés dans les airs et ont riposté. Ils ont pu faire de gros dégâts, même s’ils ont été touchés à plusieurs reprises et que beaucoup sont tombés au sol en brûlant. L’un des grands vaisseaux de la flotte, apparemment commandé par la grande Demi-Openi, est également tombé du ciel comme une comète enflammée.
La scène changeait. Nea se trouvait au milieu d’une forêt. De hautes fougères et des prêles l’entouraient. La lumière crue du soleil traversait les branches en longues traînées. Là aussi, une bataille faisait rage. La grande femme se défendait à l’aide de lames bourdonnantes et d’armes énergétiques intégrées à l’armure de ses bras. Des créatures arachnéennes tombaient de la cime des arbres et pleuvaient sur ses combattants. Nea vit des outils de morsure longs comme des faucilles, des pointes comme des lances et des pinces capables de transpercer n’importe quelle armure. Plusieurs soldats tombèrent ou perdirent bras et jambes. Le fracas et le crépitement des charges d’énergie et des cris de guerre emplissaient l’air. Les terribles cliquetis des lames résonnaient dans les oreilles de Nea. L’une des créatures arachnéennes s’approcha rapidement. Ses mâchoires s’ouvrirent et une salive brûlante gicla vers Nea. Nea était incapable de réagir. Fascinée, elle fixait l’animal aux reflets argentés lorsque la demi-oponne s’interposa et enfonça sa lame dans le crâne de la créature entre plusieurs paires d’yeux. Une fois de plus, l’image changea. Nea se tenait dans la poussière d’un désert rouge, au-dessus duquel brillait un ciel bleu. Le soleil brûlait, l’air était chargé de poussière. A l’horizon, les tours élancées d’une ville s’élevaient, blanches comme l’ivoire. Elle se trouvait sous un écran scintillant qui venait de s’effondrer. Les salves de la flotte au-dessus de la ville frappaient les bâtiments et de nombreuses tours s’effondraient. Comme en accéléré, la ville tomba en ruines jusqu’à ce qu’il ne reste plus qu’une montagne fumante de débris. En regardant autour d’elle, Nea vit la grande femme debout dans le sable rouge. Entourée par les débris d’innombrables vaisseaux spatiaux, les épaves fumantes de véhicules terrestres et d’autres équipements de combat. Beaucoup de ses soldats gisaient morts sur le sable du désert. Parmi eux, les corps de créatures insectoïdes. Une femme blonde se tenait à côté de la guerrière. Elle aussi était vêtue d’une armure chatoyante. Dorée et décorée d’ornements. Nea ne pouvait pas voir son visage. Le soleil déclinant était éblouissant au-dessus de l’horizon et l’aveuglait. Le monde fut à nouveau transformé et Nea se retrouva dans un gigantesque hall. Il devait s’agir d’un hangar, car sur sa droite s’alignaient des rangées de vaisseaux de combat lourds, de chasseurs et de transporteurs. Sur sa gauche, une immense cloison bâillait, à travers laquelle on pouvait voir une planète verte et scintillante. Nea réalisa qu’elle se trouvait au premier rang d’une immense légion de guerriers en armure étincelante. Elle vit des bannières et des étendards richement ornés de symboles. Des aigles, des griffons, des dragons, des lions et d’autres animaux y figuraient en broderies épaisses.
La grande demi-oponne était agenouillée à un jet de pierre de Néa, sur le sol qui brillait comme du marbre noir. A côté d’elle, un groupe d’officiers dans la même posture. La femme blonde que Néa avait vue précédemment descendait maintenant les marches d’une galerie basse sur laquelle s’élevait un grand et magnifique trône. Deux jeunes filles, vêtues d’un blanc sobre, l’accompagnaient. Elles portaient des coussins rouges sur les bras. Sur l’une brillait un diadème ouvragé, sur l’autre reposait un court bâton de maréchal en bois poli, entouré d’anneaux d’or. La femme blonde prit le diadème et le posa sur les cheveux de la guerrière, entrelacés de rubans dorés. Elle regarda ensuite par-dessus la tête de la femme couronnée et regarda directement Nea. Pendant un instant, Nea eut l’impression que son cœur s’arrêtait lorsque leurs regards se croisaient. Elle était le portrait craché de Nea. Une réplique parfaite.
Au même moment, le monde s’est dissous une nouvelle fois. L’immensité du hangar, avec ses nombreux vaisseaux et ses rangées interminables de troupes, se rétrécit jusqu’à retrouver les simples dimensions de la chambre dans laquelle trônait le mystérieux Sphinx. Alors que Nea essayait encore d’assimiler ce qu’elle venait de vivre, elle ne remarqua d’abord pas le changement, mais les ombres profondes qui l’entouraient continuèrent à grandir. La pièce se replongea dans la nuit et la lumière du jour commença à s’estomper. Nea se retourna et réalisa que la fenêtre ronde derrière elle se rétrécissait, comme un iris qui commençait à se rétrécir. Dans quelques secondes, l’ouverture aurait complètement disparu. D’un seul coup, Nea retrouva tous ses esprits. Elle referma le casque et se précipita comme une fusée vers le trou qui se refermait.

Chapitre 5

Ogo, qui était connecté aux systèmes du vaisseau, a détecté un mouvement à environ huit mille mètres de distance. Il s’agissait d’un objet de la taille d’un homme qui s’éloignait du Fayroo en ligne droite. Il pouvait à nouveau percevoir les émotions de Nea. Lorsqu’elle avait pénétré dans le fayroo, Ogo avait eu l’impression qu’elle s’était évaporée dans le néant. C’était forcément Nea qui se baladait, impuissante, dans la pièce. Il démarra précipitamment les moteurs de la Nova et se dirigea vers elle. Elle traînait derrière elle une traînée lumineuse qui indiquait qu’une tuyère de son unité de fusée était endommagée. En raison de la poussée unilatérale, Nea tournait frénétiquement sur son axe. Apparemment, elle était incapable d’arrêter son vol incontrôlé. Elle fonçait vers le soleil en se retournant constamment. Ogo avait du mal à suivre son amie organique. Il rapprocha la nova de Néa jusqu’à ce que la jeune femme tournoie à côté de la trappe d’accès, comme si elle était un petit satellite déchaîné. Il ouvrit le sas, captura la jeune femme et referma immédiatement la trappe. Dans le caisson, Nea fut ballottée comme une hélice en rotation. Elle se heurta aux murs, au sol et au plafond. La combinaison spatiale blindée l’empêcha de se briser tous les os, mais le sac à dos de la fusée se brisa. Après avoir subi un nombre incalculable de contusions et d’entorses, son élan s’est finalement arrêté.
Ogo a constaté avec satisfaction que les valeurs biologiques de Nea se situaient dans une fourchette acceptable. Seul le taux d’adrénaline était bien supérieur à la normale, mais la petite humaine s’en sortirait. Après tout, elle avait déjà survécu à pire.

Nea ne pouvait pas bouger sans ressentir de la douleur. Partout, elle souffrait de contusions, d’ecchymoses et d’entorses. Cela avait été une véritable torture d’enlever sa combinaison spatiale et d’enfiler sa combinaison de pilote. Elle boita maladroitement jusqu’à la passerelle.
Ogo avait remis le vaisseau en position et terminé les préparatifs pour le passage de la porte lorsqu’elle s’enfonça dans son fauteuil à côté de lui. Elle frissonna en fixant le cercle d’or parfait loin devant elle. Silencieux et immobile, il brillait dans le ciel noir comme s’il n’était rien de plus qu’une curiosité inoffensive d’un lointain passé. Sombre et silencieux, comme s’il était retombé dans son sommeil qui durait depuis des temps immémoriaux. „Attendant et guettant“ serait une meilleure description, aurait-on demandé à Néa, car la force ancestrale qui habitait le Fayroa là-bas ne dormait certainement pas, mais était remplie d’intentions hostiles et de pensées mystérieuses et sombres. Elle n’arrivait pas à se décider à s’envoler pour quitter le système. D’une certaine manière, l’absence de réaction visible de la porte la gênait. En fait, il aurait été plus logique qu’un essaim de gardiens l’attaque pour démanteler son vaisseau. Cela aurait été une réaction normale, mais elle n’avait pas eu lieu dès sa première approche. Quelque chose qu’elle avait déjà pu observer elle-même plusieurs fois, lorsqu’un vaisseau s’était approché trop près d’une porte. Mais au lieu de cela, tout est resté calme. Elle aurait voulu utiliser l’hyperpropulsion et prendre le large, mais ce système était très éloigné et le monde habité le plus proche était à environ cinq jours de route, même pour la Nova et son puissant moteur. Il s’agissait d’une planète peu peuplée et techniquement sous-développée. Un voyage en hyperespace comportait donc un risque trop important, car un dommage grave pouvait signifier être bloqué pour longtemps aux confins de l’univers connu, sur une planète déserte. Et Nea ne voulait pas prendre ce risque.
Ogo a préparé le câble d’alimentation des moteurs, obligeant Nea à faire enfin un choix. „Laisse-moi encore un peu de temps“, râla-t-elle, „je ne suis pas un robot“.
Ogo lui transmit l’image d’un escargot rampant sur une feuille. „Laisse-moi réfléchir“, s’énerva Nea.
Quoi qu’elle fasse, sa visite du Fayroa l’avait mise dans une situation grave à laquelle elle n’avait pas pensé auparavant. Mais Nea n’avait pas l’intention de s’éclipser discrètement. Elle a donc ouvert les conduites d’alimentation préparées et la Nova s’est mise en mouvement. Ogo saisit les coordonnées de la destination et voulut les envoyer par kawi à la porte. Un petit dispositif qui permettait d’envoyer le nom de la cible au fay sans avoir à entrer directement en contact avec le kiray. Mais Nea le retint. „Attends“, dit-elle en fermant les yeux. „Je veux essayer quelque chose“. Elle se concentra sur la porte. En fait, elle ne savait pas exactement à quoi s’attendre. Mais de manière inexplicable, elle pensait pouvoir y arriver sans avoir à contacter le fayroo via le kawi. Après tout, elle savait que certains pilotes pouvaient le faire. Mais elle-même n’avait jamais essayé. Elle n’a donc pas touché au petit appareil de transmission en forme de boîte. Elle s’est concentrée et il y a effectivement eu une réaction. C’est comme si un épais brouillard s’était soudainement dissipé et que la vue s’était dégagée. Ce moment ne dura qu’un instant, puis le brouillard se referma.
„Sculpa-Trax“, souffla Néa. „A la maison“. Elle craignait qu’ils soient simplement ignorés ou envoyés vers un point très éloigné de la galaxie. En tout cas, elle doutait sérieusement que le passage se fasse sans problème.
Ogo poussa le manche à balai vers l’avant et la Nova accéléra. Majestueux et majestueux, l’anneau géant atteignit sa taille terrifiante. A tout moment, quelque chose d’horrible pouvait se produire. Nea s’y attendait et se cramponna au dossier de son fauteuil.
Mais, comme bien des fois auparavant, les étoiles se brouillèrent et la sensation familière s’empara de Nea, comme si elle était attirée vers l’infini. Lorsque le tunnel s’ouvrit et que la nova fut attirée à l’intérieur, comme par une main invisible et puissante, Nea respira. Mais alors qu’elle pensait qu’il ne se passerait plus rien, le cockpit trembla. Les fenêtres commencèrent à s’entrechoquer comme des verres dans une armoire lors d’un tremblement de terre, et les revêtements en plastique du cockpit du pilote grincèrent. Une voix qui semblait venir de toutes les directions, grave, pleine et pourtant très féminine, fit frissonner Nea. D’un coup, les couleurs disparurent de son visage. Des mots s’enfoncèrent dans sa tête, faisant vibrer son crâne comme une cloche.
„NE FAIS PLUS JAMAIS ÇA !“ Nea était complètement figée et n’osait pas bouger. Tout son corps se crispait. Très lentement, elle regarda Ogo qui, comme d’habitude, vaquait à ses occupations de routine et n’avait visiblement rien remarqué d’inhabituel. Mais quelques instants plus tard, il tourna la tête dans sa direction.
„Tes bios ont augmenté“, a-t-il constaté. „Y a-t-il des raisons de s’inquiéter ?“
Nea fixait les traînées lumineuses qui brillaient devant la fenêtre de la Nova. Le jeu de couleurs hypnotique, cette dimension mystérieuse, entre les portails. „J’espère que nous arriverons sains et saufs à la maison“, dit-elle avec appréhension. Mais la Nova dériva sans être inquiétée, pour se matérialiser au bout de vingt-et-une heures dans l’espace normal de Sculpa Trax. L’une des neuf portes du système de Scutra avait recraché la Nova. Le vaisseau rejoignait à présent l’interminable colonne de vaisseaux spatiaux qui entraient dans le système de mondes portuaires en provenance de toutes les régions de la galaxie. Nea observa le Fayroo dont ils venaient de sortir à travers le moniteur de l’optique arrière. Il était grand et impressionnant, flottant devant les étoiles. Contrairement au Fayoro, dans les entrailles duquel Nea venait d’errer, celui-ci débordait de vie et de force. Nea pouvait littéralement sentir la puissance qui émanait de l’énorme anneau doré. Elle n’en avait jamais été aussi consciente que maintenant. Nea manœuvra la Nova hors du convoi de vaisseaux spatiaux dont le flot infini se déversait de la porte et se dirigeait vers les planètes intérieures de Scutra.
„Ce que tu fais est contraire au règlement“, a averti Ogo d’une voix monotone.
„Je m’en fiche“, a répondu Nea. „La distance entre moi et une Fay ne sera jamais assez grande“. Satisfaite, elle observa le grand anneau brillant se rétrécir sur l’écran arrière. „Et ne vous inquiétez pas“, dit Nea, comme pour elle-même. „Je ne dérangerai à nouveau aucun de vous, les guides, dans ses rêves“.

 

 

 

ノマド – レガシー
ショートストーリーズ

暗い秘密

から
アラン・J・スターク第1章

時間 11,379 pgZ.
(汎銀河暦)

ネアはシートベルトを締めた。ゲート通路の終点が近づき、すでにスピードが落ちているのが感じられるような気がした。しかし、これは気のせいだろう。ポータルの間の領域では、物理学者の多くが信じているように、速度というものは存在しないのである。このトンネルで起きていることは、現実の法則を無視したことなのだ。このトンネルを通過する間に発射されたプローブは、消滅したり、有用なデータを得られなかったりした。情報収集に成功した測定器もない。この奇妙な中間世界については、まったく何も分かっていなかった。
21時間前、ネアはパトリックス星系にいた。フェイルーのポータルを前に、延々と続く宇宙船の列の中に自分の船、ノヴァを並べ、巨大な門を見つめていた。巨大な黄金のリング。ゲートの支配者の見えない指が、彼女の思考を探っているのを感じていた。ターゲットシステムの名前を囁くと、ノヴァは開かれた通路に引きずり込まれた。世界と世界の間の通路が開くとき、彼女はその感覚がどんなに嫌いだっただろう。虚空に足を踏み入れるような感覚だ。一歩を踏み外すと、何百万もの星々を越えて無限大の世界に飛び込んでいくような。
航行中、ノヴァを包んでいた光条が消えていく。次の瞬間、船は再び宇宙の深い黒と、突如として周囲に実体化した柔らかく揺らめく星々に包まれた。トンネルの出口は、ネアの記憶と同じように荒れていた。彼女は、転がり落ちてくる船を全力で迎え撃った。しかし今回は、ネアはより良い準備をしていた。何年か前、初めてこの場所に来たとき、彼女はゼブロン・グリーンウッド船長の巨大なリモンを操縦したことがある。
隣に座っているオゴは、彼女が来たことを一言も告げずに、いつも通り仕事をこなしていた。機械のようなルーティンで、周囲の状況や船の状態を確認していた。
「とネアは言ったが、大型ロボットは若い女性には目もくれず、無感動にノヴァの要求に応えていた。「もう一度警告しておこう」ロボットは唸りながら、いくつかのスイッチを切り替えた。“お前のやりたいことはバカだ „と。
„好奇心 „といったところでしょうか」ネアは面白そうに訂正した。「そして、この人間の資質がなければ、あなたは存在しないでしょう。好奇心旺盛な人はたいてい良い人です。物事を動かし、その結果、人類を前進させるからです。だから、私のことは放っておいてください。リスクを冒していることは自覚しています。“
„なんという大言壮語でしょう „と大河は返した。
ネアは船を完全に停止させ、トランスポーターの向きを変えた。コックピットの窓の前には、今しがた通過したゲートがそびえ立っていた。重さを感じさせないそれは、明るい日差しに照らされて輝いている。パトリ星系にあるフェイルーオと同じような、きらめく金のリングが、深い黒の空間に埋め込まれている。ほぼ完璧な状態だった。数カ所だけ、わずかに色が褪せている。ネアはフェイルオのポータルに近づくと、決していい気分にはなれなかった。過去の時代の遺物であるフェイズに、彼女はゾッとしたのだ。そして、その恐怖は彼女だけではなかった。人間であれ、オポニであれ、アッカトであれ、アスガルーンの無数の住人が門の前で不安を覚えた。フェイズに近づこうとする者はほとんどおらず、門番に心を探られる感覚を楽しむ者はさらに少ない。そう思うと、ネアの前腕には鳥肌が立ち、一瞬、ここに来たことを後悔してしまった。
「心配事?」、大悟はそう推測した。センサーはネアの生体機能の変化を感知し、彼女の精神状態について結論を出すことができた。また、脳波のパターンも把握しており、ネアの思考を解釈することができた。ネアは、自分が嘘をついているかどうかがすぐにわかることを知っていた。だから、彼女は何も言わなかった。その代わり、スラストレバーを少し前に押し出し、すぐに戻した。ノヴァの2つのエンジンに、ほとんど見えないほどの小さな炎が燃え上がり、宇宙船を前進させた。光り輝くフェイローが徐々に近づいてきた。オゴはノヴァの武器システムを解除し、洗練されたAIに警告を発した。万が一、ゲートの警備船が大挙して押し寄せてきた場合、通常であればフェイの招かれざる接近を防ぐことができるため、緊急時には彼をサポートすることができる。しかし、何も起こらなかった。満天の星空を背景に、すべてが静止し、動かないままであった。星系はアスガルーンの外側にあり、フェイローの背後にある渦巻き星雲が視界のほとんどを占めているほどであった。ほとんどの居住惑星が円盤の上ではなく内側にあるため、このような息を呑むような光景を目にすることができる世界はほとんどない。しかし、ネアはこの印象的な画像を楽しむには、あまりにも興奮していた。ゲートウェイの表面には、金や銅の色合いの異なる無数の金属板で形成された不規則な模様があった。ブーム、アンテナ、タワーがフェイルーの数カ所に立ち、何百メートルも宇宙空間に突き出ている。ノヴァ号は、まるで巨大な珊瑚礁の上を泳ぐ小さな魚のように、それらの間をすり抜け、リング状のワールドジャンピング・ポータルの本体に淡々と近づいていった。文明的な星系にあるような巨大なゲートではない。「スカルパ・トラックスで一番小さいフェイルーでも、この3倍はある」と、彼女はオゴに告げ、同時に記録と監視に追われた。ノヴァが近づくにつれ、腐敗が進んでいる印象が濃厚になってきた。あちこちに、隕石がぶつかったような亀裂や穴が表面にあらわれている。そして、太陽の強烈な放射線が金属を攻撃している部分が、これまで遠目に見えていた以上に多くなっていた。
オゴはブザーを鳴らし、艦内の隠し武器をいくつか起動させ、シールドの強度をアップさせた。彼はネアに短いテレパシー・パルスを送信した。“念のため „とネアは受け取った感覚を解釈した。
„わかった „と答えたが、“下がれ。でも、下がってろ」彼女は答えた。フェイがここまで接近させてくれるほど、友好的なんです」。ネアは緊張しながらも、窓の外に目をやり、何か異常があればすぐに警告を発する戦術ディスプレイに目を戻した。何しろ、ゲートまでの距離が規定より短く、招かれざる客に近づくことは危険と隣り合わせなのだ。警備員は決して眠らず、通常は航路の意思のない船が近づくと即座に反応する。そして、門番は問題児をどこへでも放り投げてしまうのである。しかし、このようなことはめったに起こらないので、すでに伝説に分類されている。
この時も何も起こらなかった。歩哨艦が飛んでくることもなく、ゲートの操舵手が見えない指でノヴァに手を伸ばすこともない。そうこうしているうちに、ノヴァはリングから長いトゲのように突き出ているアウトリガーのいくつかに到達した。まるで蜘蛛の巣の縁を這うハエのように、小さな輸送船は慎重に近づいていく。広がった開口部の近くで、船はようやく停止した。ネアはバウライトで裂け目の内部を照らすと、無数のフロアと廊下が確認できた。鋭利でボロボロの金属の縁を、光り輝く指のように探りながら、しばらく円形の光源を追っていた。
もう十分だと思ったとき、彼女はさらに冒険をする決心をした。好奇心は、すべての不安よりもはるかに大きくなっていた。狩猟の熱にうなされるのは、いつもそうだ。もう迷うことはないのだ。あるのは目標だけであり、それを全力で追い求めなければならない。そして、恐れてはいけない。あの古代の怪物を前にして、しかもその怪物には暗い秘密があるのだから、それは決して簡単なことではない。数年前のタイガーモーグのように、ある程度の大きさがわかる相手であれば、なおさらであった。しかし、ノヴァの船首から漂うフェイローは、まったく別物だった。ここには、予想できるようなことは何もない。「ここまでは順調だったんだけどね」ネアはシートベルトを外し、椅子から降りた。
„屋根から落ちたみたいだね“ロボットはいつも思考を明確にするために彼女に送信する心象風景の代わりに、今度はブーンという金属的な声で心配を強調したのです。
„ナンセンス!“と、ネアは彼の懸念を打ち消した。“大丈夫だよ „と。
彼女は宇宙服の重いヘルメットをかぶった。首輪の留め具がカチッと音を立ててはまった。酸素が流れ込んでくる。バイザーの上のスポットライトが光り、エアロックはまるで太陽の光を浴びたかのような眩しい明るさに包まれた。ネアはすぐに快適な明るさに調節した。彼女は緊張していた。認めたくないほど緊張していた。バイザーの前で両手を上げ、指先が震えていることに気づいた。
左右の腰にある2丁のプルークピストルを触って、しっかりと固定されていることを確認した。そのコンパクトさが、ネアに自信を取り戻させた。信頼できるプルークは、これまで何度も彼女の命を救ってきた。古代のレールガンは、金属粒子を発射し、高いエネルギーで標的を打ち抜く。数年前、ネアがゼフレン社の依頼で行った引き揚げ作業で出てきたものだ。本来であれば、この武器を手渡すべきなのだが、彼女はあえて手元に置いておこうとしたのだ。ネアはエアロックの壁にあるバルブを開けると、チャンバーから空気が抜けていった。圧力がゼロになったところで、ネアは外側のドアを開けた。静かに、重い隔壁が脇にスライドしていった。まるで製錬所の内部を覗き込んでいるかのように、フェイルーの金色の輝きがネアの視界全体を覆い尽くしていた。彼女の知る限り、これほどまでにゲートに近づき、攻撃を受けなかった者はいない。ましてや、ポータルに侵入した者など、まずありえない。そして、彼女が成功するかどうかもまだ定かではなかった。恐怖のあまり心臓が激しく鼓動し、胸が破裂しそうだった。しかし、フェイルーの中に何があるのか、どんな秘密があるのか知りたいという好奇心が、膨らみ始めた恐怖心を打ち消した。
ネアは装備ベルトに手を伸ばし、ロケットパックを起動させた。ノズルの開口部から小さなガスが噴出し、彼女はノヴァから静かに飛び出した。目の前に牙を剥くように開いた穴に向かって、ネアは巧みに進んでいく。端まで来ると、彼女はしばらく立ち止まった。そして深呼吸をし、鋭利な刃を越えて巨大な機械の内部へと浮遊していった。第2章

すぐに暗闇が二人を包んだ。ヘルメットのヘッドランプの光は、ほとんど物質的な暗闇の中に、難しいながらも食い込んでいった。ランプの強度を上げると、大きなホールに入ったことがわかる。床は、人間や他の生き物の足が入るようにはできていない。つまづいて怪我をしない限り、誰もその上を歩くことはできないだろう。壁や天井には、手に負えないほどのラックや滑車、鎖、ワイヤーロープが散らばっている。どうやら歯車やグリッパーなどで動く機械の運搬路のようだ。ネアが見たところ、ロッドは何カ所も折れ曲がり、アンカーから引きちぎられていた。鎖やワイヤーロープも緩んでいて、まるで静止した海の藻屑のように、無重力状態で空間にぶら下がっている。もしかしたら、隕石がフェイを突き破って、このような惨状になったのかもしれない。
ホールのほぼ中央で、円形の穴が開き、光のない奥へと続いている。天井には、それに対応するものが口を開けている。ネアは、その不気味な口をすり抜け、深淵に光を放った。数メートル進むと、白い円錐形の光が漆黒の闇の中に染み込んでいく。彼女は仰向けになり、光線はホールの天井を照らした。ここもまた、終わりの見えない不気味な闇へと続いていた。ネアは部屋の大きさを測ってみたが、きっと中央の廊下とつながっているのだろうという結論に至った。きっと、リング全体を貫く通路なのだろう。このトンネルを通れば、巨大な建造物のあらゆる場所に行くことができるはずだ。しかし、地下室のような場所に降りるのは苦手なので、天井からアクセスすることにした。いずれにせよ、この方向を「2階」と呼ぶことにした。その入り口に豆粒ほどの発信器を置いて目印にし、飛んでいった。ネアは、どんどん高く飛んでいった。シャフトに入ったときと同じような部屋を何度か通り過ぎた。目の前のランプが照らす数メートル先には、パイプやシャフト、そして果てしない闇が広がっている。その暗闇が、次第に彼女の心に重くのしかかってきた。閉所恐怖症でもないのに、だんだん気分が悪くなってきた。頭の中に暗いイメージが浮かんできた。悪夢のようなイメージだ。かつて熱のある夢で見たことがあるような。子供の頃、暗い地下室に閉じ込められたことがある。その時、暗闇の中で様々な獣や怪物、幽霊がネアに向かって指や爪を伸ばしているのを疑った。今、彼女は同じように感じている。理不尽な恐怖が彼女の中に湧き上がってきた。呼吸が荒くなり、脈が速くなった。疲れて、ネアは壁のケーブルにしがみつき、立ち止まった。彼女は恐怖を克服するために、インストラクターから教わったように、短い詩を朗読し始めた。顔を上げると

だから思いがけず、寂しくなってしまった、
月の明るい輝きの下で。
霧が迫っていた、
波打つ、うねる、
陰気な影絵のように。
涼しい道では、彼らが私を包んでくれた。
彼らは私に同行するために来たのだ。
とても軽く、楽に、踊れました、
夕暮れの雪の中。

彼女はなんとか自分の考えを取り戻そうとした。シムル・アマイェウは彼女をとても喜んでいただろう。鷹の鼻と鋭い視線が特徴的な、あの厳つい先生は、彼女をよく叱りつけ、ろくでもないガキと呼んでいた。しかし、そんな彼女も今ではゼフレン社で一番のスカウトマンとなり、自前の船と捕獲・殺戮したエイリアンの数を誇っている。あまりに優秀なので、彼女にとって父親のような存在であった上司のサム・ブルムフェルトは、しばしば彼女をスプリンガーから外すように頼んできた。あまりにも頻繁に彼女のサービスが求められ、サムが割り当てた仕事から離れなければならなかった。サムが彼女に見出したのは、腕のいいメカニックであることはもちろんだが、それ以上に、船の引き揚げや危険な寄生虫の狩猟に非常に優れた能力を発揮するスカウトであった。シムル・アマユの勝算はどうだったのか、もしかしたらもう追い抜かれていたのか、知りたいところである。そんなことを考えながら、自分の感情をコントロールするのに少しばかり役立った。数分後、ネアは気分が良くなり、掴んでいたケーブルから手を離し、浮遊した。
周囲に大きな変化がないまま、時間は過ぎていった。どこもかしこも、シャフトや洞窟のような通路ばかりだ。ジャンプゲートの内部は、もっとエキサイティングな場所だと想像していた。しかし、今のところ、疲れるし、圧迫感もあるし、退屈なだけだ。「この不毛の地はどうなるんだろう」とネアはささやいた。彼女はもっと期待していた。しかし、何もないシャフト、廊下、ホールウェイは、彼女が想像していたものとは違っていた。
突然、明るい光線が彼らの行く手を横切った。光線は漆黒の闇に水平に落ち、まるで光の槍のように、シャフトの壁の金色の金属に光る点を作った。ネアは、それが狭い開口部からチューブ内に入り込んだ太陽光であることに気づいた。それは小さな連結シャフトで、明るい部屋に通じているようだった。興味本位で中を覗いてみると、神殿や教会のような神聖な荘厳さを感じさせる大きなホールがあった。細長い窓から差し込む光は実に鮮やかである。壁も床も天井も、柔らかく反射して光っている。ネアは、開口部の下に座席の列が見えるような気がした。左右には、壁に沿って座席が並んでいる。そして、そのうちの少なくとも1つに誰かが座っているのが見えた。好奇心旺盛な彼女は、視野を広げようと穴の中に入っていったが、力場が彼女を押し戻した。網の目をくぐり抜けようとする魚のように、彼女は疲れ知らずでもがき続けた。実際、数センチほど視界が広がり、部屋の広い範囲が見えるようになった。ブーツの上履きや、広い肘掛けの上に置かれた手を覆うベルベットの袖が見えるようになった気がした。しかし、すぐに力が抜け、フォースフィールドが彼女を物陰に押し戻しはじめた。
虹色に輝く無数の氷の結晶が、太いケーブルからはがれ落ちていく。まばたきすると、まるで小さな虫の羽のように、ネアの目の前で氷の結晶が舞う。その様子を眺めていると、驚くべきことがわかった。氷の結晶は、太陽の光に当たると小さな水滴になり、日陰に入るとまた凍りつくのだ。
ネアは右腕をバイザーの前に上げ、前腕に装着されたフラットモニターのスイッチを入れ、環境データを確認した。驚いたことに、ここは酸素雰囲気であることが表示された。気温は零下数度、空気は非常に乾燥しているが、呼吸は可能である。まるで、無傷のまま適度に熱を持った宇宙ステーションの中にいるような感じだ。でも、あんなに傷んでいるのに、どうしてそんなことができるのだろう。ネアはしばらく逡巡した後、目を閉じ、バイザーを開けた。冷たさが顔に伝わり、ゆっくりと流れる水のように宇宙服の内側に入り込んできた。若い女性は唇から空気を吸い込み、目を開けた。暗闇の中でまばたきをしてから、深呼吸をした。
その寒さと新鮮な匂いは、氷のように澄んだ冬の朝を思い出させた。ハッチ越しに頬を照らす太陽が、彼女を暖めた。ネアは酸素吸入器のスイッチを切り、口の前に白い雲のような蒸気ができるのを見た。そして、小さな穴に戻り、その奥にある部屋を再び覗き込んだ。彼女はその部屋に電話をかけようとしたが、何かがそれを止めた。彼女はすでに喉の中に呼びかけの言葉を入れていたのだが、それが詰まってしまったのだ。このようなことはこれまでにも何度もあった。いつもは自分の声が静寂を乱すことへの恐怖が原因だった。しかし今回は、それとは別のものが彼女を躊躇させた。危険な予感がしたのだ。発見されないほうがいい。なぜフェイの住人が、ポータルに近づくものすべてを破壊する守護船以外の動機を持っているのだろう?注意深く、彼女は壁から身を離し、再び暗がりの中を上へ上へと滑っていった。そしてまた、暗い影が彼女の心の上に伸びていった。まるで、このポータルが存在した数千年の塵が一気に降り注ぎ、彼女を押しつぶすかのようだった。感情や記憶が重くのしかかる。フェイルーは、まるで死にかけ、徐々に朽ちていく肉体のようで、そこから徐々に、ゆっくりと、静かに命が抜けていくようだった。衰えていく。不活性で、無抵抗で、不屈の死におとなしく、忍耐強く身を委ねている。まるで、枯れかけた大木のように、その記憶は葉のように地面に落ち、その下にあるすべての生命を窒息させる。第3章

ネアは、何時間も歩いていたつもりだった。しかし、立ち止まって自分の位置を確認すると、ほんの数メートルしか進んでいなかった。何度か道を間違えたのは覚えている。理由もなくメイン通路を離れ、狭いシャフト内を歩き回った。時間の感覚を失っていた。ネアが静かに飛んでいると、彼女の感覚が再び研ぎ澄まされ始めた。まるで、自分を捕らえた拳の指が疲れて、逃げる機会を与えてくれたかのように。その隙をついて、ネアは廊下を追いかけた。そのとき、金属と金属がこすれるような、大きな音が聞こえた。彼女は再び立ち止まって耳を傾けた。静寂だ。しかし、それは何の意味もなさないかもしれない。以前、難破船の跡に巣食うタイガー・マウグを狩ったとき、危うく命を落とすところだったのだが、そのときは肉食動物の忍耐力を上回る時間を持ちこたえ、動いてしまったのだ。
緊張が高まった。ネアは汗をかき始め、その呼吸音は猫の鳴き声のような不快な大きさに思えた。遅かれ早かれ、バレるだろう。きっと、彼女はすでに監視の目にさらされているのだろう。
タイガーモーグは彼女も持っていて、彼女を見ていたのだ。ジャングルのイメージで、彼は自分の姿を消し、歪んだビジョンを彼女の感覚に伝えたのだ。ネアは危うくその魔の手に飛び込みそうになったが、その時、池の中にしゃがんで飛び込もうとする猫のような生き物の姿を発見していた。どうやらその生き物は光の屈折の原理を知らなかったようで、だからネアの脳に映し出された映像から自分の姿を消さずにいたのだ。
ネアは頭を振った。過去についてあまり深く考えることはできなかった。彼女は今ここで、フェイルーの中にいて、見られているのだ。ネアは暗闇を覗き込んだが、何も動かなかった。すべてが静止し、動かなかった。彼女は念のため、1分ほど待ち、さらに1分ほど待った。そして、ついに彼女は飛び立った。
やがてシャフトは広がった。壁が四方の暗闇に逃げ込んでいく。ネアのヘッドランプは、その広がりをまばらに照らすだけだった。トンネルは泡のように広がり、計り知れないほどの数の楕円形の横穴が流れ込んでいる。この部屋は脅威的で、ほとんど敵対しているように見えた。まるでガザミグモのコロニーのようだ。その光景にネアの身体は震え上がった。この場所には、明確な脅威が漂っている。必要以上にここに留まってはいけないと思い、ネアは主廊下が続く天井に向かって飛んだ。しかし、彼女は突然立ち止まり、虚空に耳を傾けた。またしても、あの金属音が壁から何度も跳ね返ってくる。それに続いて、鈍く規則的な太鼓の音のような、一種のドキドキとゴロゴロとした音が聞こえてきた。
その音は不気味な穴の一つから聞こえてくるようで、急速に近づいてきた。ネアは急いで逃げたい衝動に駆られ、急いでロケットに点火した。意図したよりも速く、彼女はメインシャフトに飛び込んだ。一度、二度と壁にぶつかり、痛烈なバウンドをした。そして、激しいスピンに陥った。しかし、またもや壁からこぶのように突き出て、チューブを狭くしている膨らみに激突した。
不思議なことに、光は燃え上がるが、ネアにはその出所がわからない。廊下は薄暗く濁った黄色に包まれ、まるで空中から直接やってきたような輝きを放っていた。
意識が朦朧とする中、ネアは足を止めた。彼女は居眠りする前にその変化に気づいただけで、近づいてくるガチャガチャが耳に響いた。意識が遠のいていく。奇妙な夢の中に入り込んでしまったのだ。

彼女の頭の中には、ドラムのイメージが出来上がっていた。
大きくて不器用な手が、カバーが破れるまで叩いていた。雷が鳴りやむと、静寂が広がった。まるで嵐の前のような、不吉な静けさ。ネアの視線は、破れた革に注がれた。裂け目からクモが顔を出していた。恐ろしくなったネアは背を向け、黒光りする石の板にぶつかった。小さな星が、まるで小さなダイヤモンドのように輝いていた。すると、空から大きな金の指輪が降ってきて、暗い地面で「ぷるん」と金属音を立てて跳ね返るのが見えた。そのすぐ後に、もうひとつ、またひとつと落ちてきた。やがて、一雨が降った。そして、ついに雹の嵐がネアの上空を覆った。明るいジャラジャラとした音は耐え難いものになった。ネアは両手で耳を押さえたが、効果はない。金属音が鼓膜を針で刺すような感じで響く。彼女は泣き叫んだ。
その瞬間、ネアは目を覚ました。彼女はあえて動こうとはしなかった。振り向くこともなく、ただ周囲の空間を目で確認した。呼吸は浅かった。指は震えていない。脈拍だけが速くなったが、不思議と神経をすり減らすことはない。恐怖心が消えていくような穏やかな感覚は、ネアにとって新しいものではなかった。彼女の体は狩りに適応していた。ライトはまだついていた。彼女は他のすべてが変わっていないと信じていた。すべては気絶する前と同じだった。それでも、もはや一人ではない、という不思議な感覚が彼女を襲ってきた。すると、左側に星型の構造物があり、廊下をふさいでいることに気がついた。最初は換気装置のプロペラかと思ったが、振り向くと、8本足の機械生物のシルエットが、細い手足を伸ばしてトンネルに入り込んでいるのがわかった。目を凝らせば凝らすほど、その姿が見えてくる。太くて丸い銀色の体がその中心を形成している。それは、ネアが頭を動かした瞬間に一度激しく痙攣し、上下に振動した。まるでコンピュータを起動させるような、ウィーンという音も伴っている。暗闇の中で、黒い真珠のような複眼がキラキラと輝いている。挟み撃ちにされ、何も掴めず、また引っ込む。
ネアは、前も後ろもわからないが、このものが自分に背を向けているような印象をぬぐえなかった。しかし、ネアが意識を失い、短い奇妙な夢を見たとき、きっとこいつが自分を轢いたのだろうと確信した。今、それはネアの匂いを失ったと思われる場所に留まっている。それは耳を澄まし、潜んでいた。
ネアは右手をゆっくりと拳銃のひとつに滑らせ、グリップに指をかけた。しかし、この小さな動作が彼女を裏切るのに十分だった。金属製のクモは一瞬にして車輪を回転させ、鋭い爪を伸ばして、カチャカチャと音を立てながら獲物に向かって歩き出した。
ネアは背筋を伸ばし、ボールのように機械に蹴飛ばされ、渦を巻くように去っていった。何度も何度も壁にぶつかり、痛々しい痣ができた。蜘蛛は彼女の後を追った。廊下の棚やパイプを揺れ動きながら。鋏のような手で空気を切り裂きながら、再びネアの横を走り抜けた。ネアは支柱に爪を立て、その巨大なものが急停止するのを見た。鉤状の爪が壁の金属に食い込み、その生物は再びチューブの中で両足を大きく広げて動かなくなった。まるで、もう一度自分の位置を確認する必要があるかのようだった。体は再び上下に揺れ、ピクピクと震え、鋭い把手は目的もなく虚空に伸びていく。ネアはますます、この無名の機械が損傷しているような印象を受けた。これは、彼女の不器用さが招いた結果だろう。もし、破損していなかったら、ネアはもっと大変な目に遭っていたに違いない。すでに蜘蛛の餌食になっていたかもしれない。ネアは2丁目の拳銃を抜いた。二丁拳銃を手にすると気分が良くなるし、今はいつもより火力が必要だった。たとえ、手のひらのタップでコントロールジェットを操作することができなくなったとしてもだ。
怪獣はその動きに気づいたのだろう。回転して再び攻撃してきた。今度はより正確な攻撃だった。ネアの首のすぐそばで爪がしなり、握力を失ってネアによろめいた。ネアは脚と刃の絡まり合いの中を小走りに進んだ。クモは耳をつんざくような金属的な悲鳴を上げながらシャフトをすり抜け、ネアはまるで鉄の檻の中にいるようにその手足に捕らえられた。思いがけず、彼女は隙間をすり抜け、シャフトの底を転がり落ちた。彼女はなんとか立ち上がり、凍った池の上の金属の上をアイススケートのように数メートル滑った。金属の手足のボールは、シャフトを転がり続けていた。
ネアはその隙に両手の拳銃に狙いを定め、何度か引き金を引いた。粒子の弾丸が室内をまぶしいほどの明るさで照らす。反動でネアは足が浮き、飛ばされた。そして、大きな音を立てて爆音が響く。壁には、まばゆい閃光が奇妙な影を描いている。彼女はふらふらと部屋を横切り、梁にぶつかった。もしこいつが私を殺さないなら、私は自分で殺すだろう」とネアは自分を叱責した!
慌てて目を攻撃者に戻すと、まるで操り人形のように宙をくねらせ、壁の凹みをつかまえることができた。足で壁の隙間に入り込み、足場を確保した。この姿勢で次の攻撃を待つ。
一方、無重力の中で灰色の煙が立ち込めた。炎が横へ横へと伸びていく。炎は壁に沿って燃え上がるように忍び寄り、パイプや導管の上を霧が燻るように蛇行し、外に出ていく。
煙が晴れると、奇妙にねじれた金属球が宙に浮いていた。曲がった手足が奇妙に絡み合っている。あるものは溶け、あるものは粘性のある蜜のように流れ落ち、このような形に固まっている。蜘蛛の丸い体には煙のような穴が開いており、そこから時折明るい火花が上がっていた。ネアは壁から身を離し、鋭利な破片を飛び越え、拳銃を握りしめ、相手を狙い続けた。クモのシザーハンドが前方に飛び出し、空中を切り裂いて後退していく。ネアはその恐ろしい体の上でホバリングし、緩やかな空気の流れの中で、羽毛のように無重力でゆっくりと旋回し始めた。彼女は加速し、クリーチャーを置き去りにした。彼女はシャフトに沿って浮遊し続け、少しして幽霊のような酸欠の灯りが消えた。
またしても、ネアは長い間、暗闇の中を飛び回り、廊下や部屋を渡り歩いた。一筋の光も、圧迫された漆黒の闇を照らすことはない。闇はますます濃くなり、それと同時にネアの気分は再び暗くなり始めた。まるで鎧を着せられたように、息苦しくなる。奇妙に暗い考えが頭をよぎる。立ち止まって、憂鬱そうに虚空を見つめることが多くなった。まるで壁が彼女を押しつぶそうとするかのように、まるで鋼鉄の墓のように彼女を囲い込もうとするかのように。ますます彼女の勇気は失われていった。疲れて眠くなった。重い瞼を持ち上げるのも、かなりの力と労力が必要だった。
歌だ、とネアは思い立った。歌を歌わなければならない。サムは以前、彼女をスカウトにするための訓練をしていたとき、そう説明したことがある。歌は、疲れたときに素晴らしい効果を発揮する、と彼は言っていた。恐怖を追い払い、恐怖以外のものに心を集中させることができる。眠れる森の美女は眠らない」、ネアは祖父が教えてくれた古い童謡を思い出していた。何か他のものではだめなのだろうか?何かもっと話題性のあるもの?それしか思い出せないなんて、おかしいわ。でも、なんとなくしっくりくる、と彼女は思った。そうして、彼女はシンプルなメロディーを口ずさみながら、歌詞をそっと歌い始めた。You shall be my lucky star、

いつになったら私のものになるのでしょうか?
あなたはいつも、そしていつまでも、私を手に入れることができる、
導く、同行する!
あなたは私のお守りです、
私の空の光、
私はあなたの呪縛にとらわれている、
私を虜にする。
あなたを見つけたときから、
あなたが私を縛ったから、
時間が秒になる、
時間が経つのは早いものです。
あなたは私の幸運の星となることでしょう!

不思議なことに、それが功を奏し、彼女の神経は落ち着きを取り戻した。恐怖は残っていたが、パニックにはほど遠かった。BGMも悪くないと思い、ロケットパックを轟音とともに点火した。耳障りな叫び声が響き渡り、彼女はシャフトを駆け上っていった。ヘルメットのヘッドランプは、もはや夜を照らす力はないが、未知の世界を盲目的に追いかけることに、ネアはなぜか不安を感じない。アドレナリンは彼女の血管を駆け巡った。疲れも吹っ飛んだ。夜の氷の小川を駆け抜ける魚のように、ネアは飛び出した。霜が降りたような風が頬を強く打ち、彼女はふと我に返った。どうしたんだろう。死ぬほど悲しかったのに、ちょっと歌を歌っただけで最高の気分になれるなんて……。ネアは、圧縮されたバネが突然解き放たれたような気分だった。彼女はしばらく推力を抑えて飛び続け、広くて明るい部屋にたどり着いた。その広間は、大時代の城の玉座の間のような、崇高で威厳のある印象を受けた。背の高い窓が連なるアーケードから、広い部屋に陽が差し込む。肩幅の広い男性でも無理なく通れるような狭い窓だ。少なくとも12メートルはあろうかという高い天井まで続いている。この囲いの中の太陽は美しかった。もう何日も見ていないと思っていたから、なおさらだ。光は蠱惑的に輝き、彼女の顔に暖かく降り注ぐ。まるで黄金の風呂に入るかのように、彼女はその中に浸かっていた。背中を押されるように、ネアはその光に向かって歩き出した。まるで水色の空に、白い雲がふわふわと浮かんでいるような気がした。
太陽はターコイズブルーの海の上に立っていた。心地よい風が彼女の顔をかすめ、塩と海藻の香りが漂う。泡立つ波が浜辺に打ち寄せ、彼女の素足を濡らした。波が足を撫でると、砂の感触が伝わってきて、足の裏をくすぐる。まるであの頃のようだ。その光景は、ネアを子供時代に引き戻した。海辺で過ごした素晴らしい日曜日に。あの頃はまだ父親が生きていて、彼女はまだ5歳にもなっていなかった。父親が、うまくいかない仕事をすべて休ませ、心配事を忘れようとした、数少ないリラックスした日だった。ネアはそれをはっきりと覚えていた。すべてが彼女にとって身近なものに思えた。
海に入れと呼ぶ声はなかったのか」と自問自答した。“この美しい海で泳ぎましょう“その声はやわらかく、親しみやすいものだった。“暖かい波の中に浮かんでいなさい“ネアはためらった。しかし、まるで彼女を励ますかのように、泡立つブレーカーが転がり込んできた。轟音とともに波が押し寄せ、ネアの足元をとらえた。泡が立ち、ヒューヒューと音を立てながら、水は彼女の膝のあたりまで上がってきた。水が逆流すると、彼女の脚を強く引っ張った。あまりの吸引力の強さに、彼女は思わず一歩前に出た。
驚いて、ネアは窓枠に手を伸ばした。肩甲骨の間に優しくも確かな圧力を感じ、それを意識すると瞬時に収まった。夢は消え去った。彼女は光に満ちた大広間に戻っていた。ざわめきは消え、静寂が彼女の耳に迫ってきた。
„いったい何だったんだ „とネアはあきれました。“ちくしょう!“
彼女は窓をもう少しよく見てみた。窓にはガラスがない。窓と宇宙を隔てているものは、何もない。不思議に思ったネアは、手を宇宙空間に伸ばした。すると突然、手袋が白い氷霜で覆われ、指先が冷たくなった。拳を握ると、雪の結晶が舞うように小さな氷の粒がばらまかれた。手を離すと、白い氷は溶けて手袋は輝いた。雫ができ、落ちてきた。フォースフィールドだとネアは気づいた。フェイルー内部の大気を保持し、太陽光が暖をとるのだ。ネアはつまずいた。ここには重力があるのだ。以前は気づかなかった。
彼女は振り返り、部屋の中を歩き回った。彼女は考え込むように、最後の数分間を自分の内なる目の前で経過させた。それとも何時間も経っていたのだろうか。ネアには、フェイルーオ全体が記憶と感情で満たされているように思えた。異国の記憶、異国の思考や感情が、同時に彼女自身の感覚を強めている。バイザーを開けたまま窓から虚空に飛び出しそうになった夢は、通常の夢の強度をはるかに超えていた。もしネアが目を覚まさなければ、今頃は死体となって宇宙に浮かんでいただろう。
目的があるところには知性があり、それがどこに基づいているにせよ、ネアはどんどんそれに近づいているようだった。そしてまた、彼女の周りには灰色の濁った暗さが醸し出されていた。それは、まるで蛇が隠れ家から顔を出したかのように、あっけなく、唐突に起こった。
こうはいかない、そう思ったネアは、毅然とした態度でバイザーを倒し、会場の真ん中にしっかりと戻ってきた。元気な姿を見せれば見せるほど、不本意な印象が粘性の塊のように彼女を包んでいく。もし本当にキレーというフェイロの支配者がいて、オゴのように人の考えを解釈する機械ではないのなら、ネアはこの存在と向き合うことにますます拍車がかかった。これは決闘なのだ、と悟ったとき、ネアは大きな力を発揮した。相手が邪魔をすればするほど、ネアの決意は固まり、勝負に出る。実際、抵抗すればするほど、自分に対抗する強さと意志を感じるようになった。ちょうど決闘で、抵抗すればするほど相手の強さを感じるように。もう、決定的な発見をするところまで来ているのだろう。しかし、この謎を解き明かすことに躊躇はない。これまでの経験から、ゴールに近づけば近づくほど、問題は大きくなることが分かっていた。「戦えば戦うほど、獲物は大きくなる」。背中のロケットユニットに点火し、頭上に暗い穴としてあくびをするメインシャフトに飛び込んだ。陽のあたるホールから光のない管に差し込んだ最後の淡い光は、すぐに消えてしまった。彼女のヘッドランプは勇敢にも暗闇に青白い穴をあけた。泡に包まれるように、彼女は黒い川を漂った。第4章

シャフトは先細りし、多くの枝分かれで終わっている。最後に、直径4メートルほどのトンネルだけが先に続いていた。ネアはジェットパックのスイッチを切り、そのまま浮遊していたが、強い重力場につかまった。まるで巨大な拳の指に掴まれたように、ネアは飛行から外れ、地面に無造作に投げ出された。彼女は、チューブの金属板の上を数メートル滑った。トンネルの終点で、彼女は開口部から転げ落ち、数段の階段を転がり落ち、広くて暗い部屋に滑り込んだ。
唖然として、その場に横たわったままだった。全身が痛む。呼吸は荒く、脈は速く強く喉で打つ。ネアはしばらく待って、自分自身に微笑みかけ、そして立ち上がった。
この部屋にも、明るい日差しが降り注いでいた。その光は、大きな丸い開口部から入り、その中心には太陽が見える。しかし、その光は、この部屋を完全に照らすには至らなかった。壁はほとんど黒く、ワイヤーやケーブルでできたような不規則な形をしている。湿った有機的な光沢が、あらゆるものを覆っている。
ネアはぎこちなく立ち上がる。痛みが体を走った。彼女は自分の不注意を呪った。彼女は何かに成功したとき、不注意になりがちだ。彼女はこの言葉を心得ていたが、しばしばその裏にある不愉快な真実を認めざるを得なかった。
やがて彼女は、部屋の中央にそびえ立つ台座に目を奪われた。その台座に腰掛けていたのは、背の高い、女性らしい人影だった。彼女はそこに座り、目を閉じていた。まるで内向的で、内面を見つめ、瞑想しているかのようだった。彼女は暗い石でできているように見えた。ネアには、その光沢が磨かれた玄武岩を思わせた。暗闇の中の暗い影、まるで世界に開いた穴のようだ。その姿からは無数のチューブが発せられ、まるで体の延長線上にあるかのように機能している。まるで巨大なタコのように、無数の腕の上にそびえ立ち、あるいはメデューサのような奇妙な形をしたスフィンクスのようでもある。ネアがどんな比較をしようとも、彼女がネアに与える印象はいつも同じであった。脅威的で、不気味で、それでいて美しい。神殿の中で人間の中に住むことを決めた女神のように崇高である。物質的でありながら、底知れぬ無形な存在。
ネアは忍び足で近づき、大蛇のように地面を覆う太く光る触手を慎重に乗り越えた。そして、その像の詳細がわかるまで近づいた。指ほどの厚さの層の下に、暗い核があり、ガラス質で透明な像がそびえ立っていた。ネアは片方の太ももに登り、つま先立ちになり、メドゥーサの顔の高さまで来た。結晶層の下に見えるのは女性の顔である。あらゆる色に分かれた太陽光が透明な表面を透過し、下の人物の皮膚に色とりどりの反射を見せた。それは釉薬の下で黄金色に輝いている。
ネアの顔がだんだん近づいてきた。もっと詳しく見たいと思った彼女は、ついにヘルメットのバイザーを跳ね上げた。彼女の鼻は、素晴らしいエイリアンの顔に触れそうだった。まるで、透明な氷の層を通して見ているようだった。その下の肌では、光が100万倍も屈折し、まるで色とりどりの小さな破片に砕け散ったかのようである。しかし、高い位置にある頬骨の上では、その色は少し薄かった。瞼は黒く、睫毛と眉毛は漆黒である。突然、その人物の目がパッチリと開かれた。ネアは恐怖で動けなくなった。口は開いたが、恐怖の声は聞こえない。
最初、メデューサの視線はまっすぐ前へ、ネアを通り過ぎ、丸窓から部屋に差し込む太陽に直接向けられていたが、徐々に暗い瞳孔が彼女の方を向いた。その視線は、宇宙そのもののように、突き刺すように深かった。冷たさと同時に、千の太陽の火のように燃えていた。一撃で額に釘を打ち込むように、ネアの頭に一つの言葉が突き刺さった。“YOU?“
ネアは不注意で一歩踏み出し、虚空に足を踏み入れ、地面に倒れ込んだ。彼女はすぐに体を起こし、恐怖に震えながら後ずさりしながら離れた。その時、恐ろしい目が彼女の一挙手一投足を追っていた。まるで刃を交えるように目が合い、目をそらすことができないネアは、知らず知らずのうちに力比べを繰り返していた。彼女の精神は必死に持ちこたえようとしたが、あまりにも弱く、成功することはできなかった。しかし、その存在は強く、力強く、その視線は命令的で、無数の時代の静かな輝きの中で突き刺さり、固まっていた。
ついにネアは両手を顔の前に置き、膝をついて沈んだ。彼女は叫びたかったが、喉が締め付けられるようだった。静かな嗚咽が漏れただけだった。彼女は体をくねらせ、小さく喘ぎ始めた。涙が頬を伝った。何が彼女の目に熱い涙を流させたのか、彼女にはわからなかった。不思議なことに、恐怖はそうではなかった。むしろ嬉しかった。彼女は正気を失ってしまうのだろうか。それとも、もう失ってしまったのだろうか。気が狂うというのは、こういうことなのだろうか。彼女は長い間そのように座っていた。思慮深く、恐れもなく、両手で目を押さえた。しかし、望むと望まざるとにかかわらず、彼女はゆっくりと頭を上げ、指を広げ、その間をのぞき込んだ。まるでコンパスの針を合わせるように、ネアは無意識のうちに、その驚くべき彫刻に視線を集中させるよう促されていた。二つの太陽のように力強く鋭いその恐ろしい目は、再び閉じられ、世界から遠ざかり、再び永遠の夢に没頭していた。「怖がらないで」ネアは頭の中で声がするのを聞いた。“今まであなたはとても勇敢に見えました。“その言葉は、まるで鐘のように大きく、はっきりと聞こえた。その言葉に皮肉や嘲笑のニュアンスを感じたかどうか、彼女には判断がつかなかった。間違いなく、それはメデューサの頭を持つスフィンクスが彼女に話しかけているのだ。門の支配者。自分の言葉をそのままネアの思考に流れ込ませたキレー。
„あなたが思っているより、私はあなたのことをよく知っています。“とスフィンクスは続け、ネアは笑い声が聞こえたような気がした。“でも、まだ覚えているかしら。私と、私たちが過ごしたすべての楽しみを。何年も前のことだけどね
ネアはそれにどう答えたらいいのかわからなかった。そして、たとえそうだとしても、彼女の舌は口の中で石のようだった。声を出す気にはなれなかった。それどころか、興奮で胸が高鳴る中、無言で門番を見つめていた。
„見せたいものがあるんだ „と、その存在はようやく言った。“わかると思うが、私たちはお互いを知っている。私が間違っているということは、ほとんどありえない。“
その瞬間、ネアの周囲は光と影の渦に包まれた。まるで光と闇の竜巻に巻き込まれ、異次元に放り出されたような感覚だった。しかし、やがてその混沌の中から輪郭が生まれ始めた。明るい色彩が闇の中に流れ込み、闇を消し去った。世界は新しく生まれ変わった。不明瞭だった輪郭がどんどん形づくられ、ネアは見慣れた形がほとんどわかるようになった。足元には丘と緑の森が広がり、無数の川の水脈が陽光を浴びて輝いている。空は目が痛くなるほど真っ青である。遠くには雪をかぶった山々が輝いている。空気は春の朝のようにひんやりとしている。ネアは緑の丘の上に立ち、背の高い草がそよ風で曲がっている。息を呑むほど美しい、穏やかで心地よい光景だ。突然、雷鳴が響き渡り、腹の底を殴られるような衝撃が走った。轟音と地響きがネアの耳に届き、足元が震える。視線を上げると、軌道上から大気圏に突入したかのような金色に輝く船団が、陸地の上に急速に形成されているのが見えた。ネアは、この奇妙な世界を見渡す丘の上に、自分一人ではないことに気づいた。彼女の背後には、明らかに以前からいた戦士の一団がいた。煌びやかな鎧を身にまとった男女である。一見すると機能的な、軽い宇宙服のような鎧である。よく見ると、細部には遊び心のある装飾が施されている。人間、オポニ、アッカトの一団の背後にそびえ立つ武骨な大型船が、その光景を支配していた。ノヴァの5倍はあろうかという大きさで、大砲がびっしりと並んでいる。しかし、その船には多くの装飾が施されており、壮大で威厳のある姿をしていた。ネアはそれを一般的なシリーズに当てはめることができなかった。アスガルーンの貴族たちも、ネアの知る限り、このような派手なデザインのものを手に入れることはできなかった。その前に集まっていた戦士たちは、ネアのことを全く気にしていない。この惑星の情報や艦隊の動きを伝える戦略ホログラムに囲まれながら、どう見ても協議しているように見える。突然、一人の女性がその集団から抜け出し、目的意識を持った素早い足取りでネアに向かって歩いてきた。彼女は背が高く、オポニと人間のハイブリッドと思われた。大きな目、突き出た頬骨、突き出た口がそれを物語っている。彼女は茶色の長い髪を太い編み目でいくつも編んでいた。ネアが身をかわす前に、彼女は近づいてきて、まるでホログラムの一つを通り抜けるかのように、彼女の中を歩いていった。
ネアが女性の行き先を確認しようとしたとき、船が上空で砲撃を開始した。光り輝くエネルギーの砲弾が森を襲い、燃え上がった。大地は弾丸の力でひび割れた。人工的な構造物が出現した。複雑な洞窟システムで、宇宙船やさまざまな戦機がたくさんあった。そのほとんどは、岩や瓦礫、土の下に埋もれていた。しかし、中には飛び立つことができたものもあった。すぐに空中に舞い上がり、応戦する。何度も被弾し、多くが焼け落ちるが、かなりのダメージを与えることができた。半オポニが指揮していたらしい艦隊の大型船の1隻も、空から炎の彗星のように降ってきた。
場面が変わった。ネアは森の中にいた。背の高いシダとスギナが彼女を取り囲んでいる。眩しい日差しが枝を伝って長く突き刺さっている。ここでも、戦いが繰り広げられていた。長身の女性は、鎧の鎧に組み込まれたブレードやエネルギー兵器で身を守っていた。梢から蜘蛛のような生き物が降りてきて、戦闘相手に雨を降らせた。ネアは、鎌のように長く、槍のように棘があり、どんな鎧をも貫くことができる挟み撃ちの道具を見た。何人もの兵士が倒れ、腕や脚を失った。エネルギーチャージのクラッシュとパチパチという音と戦闘の叫び声が空気を満たした。刃の音がネアの耳に響く。蜘蛛のような生き物の一匹が急速に近づいてきた。その顎が開き、熱い唾液がネアに向かって噴き出した。ネアは反応することができなかった。ハーフオポーニが両者の間に入り、数対の目の間から刃を頭蓋に突き刺すと、彼女は魅了され、銀色に輝く獣を見つめていた。再び映像が変わった。ネアは、青い空が輝く赤い砂漠の砂塵の中に立っていた。太陽は灼熱で、空気は埃で満たされていた。地平線上には、象牙のように白い都市の細い塔が聳えていた。それは、光り輝く保護スクリーンの下にあり、今まさに崩れようとしていた。頭上の艦隊が放った砲弾が建物を襲い、多くの塔が倒壊していく。まるで高速で動くかのように、街は瓦礫と化し、残されたのは煙る瓦礫の山だけだった。ネアが辺りを見回すと、赤砂の中に長身の女性が立っているのが見えた。周囲には無数の宇宙船の残骸があり、地上車両やその他の戦闘装備の残骸が煙を上げている。砂漠の砂の上には、多くの彼女の兵士が死んでいた。その間に、昆虫型生物の死体がある。戦士の隣には金髪の女性が立っていた。彼女もまた、煌びやかな鎧を身にまとっていた。黄金色に輝く、装飾品で飾られた鎧。ネアはその顔を確認することができなかった。沈みゆく太陽が地平線の上に眩しく立ち、彼女の目を眩ませた。世界は再び変化し、ネアは巨大なホールにいることに気づいた。右手には重戦闘機、戦闘機、輸送機などが千鳥足で並んでいるため、格納庫と思われた。左側には巨大な隔壁があり、そこから緑色に輝く惑星を見下ろすことができる。ネアは、自分が輝く鎧をまとった巨大な戦士の軍団の最前列にいることに気づいた。バナーやフィールドサインには、豪華なシンボルが描かれていた。ワシ、グリフィン、ドラゴン、ライオン、その他の動物が厚い刺繍で描かれている。
背の高いハーフ・オポニは、ネアの目の前、黒い大理石のように輝く地面に、ほんの目と鼻の先で跪いていた。その隣には、同じ姿勢の警官たちがいる。ネアの前にいた金髪の女性は、大きな立派な玉座がそびえる低い回廊の階段を下りてきた。白衣を着た2人の少女が彼女に付き添っていた。彼女たちは腕に赤いクッションを抱えていた。一方には精巧なティアラが輝き、もう一方には黄金のリングに囲まれた磨き上げられた木の短い元帥の杖が置かれていた。金髪の女性はティアラを手に取り、黄金のリボンが織り込まれた戦士の髪に乗せた。そして、冠をかぶった女性の頭上に目をやり、ネアを直接見つめた。一瞬、目が合った瞬間、ネアは心臓が止まるような印象を受けた。彼女はネアのそっくりさんだった。完璧に似ている。
その瞬間、世界は再び溶解した。広大な格納庫は、多くの艦船と果てしなく続く兵隊の列によって縮小され、謎のスフィンクスが鎮座する部屋のようなシンプルなサイズになった。ネアはまだ自分の体験したことを処理しようとしていたので、最初はその変化に気づかなかったが、彼女を取り囲む深い影が増え続けている。部屋は夜の帳が下り、昼の光が弱まり始めた。ネアは振り向くと、背後の丸窓が虹彩のように小さくなっていることに気づいた。あと数秒で、この開口部は完全になくなってしまうだろう。ネアは一気に正気を取り戻した。ヘルメットを閉じると、閉じた穴に向かってロケットのように疾走した。第5章

船内のシステムに接続されていたオゴは、約8000メートル離れた場所で動きを感知した。それは人間ほどの大きさの物体で、フェイロー号から一直線に遠ざかっていく。そして、ネアの気持ちも再び感じ取ることができた。フェイルーの中に入ってきたとき、大悟には彼女が無になったように見えた。どうしようもなく小走りになっていたのは、ネアのはずだ。彼は慌ててノヴァのエンジンを始動させ、彼女の元へ向かった。ロケットユニットの推進ノズルが破損したのだ。一方的な推力により、ネアは自転した。どうやら、その暴走を止めることができないようだ。ひっくり返ったまま、太陽に向かって走っていく。オゴは、その有機的な友人を追うのが大変だった。彼はNovaをNeaに近づけ、まるで小さな衛星が暴走したかのように、若い女性が搭乗ハッチの横を旋回しているのを確認した。彼はエアロックを開け、若い女性を捕まえると、すぐにハッチを再びロックした。部屋の中で、ネアは回転するプロペラのようにグルグルと回された。壁や床、天井に跳ね返された。装甲宇宙服のおかげで骨折は免れたが、ロケットパックは壊れてしまった。数え切れないほどの打撲や捻挫を負った後、ついに彼女の動きの勢いがなくなってしまった。
オゴは、ネアの生体数値が許容範囲内であることを確認し、満足した。アドレナリンの値だけが正常値を大きく上回っていたが、この小さな人間は生き延びることができるだろう。もっとひどい目にあったこともあるのだから。

ネアは、痛みを感じずに動くことができなかった。あちこちに打撲、挫傷、挫傷があった。宇宙服を脱ぎ、パイロットの服に着替えるのは、本当に拷問だった。彼女は足を引きずりながら、ブリッジに向かった。
オゴが船を定位置に戻し、ゲートパスの準備を終えた頃、彼女は彼のそばの椅子に腰を下ろした。彼女は、はるか前方にある完璧な金の指輪を見つめながら、身震いした。まるで遠い過去からの無害な好奇心に過ぎないかのように、それは静かに、動かず、黒い空に輝いていた。薄暗く、静かで、まるでずっと続いていた眠りに戻ってしまったかのようだ。ネアは、「待ち伏せしている」という表現がぴったりだろう。フェイルーに内在する古代の力は、確かに眠っているのではなく、敵意と神秘的で不吉な思いに満ちていた。彼女は、ついにシステムを離れる決心がつかなかった。ゲートから何の反応もないことに、なんとなく納得がいかなかったのだ。実際、警備員の大群が彼女の船を引き裂くように襲ってきたとしたら、もっと論理的だっただろう。それが一般的な反応なのだが、最初のアプローチではそれが実現しなかった。彼女自身、船がゲートに近づきすぎたときに、何度か観察することができた。しかし、その時は何もかもが平静を保っていた。ハイパードライブを使って逃げたいところだが、この星系は遠く、人が住む次の世界までは、ノヴァとその強力なエンジンでも5日ほどかかるという。技術的に未発達なレベルの人口がまばらな星だった。ハイパースペースでの旅は、大きなリスクを伴うものであった。ネアは、そのようなリスクを冒したくなかった。
オゴはスラスターへの給電を準備し、ネアはついに選択を迫られた。「私はロボットじゃないんだから、もう少し時間をちょうだい」と彼女は言った。
オゴは、葉っぱの上を這うカタツムリのイメージを彼女に伝達した。「考えさせてくれ!」ネアはイライラしていた。
どう転んでも、フェイローのツアーは、それまで考えもしなかった深刻な状況に彼女を追い込んでいた。しかし、ネアはこのまま静かに盗み去ることはしたくなかった。そこで彼女は、用意された給電装置を開き、ノヴァは動き出した。オゴは目標座標を入力し、カワイ経由でゲートに送ろうとした。カワイに直接連絡しなくても、フェイにターゲットシステムの名前を送ることができる小型の装置だ。しかし、ネアは彼を引き止めた。“待って „と彼女は目を閉じ、言った。“試したいことがあるの“彼女はゲートに集中した。実は、彼女は何をすればいいのかよく分かっていなかった。しかし、不可解なことに、彼女はカワイを通してフェイルーに連絡しなくても、うまくいくと思った。何しろ、一部のパイロットがそれを可能にしていることは知っていたのだ。しかし、彼女自身は、それを試したことがなかった。そこで彼女は、小さな箱型の送信装置をそのままにしておいた。集中すると、確かに反応があった。まるで、濃霧が晴れて視界が開けたかのように。しかし、その瞬間も束の間、再び霧が立ち込めた。
„スカルパ・トラックス „とネアは息をついた。“故郷 „だ。彼女は、このまま無視されるか、銀河系から遠く離れた地点に送られることを恐れていた。いずれにせよ、問題なく通過できるのかどうか、彼女は深刻な疑問を抱いていた。
オゴが操縦桿を前に押し出すと、ノヴァは加速した。雄大で、崇高な、巨大なリングが恐るべき大きさまで成長した。今にも恐ろしいことが起こりそうだ。ネアはしっかりとそれを予期し、椅子の背もたれを引っ掻いた。
しかし、これまで何度もそうであったように、星はぼやけ、まるで無限大に引き込まれるような、馴染みのある感覚がネアを支配していた。トンネルが開き、新星が見えない力強い手によって引き込まれたとき、ネアは安堵のため息をついた。しかし、もう何も起こらないと思った瞬間、コックピットが揺れた。窓ガラスが地震で食器棚の中のグラスのようにガタガタと音を立て始め、パイロットのコックピットのプラスチックパネルが軋んだ。四方八方から聞こえてくるような声、深く、ふくよかな響き、それでいてとても女性的な声が、ネアを震え上がらせた。突然、彼女の顔から色が失われた。言葉が頭に突き刺さり、頭蓋骨が鈴のように振動した。
„もう二度とするな!“ネアは完全に固まってしまい、動く勇気がなかった。全身が緊張していた。オゴはいつもと同じように仕事をこなし、明らかに異変に気づいていなかった。しかし、数分後、彼は彼女の方を振り向いた。
„バイオ値が上がっていますね „と指摘されました。「何か心配なことがあるのでしょうか?
ネアはノヴァの窓の外に光る明るい筋をじっと見ていた。色彩の催眠術のような戯れ、ポータルの間にある神秘的な次元。「無事に家に着くといいのですが…」と彼女は心配そうに言った。しかし、新星は何事もなく漂流し、21時間後にスカルパ・トラックスの通常空間に姿を現した。スクトラ星系に存在する9つのゲートのうちの1つが、新星を吐き出したのだ。その船は、銀河のあらゆる場所からポートワールドシステムに入る宇宙船の果てしない列の中に加わった。ネアは、船尾光学系のモニターを通して、今来たばかりのフェイローを見た。大きく、印象的なそれは、星々の前に浮かんでいた。ネアが迷い込んだフェイとは違い、このフェイは生命力とパワーに満ちあふれていた。ネアは、巨大な黄金のリングから発せられるパワーを文字通り感じることができた。これほどまでに意識したのは初めてだった。ネアは、ゲートから延々と流れ出る宇宙船の船団からノヴァを操り、スクトラの内惑星に向かった。
「あなたのやっていることはルール違反です」と大胡は単調な声で諭した。
„気にしない „とネアは返した。“私とフェイの距離は、十分な大きさではない „と。船尾のモニターに映し出された大きなリングが小さくなっていくのを見ながら、ネアは満足げに言った。「そして、心配しないで」とネアは自分に言い聞かせるように言った。“もう二度と操舵手の夢を邪魔したりはしない“。

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